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Elektrische Zahnbürsten im Test-Duell: Oral-B iO gegen Oral-B Pro 3000

Welche Oral-B putzt besser?  

Elektrische Zahnbürsten im Test: Oral-B iO gegen Oral-B Pro 3000

Von Monika Salz

25.09.2020, 14:04 Uhr
Elektrische Zahnbürsten im Test-Duell: Oral-B iO gegen Oral-B Pro 3000. Oral-B Zahnbürsten im Vergleichs-Test: Oral-B Pro 3000 und Oral-B iO. (Quelle: Monika Salz/t-online)

Oral-B Zahnbürsten im Vergleichs-Test: Oral-B Pro 3000 und Oral-B iO. (Quelle: t-online/Monika Salz)

Seit Jahren schon gehören die elektrischen Zahnbürsten von Oral-B regelmäßig zu den am besten getesteten Zahnbürsten. Nun hat Oral-B einen neuen Typ herausgebracht – die iO Series 9 mit Magnetantrieb. t-online hatte die Gelegenheit, das brandneue Modell mit der Pro 3000 von Oral-B zu vergleichen. Welches Modell hat die Nase vorn?

Zahnpflege dient nicht nur der Mundhygiene. Schlecht gepflegte Zähne und Zahnfleisch können das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes, Lungenentzündungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Daher sollte die Zahnpflege nicht vernachlässigt werden. Elektrische Zahnbürsten erleichtern diese. Viele Modelle des Marktführers Braun Oral-B schneiden bei Tests gut ab. Neues Flaggschiff ist die Oral-B iO mit Magnettechnik.

Wir wollten wissen: Kann die neue Zahnbürste, die einen UVP von fast 400 Euro hat, im Vergleich mit einer mittelpreisigen elektrischen Zahnbürste überzeugen? Im Praxistest tritt sie gegen die Oral-B Pro 3000 an. Diese bekam von der Stiftung Warentest im Test vom Januar 2017 immerhin die Note "Gut (1,7)".

Die Oral-B iO Zahnbürste mit Magnetantrieb im Überblick

Wir haben uns die neue Zahnbürste genauer angesehen und ausprobiert:

Was ist im Lieferumfang der iO enthalten?

Neben dem Handstück erhält man zwei verschiedene Aufsteckbürsten (Ultimate Clean und Gentle Clean), ein Reiseetui und eine Ladestation für induktiuves Laden. Es gibt auch ein Ladereiseetui, mit dem das Laden sechs Stunden statt nur drei Stunden mit der regulären Ladestation dauert. Eine Steuerung per Android- oder iOS-App ist ebenfalls möglich, die Zahnbürste kann aber auch ohne bedient werden.

Die Oral-B iO im Sensitive-Modus. (Quelle: Monika Salz/t-online)Die Oral-B iO im Sensitive-Modus. (Quelle: t-online/Monika Salz)

Welche Features hat die Oral-B iO?

Es fällt direkt auf: Die iO hat ein Display. Das hält eine Menge Informationen für den Nutzer bereit. Am Druckknopf unter dem Display kann eins der sieben verschiedenen Programme eingestellt werden: Tägliche Reinigung, Sensitiv, Zahnfleischschutz, Aufhellen, Intensive Reinigung, Super Sensitiv und Zungenreinigung. Der obere Knopf dienst zum An- und Ausschalten der Zahnbürste.

Nimmt man die elektrische Zahnbürste in die Hand, wird man begrüßt, morgens mit einem Sonnensymbol oder tagsüber mit einem Smiley und einem "Hallo".

Eine Uhr im Display misst die Zeit. Putzt man seine Zähne mindestens die empfohlenen zwei Minuten lang, wird man mit einem lächelnden Smiley belohnt, bei mehr als zweieinhalb Minuten strahlt der Smilie. Bleibt man unter zwei Minuten, schaut einen ein trauriger Smiley an. Angezeigt wird auch der Akkustand.

Hat man lang genug geputzt, strahlt das Display der iO den Nutzer an.  (Quelle: Monika Salz/t-online)Hat man lang genug geputzt, strahlt das Display der iO den Nutzer an. (Quelle: t-online/Monika Salz)

Am oberen Ende des Handstücks, wo die Bürste aufgesteckt wird, befindet sich eine Kontrollleuchte, die anzeigt, ob man zu wenig, zu viel oder genug Druck beim Putzen anwendet. Bei rotem Licht ist der Druck zu hoch, bei grünem genau richtig und bei hellblauem Licht zu gering.

Durch den Magnetantrieb der iO werden sogenannte Mikrovibrationen in den Bürstenkopf geleitet, die Plaque besonders gründlich entfernen sollen.

Die Aufsteckbürsten haben ein neues Design und eine neue Form. Sie sind viel größer als die Bürsten anderer Oral-B Zahnbürsten und nicht kompatibel zu den älteren Modellen. Wenn sie gewechselt werden müssen, bekommt man einen Hinweis auf das Display.

Auch die Ladestation für die iO wurde komplett neu konzipiert. Der Aufsteckdorn ist weg, die Zahnbürste wird nun einfach auf den leicht erhabenen runden Punkt in der Mitte aufgesetzt und lädt induktiv. Mit alten Modellen ist die Ladestation nicht kompatibel.

Die Oral-B Pro 3000 im Überblick

Auch die Oral-B Pro 3000 haben wir uns ganz genau angeschaut und getestet:

Was ist im Lieferumfang der Pro 3000 enthalten?

Das Handstück, zwei verschiedene Aufsteckbürsten (Cross Action und Sensitive Clean), ein Ladegerät und ein Halter für die Aufsteckbürsten, der am Ladegerät befestigt werden kann, gehören zum Lieferumfang. Bürsten und Ladestation sind auch mit anderen elektrischen Zahnbüsten von Oral-B kompatibel (nicht jedoch mit der neuen iO).

Welche Features hat die Oral-B Pro 3000?

Die Pro 3000 verfügt über die sogenannte 3-D-Technologie. Die Bürste bewegt sich in dreidimensionalen Bewegungen (oszillierend-rotierend und pulsierend), wodurch eine gründliche Zahnreinigung erreicht wird. Die Pro 3000 hat drei Reinigungsprogramme: Daily Clean, Sensitive und einen Massage-Modus für das Zahnfleisch. Über den An/Aus-Schalter kann zwischen den verschiedenen Modi gewechselt werden.

Zusätzlich verfügt die Zahnbürste über einen Sensor, der den Druck misst, mit dem die Bürste an Zähne und Zahnfleisch gedrückt wird. Bei zu starkem Druck leuchtet die Sensorlampe rot. 

Im Praxis-Test: Magnetzahnbürste Oral-B iO gegen die Oral-B Pro 3000

Getestet wurden beide elektrischen Zahnbürsten jeweils sieben Tage lang bei der normalen täglichen Zahnroutine morgens und abends. Nach dem Zähneputzen wurde mit einer Spülung getestet, ob sich noch Reste von Zahnbelag (Plaque) auf den Zähnen fanden.

Wie waren das Putzgefühl und die Reinigung bei der Oral-B iO?

Was zuallererst auffällt, ist, wie leise die iO ist. Sanft gleitet sie von Zahn zu Zahn, die Vibrationen sind kaum zu spüren. Der runde Bürstenkopf, der allen Oral-B-Zahnbürsten gemein ist, sorgt dafür, dass auch die hinteren Zähne mühelos erreicht werden. Die Uhr auf dem Display ist nicht nur praktisch, sie ist auch ein Ansporn, die zwei Minuten durchzuhalten. Wer will schon am Ende des Zähneputzens auf einen traurigen Smiley schauen?

Der Test auf Plaque nach dem Putzen zeigt ein erstaunlich positives Ergebnis: Es sind kaum Verfärbungen an den Zähnen zu sehen. Die Zähne fühlen sich auch angenehm glatt und sauber an.

Wie funktionieren die zusätzlichen Features?

Die Oral-B iO kann mit der Oral-B-App verbunden werden. Diese kann bei Google Play oder im App-Store heruntergeladen werden. Das klappt auch problemlos. Allerdings schafften es App und Zahnbürste in unserem Test nicht, eine Verbindung miteinander herzustellen, obwohl sowohl am Smartphone als auch an der Zahnbürste die Bluetooth-Funktion aktiviert war. Eine Nachfrage beim Kundendienst ergab, dass die App das verwendete Samsung-Handy nicht unterstützt.

Mit einem anderen Smartphone klappte die Verbindung dann aber problemlos. So kann während des Putzens nicht nur gesehen werden, wie lange man schon putzt, sondern auch, welche Zähne schon ausreichend gereinigt sind und welche nicht. So ist sichergestellt, dass man nicht – eventuell sogar aus einer Routine heraus – immer einen Zahn vergisst. Die App ist in der Lage zu erkennen, ob die Zähne von vorne, von hinten und von oben geputzt wurden. Erst, wenn alle Seiten des Zahns gründlich geputzt wurden, zeigt die App den Zahn als gereinigt an. 

Oral-B iO: Die App zeigt an, wo schon geputuzt wurde und erinnert daran, den Druck zu reduzieren.  (Quelle: t-online)Oral-B iO: Die App zeigt an, wo schon geputuzt wurde und erinnert daran, den Druck zu reduzieren. (Quelle: t-online)

Laut Oral-B muss das Smartphone für das Verwenden der App Bluetooth-4.0-kompatibel sein. Zudem sollte bei Android-Handys mindestens die Version Android 7 installiert sein, auf der sicheren Seite ist man mit Android 9 oder 10. Hat man ein iPhone, sollte es entweder die iOS-Version 12 oder 13 haben. Die meisten aktuellen Smartphones, etwa das Samsung Galaxy S9, das Huawei P20 Lite oder das iPhone XS, verfügen über die notwendige Ausstattung. Weitere empfehlenswerte Smartphone-Modelle, die auch die Stiftung Warentest überzeugen konnten, finden Sie in diesem Artikel.

Die Sprache kann über die Einstellungen ebenfalls geändert werden. Grundeinstellung ist Englisch. Neben Deutsch können noch neun weitere Sprachen eingestellt werden. Das geht alles problemlos.

Wie waren das Putzgefühl und die Reinigung bei der Pro 3000?

Die Pro 3000 ist deutlich lauter als die iO. Sie arbeitet auch weniger ruhig, erreicht aber ebenfalls jeden Zahn zuverlässig. Die Druckkontrolle warnt sicher vor zu festem Aufdrücken der Zahnbürste. Vor Putzen mit zu wenig Druck warnt das Modell jedoch nicht.

Auch hier zeigte der Test auf Plaque nach dem Putzen ein positives Ergebnis – kaum Verfärbungen an den Zähnen.

Wie funktionieren die zusätzlichen Features?

Das Umschalten in die verschiedenen Modi klappt problemlos. Man muss einfach nur kurz auf den Start/Stopp-Knopf drücken, während die Zahnbürste an ist. Die Druckkontrolle zeigt an, wenn man zu fest drückt.

Sehr praktisch: der kleine Ring, den man um die Ladestation stecken kann, um dort die Bürsten aufzubewahren.

Wie nachhaltig sind die elektrischen Zahnbürsten im Test?

Grundsätzlich halten die Akkus elektrischer Zahnbürsten einige Jahre. Auswechselbar sind sie allerdings nicht. Hat der Akku sein Lebensende erreicht, muss eine neue Bürste her, ganz egal, ob es sich um ein günstiges oder teures Modell handelt.

Die Aufsteckbüsten aus Kunststoff müssen regelmäßig gewechselt werden. Der Hersteller empfiehlt die Bürsten spätestens alle drei bis vier Monate zu wechseln. Das entspricht in etwa dem empfohlenen Wechselrhythmus einer gewöhnlichen Handzahnbürste.

Praktisch: Die Oral-B iO macht ihren Nutzer darauf aufmerksam, wenn es Zeit für eine neue Aufsteckbürste ist. Für die Oral-B Pro 3000 gibt es Cross-Action Aufsteckbürsten, deren Borsten ihre Farbe verändern, wenn der Zeitpunkt zum Wechseln gekommen ist.

Fazit des Zahnbürstentests – welches Modell putzt besser?

Obwohl das Putzergebnis in unserem Test nahezu identisch war – beide Zahnbürsten reinigen die Zähen gründlich –, liegt die Oral-B iO doch klar vorne, und das trotz des recht hohen Preises. Sie putzt sehr leise (im Vergleich mit der Pro 3000 fällt das besonders auf), und die Vibrationen sind angenehm sanft. Sieben verschiedene Reinigungsmodi inklusive der Möglichkeit, die Zunge zu reinigen, lassen fast keine Wünsche offen. Die Verbindung mit der App ist eine prima Sache, auch wenn es erst mit dem zweiten Test-Smartphone funktioniert hat. 

Oral-B iO: Das neue Ladegerät ist sehr benutzerfreundlich. (Quelle: Monika Salz/t-online)Oral-B iO: Das neue Ladegerät ist sehr benutzerfreundlich. (Quelle: t-online/Monika Salz)

Auch die Zeitanzeige im Display begeistert, denn sie diszipliniert den Nutzer und erinnert ihn daran, auch wirklich die ganzen zwei Minuten zu putzen. Und dank der Andruckkontrolle putzt man nicht nur nicht zu fest, sondern auch nicht zu sanft. 

An der Ladestation hat sich auch einiges getan. Die iO wird einfach aufgesetzt und lädt induktiv. Kein Kontaktdorn mehr, auf das das Handstück richtig herum aufgesetzt werden muss. Das ist sehr komfortabel. 

Schade ist, dass das Display nicht so gut zu sehen ist, während man putzt. Es befindet sich auf der Innenseite des Handstücks. Aber dafür erinnert eine leichte Vibration alle 30 Sekunden daran, wie viel Zeit vergangen ist. Mit der App-Verknüpfung sieht man die Zeit zumindest auf dem Smartphone.

Auch die Pro 3000 schneidet beim Reinigungsergebnis der Zähne positiv ab, aber die Verbindung mit der App bei der iO hilft, keinen einzigen Zahn zu vergessen oder zu wenig zu putzten. Zudem sind die vielen Neuerungen, wie das Display, die sieben verschiedenen Modi und die Ladestation so komfortabel, dass sie das positive Gesamtbild der iO abrunden.

Trotz des hohen Preises hat der Test ganz klar ergeben: Hat man sich einmal an die Oral-B iO gewöhnt, möchte man sie nicht mehr missen. Die iO begeistert mit ihren vielen Features und der sanften Magnettechnikreinigung! Wer allerdings nur nach dem reinen Putzergebnis schaut und keine App-Anbindung braucht oder will, ist auch mit der Pro 3000 gut bedient. Und kommt um einiges günstiger davon.

Verwendete Quellen:
  • eigener Test

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