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Welcher ist der beste Komposter? So verwandeln Sie Abfall in natürlichen Dünger


Das "Gold des Gärtners"  

Welcher ist der beste Komposter? So verwandeln Sie Abfälle in natürlichen Dünger

Von Antonia Herfort

08.05.2021, 11:53 Uhr
Welcher ist der beste Komposter? So verwandeln Sie Abfall in natürlichen Dünger. Das sind die besten Komposter für den heimischen Garten. (Quelle: Getty Images/fotografixx)

Das sind die besten Komposter für den heimischen Garten. (Quelle: fotografixx/Getty Images)

Kompost ist ein natürlicher Dünger und Bodenverbesserer. Mit einem Komposter im eigenen Garten stellen Sie den nährstoffreichen Humus einfach selbst her. Wir haben Ihnen sechs Kompostermodelle für kleine und große Gärten herausgeuscht 

Mit einem Komposter nutzen Sie den natürlichen Kreislauf der Natur, entsorgen Materialien pflanzlichen Ursprungs und erhalten dafür nährstoffreichen Humus. Bei der Wahl des Komposters kommt es auf Ihre Vorlieben, die Größe des Gartens und die zu kompostierenden Mengen an. Vor allem geschlossene Komposter wie moderne Schnell- oder Thermokomposter sind beliebt, da sie gegenüber den offenen Kompostern mehrere Vorteile bieten: Zum einen sorgen sie für eine schnellere Kompostierung und zum anderen verhindern sie eine unangenehme Geruchsbildung. Wir haben Ihnen fünf Kompostermodelle sowie eine Alternative, die sogar in der Küche aufbewahrt werden kann, herausgesucht.

Für schnelle Erfolge: Neudorff Thermokomposter DuoTherm

Der Thermokomposter DuoTherm von Neudorff eignet sich vor allem für die schnelle Kompostierung der anfallenden Garten- und Küchenabfälle. Mit einem Fassungsvermögen von 530 Liter ist das Modell für mittlere bis größere Gärten zu empfehlen. Somit können sämtliche Gartenabfälle wie Laub und Rasen-, Baum- und Strauchschnitt Platz in dem Kompostsilo finden.

Der Komposter ist aus stabilem, wetterfestem und UV-beständigem Recycling-Kunststoff gefertigt und verfügt über eine 8-eckige Form. Die doppelwandige Konstruktion und der Deckel sorgen dabei für die notwendige Wärmedämmung. Besonders praktisch ist die große Entnahmeklappe, aus der der Humus mühelos entnommen werden kann. Der Komposter wird inklusive Bodengitter zum Schutz vor Mäusen und anderen Nagetieren geliefert.

Für einen schnelleren Verrottungsprozess empfiehlt der Hersteller, Kompost-Beschleuniger zu verwenden. Das Kompostierungshilfsmittel ist für alle Formen der Kompostierung geeignet und beinhaltet viele wichtige Kompostbakterien und Pilzkulturen.

Das einfache Modell: Brista Kompostgitter aus Metall 

Der Komposter von Brista besteht aus einem einfachen Metallgestell und wird daher auch als Kompostgitter bezeichnet. Bei diesem Modell wird der Kompost unter Sauerstoffzufuhr offen kompostiert. Die Kompostierung in einem geschlossenen Komposter geht zwar deutlich schneller, jedoch haben Sie bei diesem offenen Modell jederzeit die Möglichkeit, aktiv in den Prozess einzugreifen. Abfälle können so beispielsweise auch noch im Komposter zerkleinert oder umgewälzt werden.

Das Gestell besteht aus vier feuerverzinkten und verschweißten Streckmetall-Elementen. Das garantiert eine einfache Montage. Mit den Maßen 100 x 100 x 80 Zentimeter passt der Komposter aus Metall in so gut wie jeden Garten.

Die Maschenweite beträgt rund 40/15 Millimeter. Die Lieferung erfolgt ohne Boden und Deckel. Ein feuerverzinkter Deckel kann jedoch je nach Bedarf separat dazu gekauft werden.  

Für die natürliche Optik: Nativ Holzkomposter mit Deckel 

Komposter aus Holz, wie dieses Modell von Nativ, haben den Vorteil, dass sie sich auf natürliche Art und Weise in das Gartenbild einfügen lassen. Zudem kann der natürliche Baustoff durch Witterungseinflüsse mit der Zeit selbst zum Teil des Komposts werden. Der Komposter besteht aus kesseldruckimprägniertem und FSC-zertifiziertem Lärchenholz, hat die Maße 75,6 x 72 x 91,5 Zentimeter und ein Fassungsvermögen von rund 450 Liter.

Der Hersteller verspricht eine einfache Montage, denn die Seitenteile und der Deckel sind bereits vormontiert. Die vier Seitenteile müssen lediglich mit Spannverschlüssen zusammengesteckt werden. Das erleichtert gleichzeitig die Entleerung des Holzkomposters, denn jedes Seitenteil kann somit einfach und schnell wieder entfernt werden. Der Deckel lässt sich beidseitig öffnen.

Der Komposter wird ohne Boden geliefert. Der Hersteller empfiehlt daher, einen Schattenplatz mit direktem Bodenkontakt als Standort zu wählen. Mit 30 Kilogramm Gewicht ist das Modell aus Holz deutlich schwerer als die anderen vorgestellten Komposter aus Kunststoff. 

Das vielseitige Modell: KHW Schnellkomposter 

Der Schnellkomposter-Aufbausatz von KHW ist dank unterschiedlicher Steckelemente vielseitig einsetzbar. Das Stecksystem eignet sich zum Kompostieren und kann bei Nichtgebrauch ebenso als Hochbeet, Sandkasten oder sogar Tiergehege verwendet werden. Die geschlossenen Seitenwände versprechen eine schnellere Kompostierung des Materials. 

Das Stecksystem-Set enthält ein Basismodul und zwei Erweiterungsstücke. Das Basismodul hat ein Fassungvermögen von rund 550 Liter und die Erweiterungsmodule bieten jeweils ein Fassungsvermögen von rund 250 Liter. Der Schnellkomposter besteht aus Kunststoff und ist dadurch robust und witterungsbeständig. Mit den Maßen 130 x 130 x 100 Zentimeter ist der Komposter relativ groß.

Die Steckelemente können ebenso einzeln erworben werden. Dadurch lassen sich das Basismodul und die Erweiterungselemente individuell kombinieren. Der Schnellkomposter verfügt über keinen Boden und keinen Deckel.  

Das platzsparende Modell: Wiltec Trommelkomposter

Der Trommelkomposter von Wiltec ist eine praktische Alternative gegenüber den anderen Kompostermodellen. Er eignet sich aufgrund des geringeren Fassungsvermögens von 160 Liter jedoch eher für kleinere Gärten. Der Trommelkomposter bietet gleich mehrere Vorteile: Zum einen ermöglicht die Arbeitshöhe bedienfreundliche und rückenschonende Gartenarbeit und zum anderen ist die geschlossene Trommel nur sehr schwer erreichbar für Nagetiere.

Der rotierende Komposter verfügt über einen geschlossenen Behälter, der aus recyceltem Kunststoff gefertigt ist. Das 2-Kammersystem ermöglicht das Anlegen von zwei Komposthaufen in getrennten Kammern, so kann der Kompost in einer Kammer ruhen, während die zweite Kammer neu befüllt werden kann. Die Maße betragen 72,5 x 66 x 93,5 Zentimeter.

Durch das Drehen wird der Kompost regelmäßig gemischt und ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das regelmäßige Rotieren der Trommel soll laut Hersteller die Rottzeit verkürzen. Er empfiehlt dazu, die Trommel nach jedem Befüllen fünf bis zehn Mal zu drehen.  

Für Urban-Gardening: Skaza Bokashi Starter-Set

Mit dem Bokashi-Set von Skaza holen Sie das Beste aus Ihren Bio-Abfällen heraus. Der Bokashi-Eimer ist eine innovative Lösung für alle organischen Küchenabfälle auf kleinem Raum und eine bewährte Alternative zum Komposthaufen im Garten. Das Fassungsvermögen beträgt 16 Liter und die Maße belaufen sich auf 38 x 27 x 32 Zentimeter. Der Eimer kann auch in der Küche aufbewahrt werden, da keine unangenehmen Gerüche entstehen.

Bokashi kommt aus dem Japanischen und bezeichnet den Prozess, bei dem organische Materialien durch effektive Mikroorganismen (EM) fermentiert werden. Innerhalb von zwei bis drei Wochen soll so in dem Eimer wertvoller Kompost und Dünger entstehen. Die Reste können dann auf einen Komposter im Garten geworfen oder in der Erde vergraben werden.

Das Set enthält einen Komposter, ein Kilogramm EM-Bestreuung und reichlich Zubehör wie Glätter, ein Abtropfsieb, eine Messeinheit für die Bestreuung und einen Abtropfbehälter. Die Gebrauchsanweisung sollte vor Beginn sorgfältig gelesen werden. Durch die Mikroorganismen entstehen bei diesem Modell laufende Kosten. 

Unser Fazit 

Komposter bieten viele Vorteile, sind jedoch auch mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden, den Hobbygärtner für wertvollen Dünger jedoch in Kauf nehmen. 

Thermokomposter wie der DuoThermo von Neudorff bieten die besten Voraussetzungen für die Mikroorganismen und verwandeln die Abfälle so dreimal schneller in wertvollen Humus als offene Komposter. Sie bieten mehrere Vorteile und sind daher eine gute Wahl. Bei weniger kompostierbaren Materialien können stattdessen Trommelkomposter eingesetzt werden.

Kein Garten, kein Problem: Auch Balkonbesitzer haben mit dem Bokashi-Set die Möglichkeit, aus Abfällen wertvollen Dünger für Ihre Balkonpflanzen herzustellen. 

Wissenswertes über Komposter 

Was ist Kompost?

Kompost bezeichnet organisches Material, das einen Verrottungsprozess durchlaufen hat. Kompost kann ebenfalls als Humus bezeichnet werden, jedoch nicht andersherum, da Humus durch einen natürlichen Verrottungsprozess entstanden ist.

Die Eigenschaften des Kompostes lassen sich über die Rottedauer und die Ausgangsstoffe verändern. So hat beispielsweise der Frischkompost, der vier bis acht Wochen verrottet ist, einen hohen Nährstoffgehalt, jedoch eine geringe Stabilität. Kompost, der zwei bis drei Jahre verrottet ist, hat ebenfalls einen hohen Nährstoffgehalt, aber im Vergleich eine höhere Stabilität.

Wie funktioniert ein Komposter?

Im Kompost werden durch Mikroorganismen die Strukturen der Abfälle zersetzt und anschließend zu neuen Humus-Molekülen (Huminsäuren) zusammengesetzt. Um den größtmöglichen Erfolg zu generieren, müssen einige Bedingungen erfüllt werden, um den Mikroorganismen die Arbeit zu erleichtern:

  1. Der Kompost darf nicht zu nass, trocken oder verdichtet sein: Das Abdecken oder Gießen des Komposts kann den Feuchtigkeitsgehalt regulieren.
  2. Sauerstoff ist wichtig für den Verrottungsprozess: Größere Äste, Luftschlitze im Komposter oder das Umwälzen des Komposts können Abhilfe schaffen.
  3. Wärme steigert die Aktivität der Mikroorganismen: Bei offenen Kompostern kann Wärme durch das Abdecken gestaut werden. Geschlossene Modelle wie Thermokomposter verfügen in der Regel über wärmeisolierende Seitenwände.
  4. Der pH-Wert sollte nicht zu stark schwanken: Der Kompost sollte nicht zu sauer oder alkalisch sein. Zu saure Materialien können mit Kalk bestäubt werden und nährstoffarmes Kompostgut kann mit Stickstoffdünger bestreut werden. 

Welche Vorteile hat ein Komposter?

Das Kompostieren hat mehrere Vorteile: Abfälle, die eigentlich in der Biotonne landen würden, können auf den Kompost geworfen werden. Auch Gartenabfälle wie Rasen-, Baum- und Strauchschnitt sowie Laub können auf einem Komposter entsorgt und in wertvollen Humus verwandelt werden. Mit einem Komposter stellen Sie nährstoffreiche Erde und Dünger fast mühelos und biologisch her. 

Wie wird ein Komposter befüllt?

Das Befüllen eines Komposters ist ein Prozess. Nach dem Aufstellen sollte er nicht direkt bis zum Rand gefüllt, sondern mit den täglich anfallenden Abfällen ergänzt werden.

Es gilt dabei: je abwechslungsreicher die Materialien, desto besser das Endergebnis. Die einzelnen Materialschichten sollten nicht dicker als 15 Zentimeter sein. Vor allem bei feuchtem Rasenschnitt ist Vorsicht geboten, da dieser schnell verklumpt. Lassen Sie den Rasenschnitt erst trocknen. 

Für ein hochwertiges Endergebnis sollte zwischendurch nährstoffreiche Erde mit dem Kompost vermischt werden. 

Was darf auf den Kompost?

Mit diesen organischen Materialien können Sie Ihren Komposter befüllen: rohe Küchenabfälle wie Kartoffeln, Gemüse und Obst, Kaffee- und Teesatz, Schnittblumen, Topfpflanzen und verbrauchte Blumenerde, Gartenabfälle, Herbstlaub, gehäckselter Strauchschnitt, angetrockneter Rasenschnitt, Staudenschnitt, Holzasche und viele mehr.  

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