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Bilfinger SE: Chef Utnegaard legt Amt schon wieder nieder


Aktie dreht abwärts
Neuer Bilfinger-Chef legt sein Amt nieder

Von dpa-afx, reuters
Aktualisiert am 13.04.2016Lesedauer: 2 Min.
Der Vorstandsvorsitzende des Bau- und Industrie-Dienstleisters Bilfinger, Per Utnegaard, verlässt das Unternehmen.Vergrößern des BildesDer Vorstandsvorsitzende des Bau- und Industrie-Dienstleisters Bilfinger, Per Utnegaard, verlässt das Unternehmen. (Quelle: dpa-bilder)
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Der kriselnde Bau- und Industriedienstleister Bilfinger wechselt überraschend erneut den Chef aus. Der erst seit 1. Juni amtierende Konzernchef Per Utnegaard scheide aus persönlichen Gründen zum 30. April aus, teilte der MDax-Konzern am Vormittag in Mannheim mit.

Bis auf weiteres übernehme Finanzvorstand Axel Salzmann diese Position zusätzlich. Der Aufsichtsrat zeigte sich in einer Mitteilung zuversichtlich, in Kürze einen neuen Konzernchef ernennen zu können. Die Bilfinger-Aktie drehte an der Börse nach sehr freundlichem Start abwärts.

Schwierige Geschäftsperspektiven

Den im März gegebenen Ausblick für das laufende Jahr bestätigte Bilfinger. Eine Serie von Gewinnwarnungen hatte 2014 dem ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch bei Bilfinger den Job an der Spitze gekostet.

Einerseits könnte die aktuelle Personalie ein Zeichen des Durchgreifens des schwedischen Finanzinvestors und Bilfinger-Großaktionärs Cevian sein, der womöglich auf eine Zerschlagung von Bilfinger dränge, sagte ein Börsianer. Das wäre positiv. Cevian hält rund 26 Prozent der Anteile. Der Markt tendiert dem Händler zufolge derzeit aber wohl eher zur zweiten Interpretationsmöglichkeit, derzufolge Utnegaard sich angesichts eventuell schwieriger Geschäftsperspektiven zurückziehe.

Ertragsperle steht zur Disposition

Das Mannheimer Unternehmen befindet sich seit mehreren Jahren in der Krise und sucht nach einer neuen Strategie. Utnegaard hatte erst im Herbst eine Zwei-Säulen-Strategie mit den Sparten "Industrial" und "Building and Facility" als neue Marschrichtung vorgestellt. Doch mittlerweile steht auch die Ertragsperle, das Bau- und Immobiliengeschäft, zur Disposition. Dem Traditionskonzern, dessen Wurzeln bis 1880 zurückreichen, droht damit die Zerschlagung. Im vergangenen Jahr verbuchte Bilfinger einen Rekordverlust von knapp einer halben Milliarde Euro.

Utnegaard habe das Unternehmen in einer herausfordernden Phase geleitet, erklärte Aufsichtsratschef Eckhard Cordes. "Gemeinsam mit dem Vorstandsteam wurde Bilfinger mit einer Strategie der Fokussierung auf das Kerngeschäft neu ausgerichtet. Dieser strategische Weg wird konsequent fortgesetzt und Bilfinger zurück auf einen profitablen Wachstumskurs gebracht."

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