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Was macht eigentlich eine PĂ€dakustikerin?

Von dpa
Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Als PĂ€dakustikerin weiß Claudia Brömel genau, wie sie am besten mit den Kindern arbeiten muss.
Als PĂ€dakustikerin weiß Claudia Brömel genau, wie sie am besten mit den Kindern arbeiten muss. (Quelle: Markus Scholz/dpa-tmn./dpa)
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LĂŒbeck (dpa/tmn) - "HörgerĂ€te sind doch nur was fĂŒr alte Menschen" - das bekommt Claudia Brömel im Zusammenhang mit ihrem Beruf hĂ€ufiger zu hören. Dabei ist sie als ausgebildete PĂ€dakustikerin auf das Gehör von Kindern und SĂ€uglingen spezialisiert.

Im Job-Protokoll erzĂ€hlt sie, was die Arbeit so herausfordernd macht und worin sie ErfĂŒllung findet.

Der Weg in den Beruf:

In meiner kleinen Heimatstadt in ThĂŒringen hatte ich eine tolle Berufsberaterin. Als es um die Berufswahl ging, hat sie mir empfohlen,Hörakustikerinzu werden. Ich war schon als Kind handwerklich interessiert und als BrillentrĂ€gerin zudem begeistert von Hilfsmitteln. Nach einem Praktikum bei einem Hörakustiker-Betrieb bin ich ihrer Empfehlung gefolgt.

WĂ€hrend derdreijĂ€hrigen Ausbildung zur HörakustikerinfĂŒhrte mich der Berufsschulunterricht dann nach LĂŒbeck. Dort verliebte ich mich nicht nur in den Beruf, sondern auch in die Stadt. Nach Abschluss meiner Ausbildung fing ich in LĂŒbeck als Gesellin in einem kleinen Betrieb an. Der Betrieb war schon immer auf die Versorgung von Kindern spezialisiert, weil die Uniklinik in der NĂ€he ist. Das fand ich von Anfang an sehr spannend.

Darum habe ich mich an derAkademie fĂŒr Hörakustikin LĂŒbeck zur PĂ€dakustikerin fortgebildet. SpĂ€ter habe ich die Meisterschule besucht und schließlich vor sechs Jahren gemeinsam mit meiner Kollegin den Betrieb unseres ehemaligen Chefs ĂŒbernommen und bin jetzt Unternehmerin.

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Mein Beruf einfach erklÀrt:

TatsĂ€chlich hat meine Berufsberaterin damals gesagt: "Hörakustiker, das ist ein bisschen wie Optiker - nur fĂŒr die Ohren." Das ist vielleicht insgesamt ein bisschen banal ausgedrĂŒckt, denn an sich ist das Ohr ein sehr komplexes Organ. Als PĂ€dakustikerin qualifiziert man sich speziell fĂŒr die Arbeit mit Kindern weiter. Drei Jahre Berufserfahrung als Hörakustikerin oder der Meisterbrief sind die Voraussetzung, um sich auf das Fachgebiet und die Versorgung von Kindern spezialisieren zu können.

Die Aufgaben:

Auch als Unternehmerin macht die PĂ€dakustik noch einen großen Teil meiner Arbeit aus. Da wir den Betrieb zu zweit leiten, können wir uns das gut aufteilen. Inzwischen bin ich außerdem als Gastdozentin an der Akademie fĂŒr Hörakustik in LĂŒbeck tĂ€tig und unterrichte dort Praxis.

Die Aufgaben in meinem Arbeitsalltag unterscheiden sich auch je nachdem, wie alt das Kind ist, das versorgt werden muss. Geht es um einen SÀugling, steht an erster Stelle der Vertrauensaufbau zu den Eltern. Es gibt seit 2009 bundesweit das universelle Neugeborenen-Hörscreening. Somit werden Hörverluste schon im SÀuglingsalter erkannt.

Die Kinder sollten dann schnellstmöglich mit Hörsystemen versorgt werden. DafĂŒr kommen sie zu uns. Wir nehmen Ohr-Abformungen, wĂ€hlen Hörsysteme aus und stellen sie individuell auf den Hörverlust ein. Da Kinder stĂ€ndig wachsen, Ă€ndert sich die Anatomie des Ohres und sollte in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ĂŒberprĂŒft und neu angepasst werden.

Die schönsten Seiten:

Das Schönste in meinem Beruf ist immer wieder der Moment, wenn man das HörgerĂ€t eines SĂ€uglings zum ersten Mal einschaltet. Das ist ein sehr emotionaler Moment, wenn ein Kind zum ersten Mal auf die Stimme der Mutter reagiert. Da fließen oft auch FreudentrĂ€nen bei den Eltern. Auch bei den Ă€lteren Kindern, die schon kommunizieren können und sofort sagen, "Oh, das ist toll, ich kann dich ja jetzt besser hören", ist das ein total schönes GefĂŒhl. Diese Dankbarkeit von Eltern und Kindern gehört mit zu den schönsten Seiten.

Die grĂ¶ĂŸten Herausforderungen:

Die Hörbahnreifung eines Kindes ist ungefĂ€hr nach 18 Monaten abgeschlossen. Diese Phase ist sehr wichtig fĂŒr den Spracherwerb. FĂŒhrt man die HörgerĂ€te-Versorgung frĂŒhzeitig durch, hat das Kind hier die besten Voraussetzungen. Und genau da liegt auch die Herausforderung: In dieser Zeit die BedĂŒrfnisse der Kinder zu erkennen und richtig darauf zu reagieren - mit dem Ziel, SĂ€ugling oder Kind bestmöglich zu versorgen.

Die Digitalisierung kann bereits einige handwerkliche TĂ€tigkeiten in unserer Branche ersetzen. Die Kommunikation mit dem Menschen, Vertrauen zu einem Kind aufzubauen, um eine erfolgreiche Hörsystemversorgung durchfĂŒhren zu können, das sind und bleiben aber die wichtigsten FĂ€higkeiten in unserem Beruf.

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