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Aktien Frankfurt: Inflationssorgen belasten Markt


Aktien Frankfurt: Inflationssorgen belasten Markt

11.05.2021, 12:05 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Höhere Rohstoffpreise und damit wieder größer werdende Inflationsbedenken haben Aktien-Anleger am Dienstag wieder in die Flucht getrieben. Nach zuletzt vier Erholungstagen gab der deutsche Leitindex Dax zur Mittagszeit mit 15 081,95 Punkten wieder deutlich nach. Ein Abschlag von 2,07 Prozent ließ die bisherige Bestmarke von gut 15 501 Punkten wieder in die Ferne rücken.

Der MDax büßte zuletzt sogar 2,56 Prozent auf 31 621,47 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 folgte mit rund zwei Prozent nach unten. Zuvor waren auch in den USA und Asien die Aktienmärkte auf Talfahrt gegangen, allen voran die Technologiewerte an der New Yorker Nasdaq.

Es sei schon erstaunlich, wie plötzlich das Inflationsthema wieder aufgetaucht sei, nachdem ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht am Freitag erst einmal solche Sorgen gedämpft hatte, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda. Mit der Inflation verbinden Anleger schon länger auch die Angst vor steigenden Zinsen, die die Finanzierungsbedingungen verschlechtern und Anleihen als alternative zu Aktien attraktiver machen können.

Keine Entlastung brachte der am Vormittag veröffentlichte ZEW-Index, der die Stimmung unter Finanzexperten misst - und stärker als erwartet verbesserte Konjunkturerwartungen hervorbrachte. Laut dem Helaba-Analysten Patrick Boldt ist dies ein positives Signal für den Ifo-Geschäftsklimaindex, der aber erst Ende Mai auf der Agenda steht.

In dem schwachen deutschen Börsenumfeld verarbeiteten die Anleger am Dienstag eine große Menge an Quartalszahlen, insbesondere aus der zweiten Börsenreihe. Aus dem Dax berichtete der Versorger Eon mit positiven ersten Expertenreaktionen. Die Aktien konnten sich dem schwachen Marktumfeld entziehen. Mit einem knappen Plus von 0,2 Prozent waren sie der einzige positive Dax-Wert.

Im MDax machten K+S und Thyssenkrupp Schlagzeilen mit jeweils angehobenen Jahreszielen, allerdings gab es hier im schwachen Marktumfeld keine positive Kursreaktionen. Beide Aktien blicken auf einen guten Lauf zurück, und so kamen sie nahe ihrer Hochs seit Anfang 2020 mit Abgaben von 2,5 und 7,1 Prozent nicht mehr voran.

Auch die Aktien von Bechtle und Brenntag kamen aus dem Kreis der Berichtsunternehmen am Dienstag mit 5,5 und 4,5 Prozent ebenfalls sehr deutlich unter Druck. Eine positive MDax-Ausnahme waren die 4,3 Prozent höheren Aktien von Fraport. Der Flughafenbetreiber fuhr im ersten Quartal überraschend einen operativen Gewinn ein.

Im SDax fielen Ceconomy und Home24 nach Zahlen mit prozentual zweistelligen Kursabschlägen stark negativ auf. Wie sich bei der Elektronikhändler-Holding Ceconomy im ersten Quartal zeigte, hat der vor allem in Deutschland anhaltende Lockdown die Geschäfte zuletzt weiter schwer belastet. Der Einbruch um 12 Prozent trieb den Kurs auf ein Tief seit Dezember.

Die Papiere von Home24 sackten sogar um 14,7 Prozent ab und folgten damit dem marktbreiten Ausverkauf bei Aktien, die in der Corona-Krise von Anlegern lange Zeit als Gewinner gefeiert wurden. Aus diesem Kreis waren die Aktien des Essenslieferdienstes Delivery Hero mit minus 3,7 Prozent das Dax-Schlusslicht, und jene des Softwareanbeiters Teamviewer büßten im MDax 6,3 Prozent ein./tih/jha/
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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