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Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste - Fed könnte Geldpolitik straffen

Von dpa-afx
Aktualisiert am 06.01.2022Lesedauer: 2 Min.
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Furcht vor einer restriktiveren Geldpolitik in den USA hat den deutschen Aktienmarkt wieder fest im Griff. Der Leitindex Dax fiel im fr√ľhen Handel am Donnerstag um 1,10 Prozent auf 16 092,97 Punkte, nachdem er zur Wochenmitte noch einen historischen H√∂chststand nur um wenige Punkte verfehlt hatte.

Der MDax der mittelgro√üen Unternehmen verlor am Donnerstag 1,27 Prozent auf 35 178,94 Punkte. F√ľr den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,48 Prozent nach unten.

F√ľr Verunsicherung sorgten j√ľngste Aussagen der US-Notenbank (Fed). Wie aus dem am Vorabend ver√∂ffentlichten Protokoll der Fed hervorgeht, sprachen sich einige ihrer Mitglieder daf√ľr aus, schon kurz nach der ersten Zinserh√∂hung mit der Verringerung der Bilanzsumme der Notenbank zu beginnen. Damit w√ľrden auslaufende Anleihen nicht mehr ersetzt, was die Anleihenkurse dr√ľcken und die Renditen entsprechend erh√∂hen d√ľrfte. Dies wiederum w√ľrde Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren weniger attraktiv erscheinen lassen.

Zudem wurde wiederholt betont, dass sowohl die Wirtschafts- als auch die Inflationsentwicklung f√ľr einen rascheren Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik spr√§chen. Eine schnellere Anhebung der Zinsen als zuvor erwartet k√∂nne gerechtfertigt sein, hie√ü es.

Das hatte vor allem an der Technologieb√∂rse Nasdaq einen Ausverkauf ausgel√∂st. Die stark wachstumsorientierten Tech-Unternehmen gelten als besonders zinssensibel, weil mit h√∂heren Zinsen auch die Finanzierungskosten steigen. Als besonders verwundbar d√ľrften sich die am h√∂chsten bewerteten Anlagen erweisen - zu denen nicht zuletzt die Tech-Aktien z√§hlen, schrieb Analyst Jeffrey Halley vom Handelshaus Oanda.

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Auch europaweit gerieten die Aktien technologieorientierter Unternehmen stark unter Druck. So b√ľ√üten Infineon im Dax knapp drei Prozent ein. Im MDax fielen die Anteilsscheine von Carl Zeiss Meditec, Teamviewer und Nemetschek zwischen zweieinhalb und mehr als f√ľnf Prozent.

Zudem machten Anleger weiterhin einen großen Bogen um Aktien aus den Corona-Gewinnerbranchen. Im Dax etwa zählten die Anteilsscheine des Online-Händlers Zalando und die Papiere des Lieferdienstes Delivery Hero mit Verlusten von drei beziehungsweise gut zwei Prozent zu den schwächsten Werten.

Hintergrund der Kursverluste bei den sogenannten "Stay-at-Home-Aktien" ist die Aussicht, dass das Coronavirus bald keine relevante Bedrohung mehr f√ľr das Gesundheitssystem darstellen k√∂nnte. Denn die hohe √úbertragbarkeit der neuen Corona-Variante Omikron k√∂nnte dazu f√ľhren, dass die Bev√∂lkerung als Ganzes vergleichsweise schnell eine h√∂here Immunit√§t erreicht. Im Idealfall k√∂nnten so die milderen Verl√§ufe Druck vom Gesundheitssystem nehmen. Damit wiederum w√ľrden coronabedingte Einschr√§nkungen weiter zur√ľckgenommen werden, so dass sich die Innenst√§dte wieder f√ľllen d√ľrften.

Die Anteilsscheine von Flatexdegiro sackten nach der Vorlage von Gesch√§ftszahlen mit einem Minus von fast neun Prozent an das Ende des Nebenwerteindex SDax . "Die Entwicklung im vierten Quartal lag zwar im Rahmen der Unternehmensziele, aber unter unseren Annahmen", sagte ein H√§ndler. Das gelte sowohl f√ľr die Kundenzahlen als auch f√ľr die Transaktionen.

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