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Die Angst vor Biden lässt Bitcoin-Kurs abrauschen

Von Nele Behrens

16.11.2021Lesedauer: 3 Min.
US-Pr√§sident Joe Biden (Symbolbild): Sein neues Infrastrukturproramm weckt √Ąngste bei Kryptoanlegern.
US-Pr√§sident Joe Biden (Symbolbild): Sein neues Infrastrukturproramm weckt √Ąngste bei Krypto-Anlegern. (Quelle: SARAH SILBIGER/imago-images-bilder)
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J√§hes Ende: Nach einem neuen Allzeitrekord bricht der Bitcoin-Kurs um knapp 10.000 Dollar ein. Das liegt an alten √Ąngsten, die neu erwachen, sagt Krypto-Experte Timo Emden t-online.

Die neuen H√∂henspr√ľnge der gr√∂√üten Kryptow√§hrung Bitcoin haben am Dienstag ein j√§hes Ende gefunden. Der Kurs fiel am Mittag zwischenzeitlich um 9 Prozent auf rund 58.600 US-Dollar. Damit rutschte der Wert eines Bitcoins sogar kurzzeitig unter die 60.000-Dollar-Marke.

Noch in der vergangenen Woche hatte die gr√∂√üte Kryptow√§hrung zehntausend Dollar √ľber dem Tagestief des Dienstags gelegen ‚Äď mit 68.789 Dollar hatte Bitcoin am Mittwoch vergangener Woche noch ein neues Rekordhoch erreicht.

Gerade der j√ľngste Erfolg sei nun ein Grund f√ľr die Korrektur. "Gewinnmitnahmen sind nach einem Rekordhoch nicht allzu √ľberraschend", erkl√§rt der Krypto-Experte Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus im Gespr√§ch mit t-online.

Korrektur sei gesund

Auch Ether als zweitgr√∂√üte Kryptow√§hrung brach parallel zu Bitcoin auf rund 4.100 Dollar ein. Die Korrektur sei ein gesundes Verhalten, der Markt sei zuletzt stark √ľberkauft gewesen, so Emden. Der aktuelle Kurssturz sortiere damit auch die schwachen H√§nde aus dem Markt aus, die bei der j√ľngsten Rally eingestiegen seien.

Es gibt aber durchaus Gr√ľnde, die auch in den kommenden Wochen f√ľr ein Abk√ľhlen der Euphorie sprechen k√∂nnten, sch√§tzt der Experte. Diese seien zwar nicht neu, aber in der vergangenen Nacht wieder aufgebl√ľht.

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Biden macht Anlegern Angst

So sorgt etwa der Kurs des US-Pr√§sidenten Joe Biden f√ľr Unsicherheit auf dem Kryptomarkt. Dieser hatte zuletzt sein gro√ües Infrastrukturpaket verabschiedet, das unter anderem h√§rtere Steuerma√ünahmen enth√§lt. "So m√ľssen nun Anlagen ab einem Wert von 10.000 Dollar gemeldet werden ‚Äď das entspricht nicht dem Geist vieler Krypto-Anleger", sagt Emden.

Schlimmer als die aktuelle Ma√ünahme seien aber die Bef√ľrchtungen, die eine solche Meldepflicht sch√ľre. "Biden hat mehrfach kommuniziert, dass er dem Krypto-Sektor an den Kragen will. Nun steigt die Angst vor h√§rteren Regularien und einer forcierten Besteuerung bei den Anlegern," sagt Emden ‚Äď schlie√ülich m√ľssten die gro√üen Investitionen Bidens auch bezahlt werden. Diese Sorgen n√§hmen den Anlegern aktuell "die Luft zum Atmen".

Gleichzeitig ebbt die Angst vor China nicht ab. Das Land war in diesem Jahr unter anderem mehrfach hart gegen die Miner der Währung vorgegangen, da diese viel Strom verbrauchen. Emden sieht Zeichen, dass China diesen strikten Kurs weiter verschärfen könnte.

Zinserh√∂hungen w√ľrden Kryptow√§hrungen schw√§chen

Zudem fallen einige Faktoren in diesen Tagen weg, die Bitcoin und andere W√§hrungen die vergangenen Wochen angetrieben haben. Die Inflationsrisiken hatten etwa zuletzt viele Anleger unter anderem zu Kryptow√§hrungen als alternative Anlage getrieben, nun stehen die Anzeichen bei der US-Notenbank Fed immer mehr auf einen Wechsel der Geldpolitik. "Kommt es im kommenden Jahr zu Zinserh√∂hungen, w√ľrde das Kryptow√§hrungen unattraktiver machen", erkl√§rt Emden.

H√∂here Zinsen w√ľrden zudem die Inflation senken und es w√ľrde f√ľr Anleger wieder interessanter werden, Gelder in festverzinste Anlagen zu investieren. Das Risiko der Kryptow√§hrungen d√ľrften dann weniger Menschen eingehen. "Die Luft ist erst einmal raus", res√ľmiert Emden.

Das bedeute aber nicht, dass Anleger das Jahr abschreiben k√∂nnten. Im Gegenteil: Im November d√ľrfte die Kryptow√§hrung etwas schw√§cheln, aber im Dezember rechnet der Experte mit einem erneuten Anstieg. Bereits in der Vergangenheit hat Bitcoin saisonal zu Jahresende zugelegt und die Aufw√§rtsbewegung bis in die ersten Wochen des neuen Jahres mitgenommen.

Neue Allzeithochs zum Jahresende möglich

"Auch dieses Jahr stehen die Fundamentalwerte daf√ľr gut", meint Emden ‚Äď trotz der aktuellen Schwierigkeiten. Zu gro√üer Euphorie sollten Kunden aber dabei nicht erliegen. "Spitzenwerte von 70.000, vielleicht sogar 80.000 Dollar halte ich noch f√ľr realistisch, aber Prognosen von 100.000 Dollar sind zu ambitioniert".

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Auch f√ľr andere Werte wie Ether sieht Emden zum Jahresende gute Chancen f√ľr eine neue Aufw√§rtsbewegung. Einige Coins k√∂nnten in ihrer Dynamik dabei den Bitcoin sogar √ľberholen, sch√§tzt Emden. "Ether erh√§lt voraussichtlich im kommenden Jahr ein wichtiges technisches Upgrade. Damit hat die W√§hrung mehr Kurspotenzial als Bitcoin."

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