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GeldKarte: Guthaben auf Karte laden – warum sich das nicht mehr lohnt


Aufladbares Guthaben  

Warum sich die Geldkarte nicht mehr lohnt

21.01.2021, 23:06 Uhr
GeldKarte: Guthaben auf Karte laden – warum sich das nicht mehr lohnt. Touchscreen eines Geldautomaten (Symbolbild): Die GeldKarte kann man am Automaten aufladen. (Quelle: imago images/Michael Weber)

Touchscreen eines Geldautomaten (Symbolbild): Die GeldKarte kann man am Automaten aufladen. (Quelle: Michael Weber/imago images)

Die Geldkarte soll unkompliziertes Bezahlen ohne Kleingeld ermöglichen. Doch viele Händler akzeptieren die Karte nicht. Auch einige Banken haben angekündigt, die Karte einzustellen. Doch warum?

Die Situation kennen viele: Beim Bezahlen des Parktickets findet sich kein Kleingeld im Geldbeutel. Hier könnte die Geldkarte zum Einsatz kommen, eine Guthabenkarte, die sich gerade zum Begleichen kleiner Beträge anbietet.

Doch immer weniger Händler und Anbieter akzeptieren die Karte. Deshalb stellen viele Banken die Funktion ein. Warum das so ist und ob sich die Geldkarte noch lohnt – t-online beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist die Geldkarte?

Die Geldkarte (Eigenschreibweise: "GeldKarte") ist ein Prepaid-Zahlungsmittel, das von den Banken und Sparkassen in Deutschland Ende der 1990er-Jahre ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich bei der Geldkarte also um eine Guthabenkarte. Sie können diese aufladen und anschließend mit ihr bezahlen.

Die Geldkarte soll insbesondere Kleingeld ersetzen, weshalb sie bisweilen auch "elektronische Geldbörse" genannt wird. Der Clou: Anders als bei EC- oder Kreditkarten müssen Sie beim Bezahlen per Geldkarte keinen PIN eingeben oder unterschreiben.

Allerdings gibt es dabei ein großes Problem. Mit der Geldkarte können Sie nicht überall bezahlen, im Gegenteil. Seit einigen Jahren stellen immer mehr Händler die Möglichkeit ein, mit der Geldkarte zahlen zu können. Ohnehin gilt: Sie können die Geldkarte nur innerhalb Deutschlands nutzen.

Auch viele herkömmliche EC-Karten verfügen über die Geldkarten-Funktion. Sie erkennen dies an dem Geldkarten-Logo auf der Rückseite der Karte.

Logo der GeldKarte: Das finden Sie auch auf vielen Girokarten. (Quelle: imago images/photothek)Logo der GeldKarte: Das finden Sie auch auf vielen Girokarten. (Quelle: photothek/imago images)

Mit der Geldkarte häufig verbunden ist die sogenannte "girogo"-Funktion. Sie ermöglicht das kontaktlose Zahlen mit der Geldkarte.

Wie kann ich die Geldkarte aufladen?

Um die Geldkarte aufzuladen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Die gängigsten im Überblick:

  • Geldautomat: Der klassische Weg. Sie stecken Ihre Geldkarte in den Geldautomaten, klicken auf "Geldkarte, girogo laden" und laden Ihre Karte mithilfe Ihres Girokontos auf.
  • Giropay: Hierzu benötigen Sie Zugang zu dem Online-Banking-Portal Ihrer Bank sowie einen Chipkartenleser. Außerdem müssen Sie die Software "girogo laden" herunterladen.
  • Bargeld: Auch gegen Bargeld können Sie Ihre Geldkarte aufladen. Das geht jedoch nicht überall, sondern nur etwa in Stadions.

Beachten Sie: Das Aufladelimit der Geldkarte beträgt 200 Euro. Das soll Missbrauch verhindern. Denn: Geht Ihre Geldkarte verloren, kann jeder, der sie findet ohne Pin nutzen.

Lohnt sich die Geldkarte noch?

Nein, eher nicht. Denn viele Händler haben mittlerweile die Bezahlfunktion eingestellt. Ohnehin gab es von Anfang an nicht besonders viele Firmen, bei denen man mit der Geldkarte zahlen konnte.

Mit dem Siegeszug des kontaktlosen Bezahlens oder dem Zahlen mit dem Smartphone wurde die Geldkarte immer weniger genutzt. In der Folge stellten auch viele Banken die Ausgabe der Geldkarte ein. So geben die Sparkassen seit Juli 2020 keine EC-Karten mehr aus, die die Geldkarten-Funktion sowie die "girogo"-Funktion besitzen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • bezahlen.de
  • geldkarte.de
  • sparkasse.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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