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Solarenergie: Nächste Pleite in der Solarbranche


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Nächste Pleite in der Solarbranche

Von dpa-afx
Aktualisiert am 21.03.2012Lesedauer: 2 Min.
Das nächste Unternehmen aus der Solarbranche ist pleite
Das nächste Unternehmen aus der Solarbranche ist pleite (Quelle: dpa-bilder)
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Das Aussterben von Firmen in der Solarbranche geht weiter. Nachdem es in der Vergangenheit bereits Solon und Solar Millennium, am Dienstag dann den Windkraftzulieferer Siag, erwischt hat, meldet nun das nächste Solar-Unternehmen Insolvenz an: Die Solarhybrid AG aus dem Sauerland.

Das 2008 an die Börse gegangene Unternehmen teilte am Firmenhauptsitz in Brilon mit, dass beim Amtsgericht Arnsberg wegen Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt wurde.

Im Oktober 2011 war alles noch in Ordnung

Solarhybrid ist auf den Bau von großen Solarstrom-Kraftwerken spezialisiert. Die gesamte Branche leidet unter Überkapazitäten und sinkender Förderung. Das Unternehmen selbst hatte im Oktober 2011 noch Optimismus verbreitet und Zuwächse für 2012 in Aussicht gestellt. Zudem schrieb das Unternehmen in den ersten neun Monaten schwarze Zahlen. Offenbar hat es sich aber bei der Finanzierung von Großprojekten übernommen.

Nicht nur Solarhybrid hat Schwierigkeiten

Das Unternehmen ist ein vergleichsweise kleiner Vertreter der Branche. Die Krise hat jedoch schon längst auch die großen Solar-Unternehmen erfasst. So kämpfen Conergy und Q-Cells ums Überleben und auch der einst stets strahlende und optimistisch in die Zukunft blickende SolarWorld-Chef Frank Asbeck warnt inzwischen vor dauerhaft schweren Zeiten.

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SolarWorld: Kein Unternehmen schreibt mehr schwarze Zahlen

"Wenn die Kürzung so durchgeht, ist die gesamte Branche gezwungen, unter ihren Kosten zu verkaufen. Das halten wir nicht lange durch", sagte Asbeck zu "Focus Online". Es gebe in der gesamten Branche kein Unternehmen mehr, das noch schwarze Zahlen schreibe, so der SolarWorld-Chef weiter. Das gelte auch für die chinesischen Hersteller.

In fünf Jahren alle deutschen Solarunternehmen weg?

Noch drastischer schätzt Klaus-Dieter Maubach, Technologie-Vorstand beim Energieversorger E.ON die Lage ein: Deutschlands Solar-Industrie werde in den kommenden fünf Jahren angesichts des Wettbewerbs aus China "verschwinden". Nicht ein einziger Arbeitnehmer werde dann noch bei den deutschen Solarunternehmen arbeiten, denn die seien dann alle pleite, wird Maubach zitiert.

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