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Trotz Niedrigzinsen: Verbraucherschützer warnen vor Bausparverträgen


Trotz Niedrigzinsen  

Verbraucherschützer warnen vor Bausparverträgen

25.08.2013, 20:01 Uhr | AFP, t-online.de

Trotz Niedrigzinsen: Verbraucherschützer warnen vor Bausparverträgen. Nicht von günstigen Vertrags-Konditionen blenden lassen - Bausparen nicht erste Wahl (Quelle: Archiv)

Neue EU-Richtlinien für Immobilienkredite sollen auch Kunden zugute kommen (Quelle: Archiv)

Die Bausparkassen locken derzeit mit historisch günstigen Zinsen, eine Immobilie lässt sich vermeintlich zu Schnäppchenpreisen finanzieren. Doch Verbraucherschützer raten trotz aktueller Mini-Zinsen vom Abschluss eines Bausparvertrages ab. "Alle, die heute solchen günstigen Darlehenszinsen hinterher jagen, müssen sich das über miserable Guthabenzinsen teuer erkaufen", sagte Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Bauzinsen mit leichtem Aufwärtstrend

Nachdem im Frühsommer 2013 das Baugeld für eine zehnjährige Festschreibung seinen historischen Tiefstpunkt erreicht hatte, war zuletzt wieder ein leichter Aufwärtstrend bei den Bauzinsen erkennbar.

Derweil boomt der Wohnungsbau in Deutschland wegen der Niedrigzinsen. Der Branchenverband der Privaten Bausparkassen verbuchte laut dem am Sonntag veröffentlichten Bericht für das erste Halbjahr 2013 ein Plus von mehr als 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Zu wenig Kenntnisse über Bausparen

Zu Bausparverträgen sagte Christian Schmid-Burgk von der Hamburger Verbraucherzentrale: "Die meisten, die einen Bausparvertrag unterschreiben, verstehen gar nicht, was sie da kaufen."

Bei Bausparverträgen gibt es in der Regel zwei Phasen: Zunächst zahlt der Kunde über eine längere Zeit eine bestimmte Summe ein und erhält dafür - vergleichsweise niedrige - Zinsen. Später wird das Geld als Kapital für den Immobilienkauf entnommen. Die Bausparkasse gewährt zugleich ein Darlehen zu ebenfalls vergleichsweise niedrigen Zinsen, dass dann in Raten abbezahlt wird.

Besser festen Zinssatz langfristig sichern

Die Verbraucherschützer raten laut "Spiegel" als Alternative zur Hausfinanzierung zu einem Annuitäten-Darlehen. Dabei vereinbaren Kunde und Bank über einen langen Zeitraum einen festen Zinssatz. Für eine sichere Geldanlage empfehlen sie einen Banksparplan, bei dem Verbraucher normalerweise monatlich einen festen Betrag auf ein verbleichsweise höher verzinstes Sparkonto einzahlen.


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