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Studie: Chefs halten Mitarbeiter für gelangweilt

Chefs befragt  

Warum Langeweile im Job schädlich ist

12.01.2018, 07:04 Uhr | Robert Half, dpa-tmn

Studie: Chefs halten Mitarbeiter für gelangweilt. Mitarbeiter nickt im Meeting im Sitzen ein (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/g-stockstudio)

Manager vermuten, ihre Mitarbeiter langweilen sich am meisten wegen vieler oder zu schlechter Meetings. (Quelle: g-stockstudio/Thinkstock by Getty-Images)

Viele Berufstätige in Deutschland langweilen sich bei der Arbeit – sagen zumindest ihre Vorgesetzten. Das geht aus einer Umfrage hervor. Hier erfahren Sie, was die häufigsten Gründe sind – und wie man sie beheben kann.

Statt Hektik und Überforderung herrscht in deutschen Büros phasenweise pure Langeweile. 56 Prozent der Manager glauben laut einer aktuellen Studie, dass Mitarbeitern in ihrem Unternehmen pro Woche bis zu acht Stunden langweilig ist. Nur 40 Prozent der Führungskräfte glauben, dass ihr Team nie Däumchen dreht.

Vermutete Gründe: zu viele oder zu schlechte Meetings 

Grund für die unterstellte Langeweile ist eher nicht, dass es zu wenig zu tun gibt – das denken nur 17 Prozent der Führungskräfte. Und nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) hält sich selbst für schuldig, vermutet also schlechtes Management hinter der Langeweile.

Die am häufigsten genannten Gründe sind stattdessen zu viele oder zu schlechte Meetings sowie nicht ausreichend fordernde Aufgaben: Diese Gründe nennt jeweils ein knappes Drittel der Umfrageteilnehmer (30 Prozent).

Für die Studie hat Market Probe im Auftrag des bei dem auf Fach- und Führungskräfte spezialisierten Personaldienstleisters Robert Half im Januar 2017 rund 500 Manager in Deutschland befragt.

Langeweile könnte leicht behoben werden

"Dass über die Hälfte der befragten Manager Langeweile in den Reihen ihrer Angestellten vermutet, hat uns überrascht", sagt Thomas Hoffmann, Director North beim Personalvermittlers Robert Half, "zumal einige der angeführten Ursachen mit vergleichsweise wenig Aufwand behoben werden könnten. Routinearbeiten etwa könnten im Team regelmäßig neu verteilt oder mit externer Unterstützung abgearbeitet werden. Neue Herausforderungen können Manager schaffen, indem sie Mitarbeitern sukzessive mehr Verantwortung übertragen und sie ermutigen, selbst Lösungen zu finden."

Was gelangweilte Mitarbeiter tun können

Mehr Abwechslung im Job liegt allerdings nicht nur in der Verantwortung der Chefs. Auch Arbeitnehmer können mit konkreten Maßnahmen akuter und dauerhafter Langeweile entgegentreten, rät Hoffmann:

  1. Jeder sollte sich fragen: Warum bin ich gelangweilt? Warum finde ich meine Arbeit nicht interessant? Liegt es an Unterforderung oder gibt es andere Gründe? Was fehlt mir, um eine spürbare Verbesserung herbeizuführen?
  2. Gelangweilte Mitarbeiter sollten das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen und den Wunsch nach Veränderung äußern. Dabei lösen konkrete Vorschläge für eine gezielte Weiterbildung, eine neue Herausforderung oder eine andere Tätigkeit innerhalb des Unternehmens am schnellsten das Problem.
  3. Finden sich keine Möglichkeiten, die Arbeit abwechslungsreicher zu gestalten oder sich intern neuen Herausforderungen zu stellen, sollte ein Jobwechsel in Betracht gezogen werden. Mitarbeiter sollten sich nicht prinzipiell verbieten, über einen Jobwechsel nachzudenken, sondern diesen – falls erforderlich – als gleichberechtigte Lösung in Betracht ziehen.

Bore-out-Syndrom und Depressionen können die Folge sein

"Dauerhafte Langeweile kann genauso schädlich sein wie dauerhafter Stress", erklärt Hoffmann. "Mitarbeiter, die sich langweilen, empfinden Druck, den sie sich selbst auferlegen. Außerdem stellen sich Resignation und Lethargie ein, wenn Anerkennung und Wertschätzung ausbleiben. Im schlimmsten Fall sind das Bore-out-Syndrom und Depressionen die Folge."

Eine sinnstiftende Tätigkeit macht glücklich

Dagegen kann eine professionelle Jobberatung und -vermittlung sehr schnell zu einer Lösung führen. "Viele Bewerber kommen mit dem Wunsch zu uns, eine abwechslungsreiche Arbeit zu finden, die den individuellen Qualifikationen und dem Wunsch nach sinnstiftenden Aufgaben viel eher entspricht", so Hoffmann.

Eine sinnvolle Tätigkeit und das Gefühl, im Beruf etwas zu leisten, sind wiederum zwei der wichtigsten Faktoren für das Glück am Arbeitsplatz, wie eine weitere Studie von Robert Half belegt. Hoffmann: "Hier wird ganz deutlich: Eine Veränderung kann viele Vorteile haben – für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer."

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