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Aktivisten legten Wirtschaftsbosse mit Fake-Amt rein

  • Lars Wienand
Von Lars Wienand

Aktualisiert am 03.08.2020Lesedauer: 3 Min.
Falsches Bundesamt: Die GesprĂ€chspartnerin "Frau Kohlmann", die mit einer Kollegin vom angeblichen Bundesamt fĂŒr Krisenschutz und Wirtschaftshilfen hochrangigen WirtschaftsfĂŒhrern Fragen stellte, gehört tatsĂ€chlich zum "Peng"-Kollektiv.
Falsches Bundesamt: Die GesprĂ€chspartnerin "Frau Kohlmann", die mit einer Kollegin vom angeblichen Bundesamt fĂŒr Krisenschutz und Wirtschaftshilfen hochrangigen WirtschaftsfĂŒhrern Fragen stellte, gehört tatsĂ€chlich zum "Peng"-Kollektiv. (Quelle: Screenshot)
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Was verraten Wirtschaftsbosse, wenn die Politik nach Strategien fĂŒr die Zukunft fragt und mit Geld winkt? Mit einer gefĂ€lschten Webseite haben AktionskĂŒnstler unverblĂŒmte Antworten bekommen.

Mit einer professionell wirkenden Webseite eines vermeintlichen "Bundesamts fĂŒr Krisenschutz und Wirtschaftshilfe" ("BAKW") haben Mitglieder des "Peng"-Kollektivs offenbar Zugang zu Wirtschaftsbossen bekommen. Die Aktivistengruppe hat in der Vergangenheit unter anderem schon den Bundeswahlleiter mit einer gefĂ€lschten Seite in helle Aufregung versetzt. Jetzt wurden Chef-Etagen großer Unternehmen getĂ€uscht.

Die neue Seite des nicht existierenden Bundesamts war zunĂ€chst ein RĂ€tsel, nachdem der heute in der Krisen-PR tĂ€tige frĂŒhere "Bild"-Chef Kai Diekmann darauf aufmerksam gemacht hatte. Sie wirkte sehr echt, das Wirtschaftsministerium selbst vermutete zunĂ€chst sogar BetrĂŒger, die in der Corona-Krise Geld machen wollen. Recherchen von Netzpolitik.org legten nahe, dass es anders ist.

"Klingelstreich beim Kapitalismus"

Das hat sich jetzt bestĂ€tigt: "Peng" hat sich bekannt und nennt die Aktion einen "Klingelstreich beim Kapitalismus". Es ging der Gruppe von AktionskĂŒnstlern und Journalisten offenbar darum, mit dieser Tarnung die Einstellung von fĂŒhrenden Managern fĂŒr "radikalen Wandel" abzufragen.

Was sagt ein Wirtschaftsboss zu der Frage, ob vermeintlich immerwĂ€hrendes Wachstum nicht auf Kosten der Zukunft geht? Und wie steht er zu dem Gedanken, dass eine Beteiligung des Staats wichtig sein könnte, um das Gemeinwohl stĂ€rker zu berĂŒcksichtigen? Vom vermeintlichen Bundesamt, das kĂŒnftige Förderstrategien entwirft, wurden Unternehmen mit derartigen Fragen konfrontiert.

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"Bundesamt fĂŒr Krisenschutz und Wirtschaftshilfe": Auf der Seite fand sich unter anderem ein Zitat von Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Daten fĂŒhrten zu seinem Ministerium.
"Bundesamt fĂŒr Krisenschutz und Wirtschaftshilfe": Auf der Seite fand sich unter anderem ein Zitat von Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Daten fĂŒhrten zu seinem Ministerium. (Quelle: Screenshot)

Das (echte) Bundeswirtschaftsministerium berichtete, dass dort mehrere Unternehmen die Kontaktaufnahme gemeldet hatten. Peng hat es nach eigenen Angaben bei 30 Großunternehmen und Konzernen versucht, "etliche" hĂ€tten Telefontermine vereinbart. Nach Informationen von t-online.de sind darunter mehrere Dax-Unternehmen. Auf der gefĂ€lschten Internetseite waren die Befragungen angekĂŒndigt worden.

RWE-Chef ein "Wachstumsaktivist"

Antworten hatte etwa der Vorstandsvorsitzende von RWE, Rolf Martin Schmitz, gegeben. Das hat der reingelegte Wirtschaftsboss selbst danach der "Welt" gesagt. Das GesprĂ€ch habe nach Fragen von Umweltaktivisten geklungen, berichtete die Zeitung. "Peng" ist allerdings zu vielen gesellschaftlichen Themen aktiv. Jean Peters von "Peng" erklĂ€rte gegenĂŒber t-online.de: "Der Aktivist ist hier der RWE-Vorsitzende, er ist ein Wachstums-Aktivist."

Das wĂŒrden die Inhalte des GesprĂ€chs zeigen, die "Peng" am Mittwoch mit Infos zu weiteren GesprĂ€chen veröffentlichen werde. Man habe die Unternehmen damit erst konfrontieren wollen. Unter einer Ă€hnlichen Adresse wie die der vom Netz genommenen Seite des falschen Bundesamts BAKW soll es dann die Einblicke geben. Die neue Adresse setzt sich aus der alten Adresse und einem angehĂ€ngten "hahaha" zusammen, das gemeinhin fĂŒr Lachen steht.

Auch RWE-Seite gefÀlscht

Möglicherweise finden sich dann auch Aussagen des RWE-Chefs zum VerhĂ€ltnis von Erneuerbarer Energie zur Kohleenergie bei dem Energieriesen. Am Montag ging eine vermeintliche RWE-Seite online, die ein Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen mit weitreichenden Konsequenzen verkĂŒndete. Doch diese Seite ist ebenfalls eine FĂ€lschung, wie die RWE-Pressestelle mitteilte.

Wer hier dahinter steckt, war zunĂ€chst unklar. Die angegebenen Kontaktdaten und das Impressum fĂŒhren zum RWE-Konzern. Unter anderem "Fridays for Future" verbreiteten die Seite.

GefÀlschte RWE-Seite: Dort wird unter anderem der Maschinenpark des Tagesbaus Garzweiler II zum Verkauf angeboten.
GefÀlschte RWE-Seite: Dort wird unter anderem der Maschinenpark des Tagesbaus Garzweiler II zum Verkauf angeboten. (Quelle: Screenshot)

Sie kam auch fĂŒr Peng ĂŒberraschend, so Peters zu t-online.de. "Damit haben wir nichts zu tun, ich wusste davon nichts. Aber es freut uns, dass auch Andere drĂ€ngende Fragen in dieser Form thematisieren."

Auf der Seite bekennt sich vermeintlich RWE zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens, verkĂŒndet die Aufgabe des Baunkohletagebaus Garzweiler II und erklĂ€rt, bis 2025 klimaneutral sein zu wollen. RWE erklĂ€rte, konsequent gegen unwahre Behauptungen ĂŒber das Unternehmen vorgehen zu wollen. Klimaneutral werde das Unternehmen 2040 sein – so die Hoffnung.

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