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Gutachten: Corona-Krise trifft deutsche Wirtschaft stärker als erwartet


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Forscher: Corona-Krise trifft deutsche Wirtschaft stärker als erwartet

Von t-online, mak

Aktualisiert am 14.10.2020Lesedauer: 1 Min.
Thyssenkrupp-Stahlwerk in Duisburg-Marxloh (Symbolbild): Die deutschen Ökonomen sind pessimistischer als noch im Frühjahr.
Thyssenkrupp-Stahlwerk in Duisburg-Marxloh (Symbolbild): Die deutschen Ökonomen sind pessimistischer als noch im Frühjahr. (Quelle: Jochen Tack/imago-images-bilder)
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Die deutsche Wirtschaft erholt sich von der Corona-Krise. Das ist das Ergebnis einer Prognose der führenden deutschen Ökonomen. Doch diese Erholung ist mühsam – und sehr unsicher.

Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute erwarten in diesem Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 5,4 Prozent. Im kommenden Jahr gehen sie von einem Zuwachs um 4,7 Prozent aus.

Das teilten die fünf Institute am Mittwoch mit. Sie legen im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zwei Mal im Jahr ihre sogenannte Gemeinschaftsdiagnose vor.

Mit der jetzigen Prognose korrigierten sie ihre Erwartung vom Frühjahr deutlich nach unten. Im April hatten die Ökonomen in ihrem Frühjahrsgutachten noch vorausgesagt, dass die Wirtschaftsleistung aufs ganze Jahr gesehen um 4,2 Prozent schrumpfen werde; 2021 sollte das Bruttoinlandsprodukt aber um 5,8 Prozent wachsen.

"Ein Gutteil des Einbruchs aus dem Frühjahr ist zwar schon aufgeholt, aber der verbleibende Aufholprozess stellt die mühsamere Wegstrecke zurück zur Normalität dar", sagte Stefan Kooths, Konjunkturchef des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW).

Hohe Unsicherheit wegen steigender Infektionszahlen

Die Forscher gehen davon aus, dass erst Ende 2021 das Vorkrisenniveau erreicht sein wird, also letztlich die Wirtschaftsleistung von 2019. Dieses Niveau liegt aber 2,5 Prozent unter dem, was ohne die Corona-Pandemie erbracht worden wäre.

Erst Ende 2022 werde die Wirtschaft dann wieder normal ausgelastet sein, so die Ökonomen. Die Forscher geben aber zu bedenken, dass ihre Prognose unsicher sei – angesichts steigender Infektionszahlen.

An der Gemeinschaftsdiagnose sind das IfW Kiel, die Leibniz-Institute für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) und Essen (RWI), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Münchner Ifo-Institut beteiligt.

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Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung der Gemeinschaftsdiagnose
  • Mit Material der Nachrichtenagentur AFP
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