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Corona-Krise: Takko bekommt keine Bürgschaft – droht jetzt die Insolvenz?


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Keine Bürgschaft von NRW – droht Takko jetzt die Insolvenz?

Von dpa
Aktualisiert am 08.03.2021Lesedauer: 1 Min.
Modediscounter Takko: Das Textilunternehmen muss ohne Landesbürgschaft durch die Pandemie kommen.
Modediscounter Takko: Das Textilunternehmen muss ohne Landesbürgschaft durch die Pandemie kommen. (Quelle: Guido Kirchner/dpa-bilder)
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Mehrere Millionen Euro hatte der Modediscounter beantragt, doch nun ist klar: Aus den Landeshilfen wird nichts. Findet Takko keine Alternative, könnte es brenzlig werden.

Die Verhandlungen des Modediscounters Takko mit dem Land Nordrhein-Westfalen über eine Bürgschaft über mehrere Millionen Euro sind nach Angaben des Unternehmens "de facto gescheitert". Takko müsse sich "nun um eine andere Lösung bemühen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern", hieß es in einer Mitteilung am Montag.


Diese Firmen sind in der Corona-Krise in Schieflage geraten

Adler-Modemärkte: Die Textilkette hat ihr Insolvenzverfahren Ende August 2021 beendet. Bis zu 500 der insgesamt 3.100 Arbeitsplätze fallen weg, rund 30 Filialen sind von Schließungen betroffen, wie ein Sprecher des neuen Eigentümers Zeitfracht Gruppe am Dienstag sagte. Das Insolvenzverfahren war im Januar beantragt und am 1. Juli eröffnet worden.
Nobiskrug: Die insolvente Rendsburger Traditionswerft Nobiskrug wurde im Juli 2021 von der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) übernommen – und ist damit gerettet. Nahezu alle 300 Arbeitsplätze blieben erhalten, hieß es. Nobiskrug hatte im April diesen Jahres einen Insolvenzantrag gestellt. Die Werft hat unter anderem die "SY A" gebaut (auf dem Bild), die als als einer der größten Luxusjachten der Welt gilt.
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Der derzeitige Lockdown habe das vor der Pandemie "kerngesunde Unternehmen" in eine "wirtschaftliche Extremsituation gebracht". Die zuletzt geltenden Beschränkungen hätten Takko "Woche für Woche zehn Millionen Euro gekostet", teilte das Unternehmen mit.

Interims-Vorstandschef Karl-Heinz Holland sagte: "Ich bin mehr als enttäuscht darüber, dass uns das Land NRW in dieser Situation nicht unterstützt." Die Bürgschaft hätte dem Unternehmen "wieder Luft zum Atmen verschafft, um kurzfristig die operativen Kosten zu decken. Um mehr wäre es nicht gegangen." Nach Angaben von Takko waren die Bedingungen einer von Land und Bund beauftragten Wirtschaftsprüfungsfirma nicht zu erfüllen gewesen.

Eine Reaktion der Landesregierung stand zunächst noch aus. Zahlreiche Unternehmen haben seit der Corona-Pandemie eine Bürgschaft beantragt. Die bisher prominenteste war jene für Schalke 04. Nach Angaben des Fußball-Bundesligisten aus dem Sommer war die Bürgschaft genehmigt worden. Die Höhe wurde offiziell nicht bekannt gemacht, lag dem Vernehmen nach aber bei rund 31 Millionen Euro.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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