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Bauchfett: Mit diesen Tipps schmilzt der Bauchspeck wirklich

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Experte gibt Tipps  

So schrumpft das riskante Bauchfett wirklich

21.05.2018, 09:03 Uhr | Ann Kathrin Landzettel, t-online.de

Bauchfett: Mit diesen Tipps schmilzt der Bauchspeck wirklich. Gut genährter Bauch einer Frau. (Quelle: Getty Images/undefined undefined)

Bauchfett ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Es belastet auch die Gesundheit – mit jedem zusätzlichen Zentimeter. (Quelle: undefined undefined/Getty Images)

"Eigentlich bin ich zufrieden mit meiner Figur, aber mein Bauch…" Viele haben diesen Satz schon einmal resigniert ausgesprochen, weil der Rettungsring einfach nicht verschwinden will. Dabei ist Bauchfett nicht nur ein optisches Problem, es schadet auch Ihrer Gesundheit.

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Wir haben einen Experten für Übergewicht gefragt, ab welchem Bauchumfang es kritisch wird und wie man den lästigen Speck endlich los wird.

Rettungsringe sind nie gesund

"Auch wenn sich der Mythos hartnäckig hält – es gibt kein gesundes Übergewicht", stellt Professor Hans Hauner, Ärztlicher Direktor am Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der TU München und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG), gleich zu Beginn klar. "Übergewicht erhöht nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen, sondern belastet immer auch die Gelenke."

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Je höher der Fettanteil, desto größer die Risiken

Als kritisch wird vor allem Bauchfett angesehen. Es ist zum einen besonders stoffwechselaktiv, zum anderen hat jeder Mensch eine ganze Menge davon – selbst schlanke Personen. "Zehn bis 15 Prozent der Gesamtfettmasse befindet sich bei einem normalen Menschen im Bauchraum", erklärt Hauner. Je mehr Fett da ist, desto aktiver werden auch die entzündungsauslösenden Faktoren." Sie bewirken, dass es zu chronischen Entzündungen kommt und sie sind verantwortlich dafür, dass die Betroffenen häufig Diabetes Typ 2 bekommen. 

"Wo Rettungsringe sind, ist auch gefährliches Bauchfett"

Doch kann ein Laie erkennen, ob es sich bei dem eigenen Bauchfett um das riskante viszerale Bauchfett oder um das harmlosere Unterhautfett handelt? "Das geht nur mit aufwändigen Untersuchungen, etwa mit Hilfe eines Computertomographen", erklärt der Experte. "Aber Sie können davon ausgehen, dass da, wo Rettungsringe sind, auch viszerales Bauchfett ist."

Wie Sie Ihren Bauchumfang richtig messen, erfahren Sie hier.

Wer sich fragt, ob die überflüssigen Pfunde seinem Körper zu schaffen machen, solle zu einem Arzt gehen und neben dem Blutdruck auch die Blutfettwerte und den Blutzucker messen lassen, rät Hauner. Das sei der beste Weg, um das eigene Gesundheitsrisiko festzustellen.

Männer gefährdeter als Frauen

Bereits ab einem Taillenumfang von mehr als 80 Zentimetern bei Frauen und über 94 Zentimetern bei Männern ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen wie etwa Diabetes erhöht, weiß Hauner. Das viszerale Fett belastet zudem die Leber, was weitere Entzündungsreaktionen im Körper zur Folge hat. Besonders Männer seien gefährdet, da sie generell mehr Fett im Bauchbereich einlagern als Frauen.

"Viszerales Bauchfett ist leichter abbaubar als Unterhautfett"

Es lohnt sich also, den Kilos den Kampf anzusagen. Und es gibt Hoffnung. Entgegen der weitläufigen Meinung ist es laut dem Experten sogar besonders leicht, das viszerale Fett wieder loszuwerden. Das liegt daran, dass es sehr aktiv im Stoffwechsel ist. Doch das klappt nur, wenn man auf eine entscheidende Faustregel achtet.

Das Einzige, was zählt, sind die Kalorien

"Vergessen Sie die Mythen von dickmachendem Obst, Lebensmitteln, die angeblich Fett verbrennen, schlimmen Kohlenhydraten und fiesem Zucker“, sagt der Experte. "Das Einzige, was zählt, ist die Energiebilanz. Wer mehr Kilokalorien aufnimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Immer."

Zucker, Fett, Kohlenhydrate: Alles macht gleich dick

Dabei spiele es keine Rolle, ob die Kalorien in Form von Zucker, Fett, Kohlenhydraten oder Eiweiß in den Körper gelangt seien. "Alles was zu viel ist, wird in den Fettzellen gespeichert und lagert sich zu gleichen Teilen an Beinen, Po und im Bauchraum ein", betont der Experte.

Mit jedem Kilo verschwindet ein Zentimeter Taillenumfang

Nur wenn dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden, als er braucht, nehmen wir ab. "Studien haben gezeigt, dass mit jedem Kilo, das wir verlieren, auch der Taillenumfang um etwa einen Zentimeter schrumpft, sagt Hauner. Mit einer Kalorienreduktion lassen sich also gute Erfolge erzielen.

"Abnehmen mit Sport allein ist schwierig"

Mit Sport ist das schon schwieriger. "Sie müssen eine Stunde joggen, um 500 Kilokalorien zu verbrennen. Um das Resultat einer Formula-Diät mit einem Diätpulver zu erreichen, müssten Sie täglich sogar drei bis vier Stunden laufen gehen – das ist kaum machbar", sagt der Experte.

Besser: Kombination aus Kalorienreduktion und Sport

Trotzdem rät der Experte zu einer Kombination aus Ernährungsumstellung und Sport. Denn wer Muskeln aufbaut und den Stoffwechsel anregt, verbrennt auch im Ruhezustand mehr Kalorien. "Zudem stärkt Bewegung das Herz-Kreislauf-System, hält uns metabolisch fit und hilft, Abnehmerfolge besser zu halten."

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