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Bauchfett: Mit diesen Tipps schmilzt der Bauchspeck wirklich

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Experte gibt Tipps  

So schrumpft das riskante Bauchfett wirklich

31.07.2018, 08:00 Uhr | Ann Kathrin Landzettel, t-online.de

Women body fat with hand holding excessive belly fat (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Getty Images)
So werden Sie ihr Bauchfett wieder los!

Der Speckgürtel um die Mitte ist nicht nur wenig schön, sondern auch schlecht für den Körper. Gesundheits-Expertin Charlotte Karlinder verrät, wie Sie ihn wieder los werden. (Quelle: SAT.1)

Bauchfett: Der Speckgürtel um die Mitte ist nicht nur wenig schön, sondern auch schlecht für den Körper.(Quelle: SAT.1)


Bauchfett ist nicht nur ein optisches Problem, es schadet auch Ihrer Gesundheit. Ab wann das viszerale Fett gefährlich ist und wie man Bauchfett loswerden kann.

Übergewicht ist immer ungesund

"Auch wenn sich der Mythos hartnäckig hält – es gibt kein gesundes Übergewicht", sagt Professor Hans Hauner, Ärztlicher Direktor am Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der TU München und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) "Übergewicht erhöht nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen, sondern belastet immer auch die Gelenke."

Warum Bauchfett gefährlich ist

Als kritisch wird vor allem Bauchfett angesehen. Es ist zum einen besonders stoffwechselaktiv, zum anderen hat jeder Mensch eine ganze Menge davon – selbst schlanke Personen. "10 bis 15 Prozent der Gesamtfettmasse befindet sich bei einem normalen Menschen im Bauchraum", so Hauner. Je mehr Fett da ist, desto aktiver werden auch die entzündungsauslösenden Faktoren." Sie bewirken, dass es zu chronischen Entzündungen kommt. Das viszerale Fett setzt aber auch Fettsäuren frei und schüttet Hormone aus. Langfristig kann das verschiedene Folgen haben.

So begünstigt Bauchfett folgende Krankheiten:

  • Herzinfarkt
  • Bluthochdruck
  • Schlaganfall
  • Arteriosklerose
  • Diabetes
  • Thrombosen
  • Alzheimer
  • Krebs

Wie Bauchfett gemessen wird

Doch kann ein Laie erkennen, ob es sich bei dem eigenen Bauchfett um das riskante viszerale Bauchfett oder um das harmlosere Unterhautfett handelt? "Das geht nur mit aufwändigen Untersuchungen, etwa mithilfe eines Computertomografen", erklärt der Experte. "Aber Sie können davon ausgehen, dass da, wo Rettungsringe sind, auch viszerales Bauchfett ist."

Wie Sie Ihren Bauchumfang richtig messen, erfahren Sie hier.

Wer sich fragt, ob die überflüssigen Pfunde seinem Körper zu schaffen machen, solle zu einem Arzt gehen und neben dem Blutdruck auch die Blutfettwerte und den Blutzucker messen lassen, rät Hauner. Das sei der beste Weg, um das eigene Gesundheitsrisiko festzustellen.

Männer haben mehr Bauchfett als Frauen

Bereits ab einem Taillenumfang von mehr als 80 Zentimetern bei Frauen und über 94 Zentimetern bei Männern ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen wie etwa Diabetes erhöht. Das viszerale Fett belastet zudem die Leber, was weitere Entzündungsreaktionen im Körper zur Folge hat. Besonders Männer sind gefährdet, da sie generell mehr Fett im Bauchbereich einlagern als Frauen.

Bauchfett loswerden: Was wirklich hilft

Es lohnt sich also, den Kilos den Kampf anzusagen. Und es gibt Hoffnung. Entgegen der weitläufigen Meinung ist es laut Hauner sogar besonders leicht, das viszerale Fett wieder loszuwerden. Das liegt daran, dass es sehr aktiv im Stoffwechsel ist. Doch das klappt nur, wenn man auf eine entscheidende Faustregel achtet: Verbrauchen Sie mehr Kalorien, als Sie dem Körper zuführen. Nur dann nehmen Sie ab.

"Das Einzige, was zählt, ist die Energiebilanz", stellt Hauner klar. "Wer mehr Kilokalorien aufnimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Immer." Dabei spiele es keine Rolle, ob die Kalorien in Form von Zucker, Fett, Kohlenhydraten oder Eiweiß in den Körper gelangt seien. "Alles, was zu viel ist, wird in den Fettzellen gespeichert und lagert sich zu gleichen Teilen an Beinen, Po und im Bauchraum ein", betont der Experte. "Vergessen Sie die Mythen von dickmachendem Obst, Lebensmitteln, die angeblich Fett verbrennen, schlimmen Kohlenhydraten und fiesem Zucker." 

Bauchfett abbauen mit Sport und weniger essen 

Mit Sport allein ist das Abnehmen schwierig. "Sie müssen eine Stunde joggen, um 500 Kilokalorien zu verbrennen. Um das Resultat einer Formula-Diät mit einem Diätpulver zu erreichen, müssten Sie täglich sogar drei bis vier Stunden laufen gehen – das ist kaum machbar", sagt der Experte.

Hauner rät daher zu einer Kombination aus Ernährungsumstellung und Sport. Denn wer Muskeln aufbaut und den Stoffwechsel anregt, verbrennt auch im Ruhezustand mehr Kalorien. "Zudem stärkt Bewegung das Herz-Kreislauf-System, hält uns metabolisch fit und hilft, Abnehmerfolge besser zu halten."

Die besten Tipps gegen Bauchfett

  1. Meiden Sie einfache Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Chips, Fast Food, Limonaden und Alkohol
  2. Bevorzugen Sie Vollkornbrot und Vollkornnudeln, die den Blutzuckerspiegel nicht so schnell in die Höhe treiben
  3. Machen Sie dreimal pro Woche Ausdauersport für jeweils 45 Minuten. Sie sollten dabei außer Puste kommen und schwitzen
  4. Trainieren Sie ergänzend dazu die großen Muskelgruppen an Beinen, Po, Rücken und Bauch
  5. Nehmen Sie so oft wie möglich die Treppe statt den Aufzug
  6. Sorgen Sie für ausreichend Entspannung: Stresshormone führen ebenfalls dazu, dass Bauchfett eingelagert wird 

"Studien haben gezeigt, dass mit jedem Kilo, das wir verlieren, auch der Taillenumfang um etwa einen Zentimeter schrumpft", sagt Hauner. Mit einer Kalorienreduktion lassen sich also gute Erfolge erzielen und das gefährliche Bauchfett loswerden.

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