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Krampf und Schlaganfall werden häufig verwechselt

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Krampf und Schlaganfall werden häufig verwechselt

17.03.2017, 15:06 Uhr | t-online.de

Krampf und Schlaganfall werden häufig verwechselt. Eine Frau fast sich an den Kopf. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/Hemera Technologies)

Krampfanfälle treten im Alter häufiger auf (Quelle: Symbolbild/Hemera Technologies/Thinkstock by Getty-Images)

Ein leichtes Zucken im Gesicht, ein Nesteln der Hand, kurzes Wegdämmern - das können Anzeichen eines epileptischen Anfalls sein. Im Alter kommt dies häufiger vor als gedacht. Auch Ärzte missdeuten Krampfanfälle nicht selten etwa als Vorboten einer Demenz oder als kleinen Schlaganfall. Das Krampfleiden zählt neben dem Schlaganfall und der Demenz zu den häufigsten Erkrankungen im Alter.

Epileptische Anfälle meist periodisch wiederkehrend

Epilepsie ist mit einer Erkrankungswahrscheinlichkeit von rund einem Prozent in der Bevölkerung etwa so häufig wie Gelenkrheuma. Mittlerweile treten Epilepsien bei älteren Menschen öfter auf. Bereits ab dem 50. Lebensjahr nimmt die Erkrankungsrate zu. Ein epileptischer Krampfanfall hat keine erkennbare Ursache, wie beispielsweise eine Entzündung oder eine Vergiftung.

Aus neurologischer Sicht entladen sich eine Folge von Neuronengruppen gleichzeitig im Gehirn, was dann zu plötzlichen unwillkürlichen Verhaltens- oder Bewegunsstörungen führt. Dabei kann die betroffene Person das Bewusstsein verlieren. Da epileptische Anfälle periodisch wiederkehren können, sollten Betroffene darauf verzichten, Auto zu fahren oder allein Schwimmen zu gehen.

Epilepsie im Alter schwer zu erkennen

Besonders bei alleinlebenden, älteren Menschen dauert es generell sehr lange, bis eine Epilepsie erkannt wird. Und noch ein Problem: Wenn sie einen Anfall erleiden, ist meist niemand da, der helfen könnte. Oft werden epileptische Anfälle nicht erkannt, weil die Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit oder Vergesslichkeit auf den Alterungsprozess zurückgeführt werden.

Wenn während eines epileptischen Anfalls Arme oder Beine gelähmt sind, kann es vorkommen, dass der behandelnde Arzt dann fälschlicherweise einen Schlaganfall diagnostiziert. Gerade ältere Patienten profitieren von einer korrekten Diagnose, weil die dann mögliche Behandlung sie auch vor gefährlichen Stürzen schützt.

Anzeichen für Schlaganfall

Im Gegensatz dazu ist ein Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns, die Funktionen des Zentralen Nervensystems langfristig außer Kraft setzen kann. Erste Anzeichen eines Schlaganfalls können unter anderem Sehstörungen, Schwindel, Lähmungen sowie plötzlich auftretende Sprachstörungen sein. Meistens tritt eine halbseitige Lähmung des Gesichts oder der Gliedmaßen auf.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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