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Scharlach-Impfung und -Immunität: Das sollten Sie wissen

Immunität und Impfung  

Wie Sie sich vor Scharlach schützen können

10.02.2020, 13:14 Uhr | nsa, t-online.de

Scharlach-Impfung und -Immunität: Das sollten Sie wissen. Scharlach: Die Infektionskrankheit kann auch Erwachsene treffen. (Quelle: imago images/Peter Widmann)

Scharlach: Die Infektionskrankheit kann auch Erwachsene treffen. (Quelle: Peter Widmann/imago images)

Scharlach ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die nicht nur Kinder treffen kann. Warum auch Menschen, die bereits Scharlach hatten, erneut erkranken können und wie Sie sich gegen eine Infektion schützen.  

Immunität nur gegen eine Streptokokken-Gruppe

Scharlach (Scarlatina) wird durch so genannte A-Streptokokken-Bakterien verursacht und ist sehr ansteckend. Die Krankheit verursacht meist eine starke Halsentzündung und Hautausschlag.

Eine einmal durchgemachte Scharlach-Infektion schafft zwar eine lebenslange Immunität. Diese besteht allerdings nur gegen die spezifische Art von Streptokokken, die die Erkrankung ausgelöst hat. 

Weil es eine Vielzahl von Untergruppen der A-Streptokokken gibt, können immer wieder neue Infekte auftreten. Das erklärt, warum eine Person mehrfach an Scharlach erkranken kann.

Impfung gegen Scharlach noch nicht gefunden

Gegen Scharlach gibt es bislang keinen Impfstoff – weder für Kinder, noch für Frauen während der Schwangerschaft. Der Grund: Es gibt eine Vielzahl an A-Streptokokken-Gruppen, die für die Infektionskrankheit verantwortlich sind. 

Laut Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung trägt jeder fünfte bis zehnte Mensch die Scharlach-Erreger in sich, ohne selbst zu erkranken. Diese Menschen können dennoch andere mit den Bakterien infizieren – oft über kleinste Speicheltröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen in die Luft gelangen und von anderen Menschen eingeatmet werden können.

Scharlach: Typisch ist die sogenannte Himbeerzunge mit Papillen. (Quelle: dpa/Neufried/OKAPIA)Scharlach: Typisch ist die sogenannte Himbeerzunge mit Papillen. (Quelle: Neufried/OKAPIA/dpa)

Wie lange ist Scharlach ansteckend?

Wird der Patient mit Antibiotika behandelt, ist er bereits 24 Stunden nach der ersten Einnahme nicht mehr ansteckend. Wird auf eine Antibiotika-Therapie verzichtet, können Betroffene bis zu drei Wochen nach Auftreten der ersten Symptome ansteckend sein.

Darum gilt: Kinder und Jugendliche, bei denen der Verdacht auf Scharlach oder eine schon bestätigte Infektion vorliegt, dürfen für einige Zeit keine Gemeinschaftseinrichtungen wie die Kita oder die Schule besuchen. Ebenso müssen auch erkrankte Mitarbeiter einer Gemeinschaftseinrichtung vorübergehend zu Hause bleiben, bis kein Ansteckungsrisiko mehr besteht. Wann dies der Fall ist, entscheidet der behandelnde Arzt beziehungsweise das zuständige Gesundheitsamt.

Vorbeugung: Was schützt vor einer Streptokokken-Infektion?

Im täglichen Leben kommen Streptokokken praktisch überall vor. Einen sicheren Schutz vor den Bakterien gibt es nicht, da die Krankheit hochansteckend ist und sich über Tröpfcheninfektion, aber auch über eine Schmierinfektion verbreiten kann. 

Das Ansteckungsrisiko lässt sich allerdings durch die generell gültigen alltäglichen Hygienemaßnahmen zumindest verringern: Halten Sie Abstand zu erkrankten Kindern oder Erwachsenen und waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände mit Seife. 

Ein wichtiger Punkt ist zudem die eigene Immunabwehr: Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem sind anfälliger für Erreger und Keime aller Art. Es empfiehlt sich, auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung zu achten. Zu einer gesunden Lebensweise gehört auch der möglichst weitgehende Verzicht auf immunschwächende Faktoren wie Alkohol und Nikotin.

Verwendete Quellen:
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
  • www.scharlach-info.de
  • Kinder- und Jugendärzte im Netz
  • Eigene Recherchen
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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