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Grüner Tee: Sieben Gründe, warum er so gesund ist

Sieben Argumente für Grüntee  

Warum grüner Tee so gesund ist

12.02.2019, 12:13 Uhr | ag

Grüner Tee: Sieben Gründe, warum er so gesund ist. Grüner Tee beugt vielen Krankheiten vor. (Quelle: Getty Images/kazoka30)

Grüner Tee beugt vielen Krankheiten vor. (Quelle: kazoka30/Getty Images)

Ob Sencha, Gyokuro oder Matcha: Grüner Tee ist ein wahres Multitalent: Er beugt nicht nur Krankheiten vor, sondern soll auch Alterungsprozesse bremsen können. Grund dafür sind seine Inhaltsstoffe und deren Wirkung. Sieben Fakten: So gesund ist grüner Tee.

Die in den Teeblättern enthaltenen Antioxidantien können vieles: Sie sollen Alterungsprozesse bremsen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor Krebs schützen. Auch wer viel krank ist, sollte beginnen, vermehrt grünen Tee zu trinken. Denn Grüntee bekämpft aktiv eingedrungene Viren. Diese immunsteigernde Wirkung wird den sekundären Pflanzenstoffen, den Catechinen, zugeschrieben. 

Worin unterscheidet sich Grüntee von anderen Tees? Grüner Tee wird im Gegensatz zu Schwarztee und Pu Erh Tee nicht fermentiert. Die Blätter stammen jedoch von der selben Teeflanze, der Camellia sinensis. Durch minutiöses Lufttrocknen, Rösten oder Dämpfen wird beim grünen Tee eine Oxidation verhindert und die typisch grüne Farbe der Blätter bleibt im Unterschied zum schwarzen Tee erhalten. 

1. Grüntee bekämpft Alzheimer-Plaques

Forscher am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin konnten sogar nachweisen, dass ein weiterer Inhaltsstoff, das Epigallocatechin-3-gallat (EGCG), giftige Eiweißablagerungen im Hirn von Alzheimer-Patienten abbaut und somit der frühzeitigen Demenz entgegenwirkt. 

Die so genannten Alzheimer-Plaques, die sich im Hirn ablagern, ziehen die Nervenzellen stark in Mitleidenschaft und werden für das Auftreten von Demenzerkrankungen in hohem Maße verantwortlich gemacht. Unter Laborbedingungen konnten die Berliner Forscher das Catechin EGCG an die schädlichen Ablagerungen andocken und sie in ungefährliche Eiweiße umwandeln, welche von den Nervenzellen verarbeitet wurden. Als Basis für die Studie dienten Ergebnisse, nach denen EGCG auch schon die Bildung der "Plaques" unterbinden kann.

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2. Grüntee-Trinker leben länger

Bereits 2007 belegte eine erste große japanische Langzeitstudie die positive Wirkung des grünen Tees. Elf Jahre lang sammelten Forscher Daten von mehr als 40.000 Menschen zwischen 40 und 79 Jahren. Zu Beginn der Studie waren alle Teilnehmer gesund. Die Studie wies nach, dass mit einem erhöhten Konsum von grünem Tee die Lebenserwartung der Probanden stieg. Fünf Tassen pro Tag schlugen mit 16 Prozent geringerer Sterblichkeit zu Buche. Im Fall von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Todesfolge sogar um 26 Prozent. Teetrinkerinnen profitierten noch stärker: Ihre Herzinfarkt- und Schlaganfallquote sank um 31 Prozent.

Richtig zubereitet: Traditionsgenmäß wird die Zubereitung des Grüntees in zwei Aufgüssen empfohlen. Bei hochwertigen Grüntees sind auch drei Aufgüsse möglich. Die Ziehzeit beträgt beim ersten Aufguss circa zwei Minuten. Der zweite Aufguss soll deutlich kürzer als der erste ziehen, da die Teeblätter bereits Wasser gezogen haben. Meist wird empfohlen, dass er etwa ein Drittel bis etwa eine Hälfte der Dauer des ersten Aufgusses betragen sollte.

3. Grüner Tee verringert Herzinfarktrisiko

In früheren wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass dass so genannten Polyphenole in den Blättern des Grüntees auch vor Arterienverkalkung, Bluthochdruck und Herzinfarkt schützen kann. Durch Rauchen, starke UV-Strahlung, aber auch durch Stoffwechselvorgänge werden im Körper Sauerstoffradikale freigesetzt, die Zellen schädigen und an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt sind. Die Antioxidantien in grünem Tee helfen dem Körper dabei, diese Stoffe unschädlich zu machen.

4. Grüntee als Beauty-Wunder: Natürlicher Schutz für die Haut

Zudem fanden Forscher heraus, dass Grüntee-Polyphenole die Haut beim Sonnenbaden schützen können. Sie wirken als Radikalfänger. Die UV-Strahlung des Sonnenlichts schädigt Zellen und macht die Haut schlaff und faltig. Das Trinken von grünem Tee macht die Haut widerstandsfähiger. Die äußere Anwendung hilft ebenfalls: Auch wenn die Haut schon gerötet ist, können Lotionen mit Extrakten aus grünem Tee die Rötung lindern, empfiehlt Katrin Raschke, Diplom Oecotrophologin vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik.

5. Grüntee zeigt präventive Wirkung bei Krebs

Eine vorbeugende Wirkung wird dem grünen Tee auch beim Krebs zugeschrieben. Grund hierfür sind sowohl die Antioxidantien, die freie Radikale abfangen, schädliche Abbauprodukte an sich binden und sie so außer Gefecht setzen als auch die in den Blättern enthaltenen Gerbstoffe. Eine große schwedische Studie mit 61.000 Teilnehmern, die über 15 Jahre lang beobachtet wurden, legt nahe, dass der Konsum grünen Tees zudem das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken vermindert. 

Besonders das Epigallokatechingallat (EGCG) kann offenbar den körpereigenen Krebsschutz aktivieren: Es bringt ein Körperenzym zum Einsatz, das die krebserregenden Stoffe in den Zellen unschädlich macht. Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass grüner Tee auch vor Brust-, Magen- und Darmkrebs schützen kann.

6. Grüner Tee ist gut fürs Zahnfleisch

Wer regelmäßig grünen Tee trinkt, stärkt damit sein Zahnfleisch. Das bestätigen japanische Forscher der Universität Kyushu. Sie beobachteten bei 940 Männern im Alter zwischen 49 und 59 Jahren, wie sich Teekonsum auf das Zahnfleisch auswirkt. Als Kriterien wurden Vertiefungen der Zahnfleischtasche, Zahnfleischverlust und Blutungshäufigkeit herangezogen.

Bei Matcha und Grüntee auf Bio-Qualität achten: Bei dem derzeit beliebten Matcha-Tee handelt es sich um konzentriertes Pulver aus Grüntee-Blättern. Experten empfehlen Teetrinkern, wie bei normalem grünen Tee auf Bio-Qualität achten. Denn viele konventionell angebauten Sorten sind mit Schwermetallen und Pestiziden belastet.

7. Osteoporose: Grüntee beugt vor

Taiwanesische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich der hohe Fluoridgehalt in den Blättern des Grünen Tees positiv auf die Knochendichte auswirkt und damit Osteoporose vorbeugt.

Übrigens: Dass grüner Tee frei von Theanin und Koffein ist, ist ein Märchen. Der Koffeingehalt pro Tasse liegt bei circa 50 Milligramm. Somit ist das Heißgetränk auch ein guter Wachmacher.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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