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Fußpilz behandeln: Helfen Cremes, Salben oder Teebaumöl?

Gesunde Füße  

So behandeln Sie Fußpilz richtig

15.08.2019, 06:36 Uhr | je, dpa-tmn

Fußpilz behandeln: Helfen Cremes, Salben oder Teebaumöl?. Beine am Beckenrand: Im Schwimmbad können Sie sich schnell einen Fußpilz einfangen. (Quelle: Tookapic/Pexels)

Beine am Beckenrand: Im Schwimmbad können Sie sich schnell einen Fußpilz einfangen. (Quelle: Tookapic/Pexels)

Eine Fußpilzinfektion ist lästig, aber heilbar. Bei der Behandlung gilt es aber einige wichtige Punkte zu beachten, sonst kann sich die Infektion weit über den Fuß hinaus ausbreiten. 

Etwa jeder zehnte Deutsche kennt die lästigen Symptome von Fußpilz (Tinea pedis). Es mag ekelig klingen – aber Pilze tummeln sich überall auf der Haut. "Zum Problem werden sie erst dann, wenn sie über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut gelangen und Entzündungen hervorrufen", erklärt Prof. Philipp Babilas, Dermatologe am Hautzentrum Regensburg.

Welche Symptome treten bei Fußpilz auf?

Häufig beginnt der Juckreiz an den Außenzehen und breitet sich dann nach innen aus. Die Zehenzwischenräume sind besonders anfällig für Fußpilz.

Typische Symptome sind eine leicht rötliche und schuppige Haut. Fußpilz ist mehr als ein Schönheitsmakel. Denn unbehandelt wird so eine Infektion richtig unangenehm. "Fußpilz kann sich ohne eine Therapie den Fuß entlang bis zur Ferse, die Schenkel hoch bis zum Gesäß ausbreiten", sagt Babilas. Befällt er Nägel, dann werden sie rau, brüchig und krümelig. Deshalb gilt: "Je früher etwas gegen Fußpilz unternommen wird, desto besser."

Helfen Cremes und Tabletten gegen Fußpilz?

Ansonsten gesunde Erwachsene können erstmal versuchen, dem Pilz in Eigenregie zuleibe zu rücken: "Cremes, Gels und Sprays gegen Pilzinfektionen sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich", sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Sie werden etwa ein- bis zweimal täglich großflächig um die betroffenen Stellen herum aufgetragen.

Was Patienten keinesfalls tun sollten: die Therapie einfach abbrechen. "Auch wenn die Symptome schnell abklingen, sollte die Therapie mindestens zwei Wochen erfolgen", so Podologin Tatjana Pfersich aus Reutlingen.

Wo kann man sich mit Fußpilz infizieren?

Ist die Fußpilzerkrankung abgeheilt, sollte man sich wappnen – um sich nicht gleich den nächsten Pilz einzufangen. Vorsicht ist beispielsweise dort geboten, wo viele Menschen barfuß gehen. Das ist nicht nur in öffentlichen Bädern, Wellnessanlagen und Saunen, sondern zum Beispiel auch in Hotelzimmern der Fall. "Hier sind Badeschuhe hilfreich", erklärt Sellerberg. Ebenfalls ratsam: Füße und Zehenzwischenräume immer trocken halten.

Wie können Sie Fußpilz vorbeugen?

Zur Vorbeugung von Fußpilz trägt bei, nicht nur gut passende und bequeme Schuhe zu tragen, sondern auch auf ein atmungsaktives Material des Schuhwerks zu achten. "So wird die Fußfeuchte schnell wieder abgeleitet", erklärt Sellerberg. Wechselbäder und -duschen regen die Durchblutung der Füße an und sorgen dafür, dass sie im Winter warm sind. "So kommt es erst gar nicht zu Rissen in der Haut, die zu Fußpilz führen können", so Babilas.

Lüften Sie Ihre Schuhe regelmäßig und benutzen Sie Antipilzspray. Alternativ können Sie Stoff- oder Turnschuhe bei 60 Grad in die Waschmaschine stecken und damit die Pilze abtöten. Vorab sollten Sie jedoch prüfen, ob das Pflegeetikett Ihrer Schuhe von einer Wäsche in der Maschine abrät. Weitere Maßnahmen, um dem Fußpilz vorzubeugen, sind:

  • nach dem Baden oder Duschen die Füße sorgfältig abtrocknen,
  • Handtücher häufig wechseln und bei 60 Grad waschen,
  • an öffentlichen Orten Badeschlappen tragen,
  • atmungsaktive Schuhe tragen,
  • Schuhe regelmäßig desinfizieren oder waschen und
  • Baumwollsocken tragen und Kunstfasern vermeiden.

Wann sollten Medikamente eingenommen werden? 

Kommt der Fußpilz nach Abklingen einer Infektion immer wieder, bietet es sich an, die Füße ein- bis zweimal wöchentlich vorbeugend mit einem sogenannten Breitband-Antimykotikum einzucremen oder einzusprühen. "Das ist ein Medikament, das gegen mehrere Erreger wirkt", erläutert Babilas. Zumeist kommen Präparate mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Pyridone oder Azole zum Einsatz.


Wer gesund lebt und auf vitaminreiche Kost, Bewegung und ausreichend Schlaf achtet, stärkt zusätzlich seine Abwehrkräfte. Auch das trägt zum Schutz vor Fußpilz bei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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