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Lungenentzündung: Dauer und Verlauf

Lieber nicht verschleppen  

Dauer und Verlauf einer Lungenentzündung

06.04.2018, 09:51 Uhr | tw (CF), slk, t-online.de

Lungenentzündung: Dauer und Verlauf. Lungenentzündung: Je nach Art der Erkrankung unterscheiden sich Dauer und Verlauf (Quelle: Getty Images)

Lungenentzündung: Je nach Art der Erkrankung unterscheiden sich Dauer und Verlauf (Quelle: Getty Images)

Gliederschmerzen, schwere Atmung und hohes Fieber – diese Anzeichen deuten auf eine Lungenentzündung hin. Wie lange die lästige Krankheit dauert und warum sie so schnell wie möglich behandelt werden sollte, erfahren Sie hier.

Eine Lungenentzündung wird häufig unterschätzt. An der vermeintlich harmlosen Krankheit sterben jährlich circa 20.000 Menschen – oftmals dadurch, dass sie nicht rechtzeitig erkannt wird. Auslöser für die Pneumonie, wie sie von Medizinern bezeichnet wird, sind meist die sogenannten “Pneumokokken”: Bakterien, die die Lunge befallen und eine Entzündung auslösen. Oft gehen einer Lungenentzündung harmlose Erkrankungen wie Bronchitis oder Erkältung voraus; der Übergang ist meist fließend.

Der Verlauf einer Lungenentzündung unterscheidet sich je nach Art: Sind Pneumokokken verantwortlich für die Entzündung, spricht man von einer klassischen oder typischen Lungenentzündung. Sind Viren oder andere Erreger wie Chlamydien, Legionellen oder Mykoplasmen die Ursache, ist von einer atypischen Pneumonie die Rede.

Dauer und Verlauf einer klassischen Lungenentzündung

Handelt es sich um eine typische Lungenentzündung, sind bereits nach zwölf bis 24 Stunden die ersten Symptome erkennbar. Zu den typischen, rasch auftretenden Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost, Atemnot, süßlichem Mundgeruch und beschleunigtem Puls gesellt sich nach kurzer Dauer ein Husten mit gelb-grünlichem, manchmal sogar blutigem Auswurf. Außerdem kann dem Betroffenen durch die Atembeschwerden an Sauerstoff mangeln, sodass sich Nägel und Lippen violett färben.

Im Verlauf der ersten sieben Tage nehmen die Symptome meist zu – durch eine Antibiotikatherapie bessert sich der Allgemeinzustand anschließend wieder. In der Regel ist eine klassische Lungenentzündung nach zwei bis drei Wochen ausgeheilt, wenn die Behandlung mit den Medikamenten anschlägt und keine Komplikationen entstehen. Bei einem ungünstigen Verlauf kann sich die Dauer erhöhen, sodass die Lungenentzündung bis zu zwölf Wochen anhält und ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig werden kann. 

Von einer chronischen Erkrankung sprechen Mediziner, wenn nach sechs bis acht Wochen immer noch Anzeichen einer Lungenentzündung vorliegen. 

Atypische Lungenentzündung: Milder Verlauf

Der Verlauf einer atypischen Pneumonie ist etwas anders. Der Betroffene fühlt sich zunächst nicht so krank wie bei der typischen Lungenentzündung. Bevor die Erkrankung tatsächlich ausbricht, ähnelt sie eher einer klassischen Erkältung mit den entsprechenden Beschwerden.

Kopf- und Gliederschmerzen sind die Hauptbeschwerden, der Allgemeinzustand der Patienten ist aber eher wenig beeinträchtigt. Die Körpertemperatur steigt nur langsam und hat seine Höchsttemperatur bei 38,5 Grad. Der eitrige Auswurf, der bei einer typischen Pneumonie auftritt, bleibt aus. Der Verlauf der Krankheit ist hier also insgesamt milder – das Risiko, sie zu verschleppen, allerdings auch größer, da man die Lungenentzündung erst spät als eine erkennt.

Mehr zum Thema: Virale Lungenentzündung: Atypische Pneumonie

Komplikationen können sogar zum Tod führen

Wird eine Lungenentzündung nicht rechtzeitig erkannt und verschleppt, kann die Krankheit tragische Folgen nach sich ziehen. Ohne die rechtzeitige Behandlung können Folgeerkrankungen wie ein Lungenabszess oder Lungenbrand entstehen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Deshalb sollte schon beim ersten Verdacht einer Lungenentzündung ein Arzt aufgesucht werden.

Mehr zum Thema: Verschleppte Lungenentzündung und andere Komplikationen

Diagnose und Behandlung: Art der Erkrankung entscheidet über die Therapie

Durch ein Röntgenbild kann ein Arzt leicht feststellen, ob der Patient an einer Lungenentzündung leidet. Wird eine Pneumonie festgestellt, sind die wichtigsten Maßnahmen Bettruhe, viel zu trinken und die Therapie mit Medikamenten. Je nachdem, an welcher Art der Lungenentzündung der Patient leidet, entscheidet sich, ob ein Antibiotikum verschrieben wird. Eine bakteriell bedingte Lungenentzündung wird mit Antibiotika behandelt, bei einer viralen Infektion wird stattdessen eher auf allgemeine Maßnahmen zurückgegriffen.

Mehr zum Thema: Behandlung und Therapie der Lungenentzündung

Kleinkinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet

Da bei Kindern und vor allem Säuglingen das Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist, tragen diese ein besonders hohes Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken. Um es erst gar nicht soweit kommen zu lassen, raten Experten dazu, die Kinder so früh wie möglich gegen die Pneumonie impfen zu lassen. Die Impfung ist bei Babys bereits ab zwei Monaten möglich.

Auch Menschen höheren Alters und Personen mit Immunschwäche-Krankheiten sind anfällig dafür, sich mit den Keimen anzustecken, die eine Pneumonie auslösen. Auch ihnen wird zu einer Impfung geraten, um einer Lungenentzündung vorzubeugen.

Mehr zum Thema: Lungenentzündung – Großes Risiko für die Kleinsten

Verwendete Quellen:
  • Homepage der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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