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Schilddrüsenunterfunktion: Haben Sie Symptome? Jetzt testen!

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Symptomcheck  

Haben Sie eine Schilddrüsenunterfunktion? Testen Sie sich!

Von Antriebsarmut bis Verstopfung: Eine Schilddrüsenunterfunktion kann die unterschiedlichsten Symptome verursachen. Unser Test verrät Ihnen, ob Ihre Beschwerden dazugehören.

Der Test ist ganz einfach: Sie brauchen nur schnell online die folgenden zehn Fragen mit Ja oder Nein beantworten – und schon erfahren Sie, ob Sie möglicherweise eine Schilddrüsenunterfunktion haben.

Was passiert bei einer Schilddrüsenunterfunktion?

Die Schilddrüse erfüllt lebenswichtige Funktionen: Sie bildet Hormone und steuert darüber unzählige Vorgänge im Körper. Die Schilddrüsenhormone kurbeln den Stoffwechsel an, sodass alle Körperzellen intensiver arbeiten und somit mehr Energie verbrauchen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion – fachsprachlich Hypothyreose genannt – bildet die Schilddrüse zu wenig Hormone.

Infolge der Schilddrüsenunterfunktion ist der Körper also mit Schilddrüsenhormonen unterversorgt. Dieser Mangel an Schilddrüsenhormonen verlangsamt den Stoffwechsel, was sich auf viele Körperfunktionen auswirken und ganz unterschiedliche Symptome auslösen kann. Dazu gehören:

  • Müdigkeit, Schwäche
  • verlangsamter Puls
  • Kurzatmigkeit
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Teilnahmslosigkeit
  • depressive Verstimmung oder andere psychische Veränderungen
  • trockene, vor allem im Gesicht teigig verdickte Haut
  • trockenes Haar, Haarausfall
  • unerklärliche Gewichtszunahme
  • Schluckbeschwerden
  • Kloßgefühl im Hals
  • tiefe Stimme, Heiserkeit
  • vergrößerte Zunge
  • Verstopfung
  • Zyklusstörungen
  • eingeschränkte Fruchtbarkeit
  • Erektionsstörungen
  • Schwerhörigkeit
  • vermehrtes Frieren
  • Muskel- oder Gelenkschmerzen
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl
  • verlangsamte Reflexe

Welche Folgen hat eine Schilddrüsenunterfunktion?

Vor allem bei Kindern kann eine unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion schwerwiegende Folgen haben. Denn der Mangel an Schilddrüsenhormonen hemmt das Wachstum und die geistige Entwicklung. Das kann zu teils bleibenden körperlichen oder geistigen Behinderungen führen.

Auch bei Erwachsenen kann eine Schilddrüsenunterfunktion ohne Behandlung Komplikationen verursachen. Zu den möglichen Folgen einer lang anhaltenden Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen zählen zum Beispiel

  • Halluzinationen und Wahnzustände infolge der psychischen Auswirkungen der Unterfunktion,
  • besorgniserregende Schwellungen an verschiedenen Körperteilen (wie Gesicht, Zunge und Augen),
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (wie Arteriosklerose und Herzmuskelschwäche),
  • Mangelerscheinungen infolge einer gestörten Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen sowie
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma.

Doch die gute Nachricht lautet: Dass eine Schilddrüsenunterfunktion so schwere Folgen hat, passiert hierzulande extrem selten. Denn zum einen werden im Rahmen des Neugeborenen-Screenings bei jedem Baby die Schilddrüsenwerte im Blut bestimmt, sodass die Erkrankung normalerweise frühzeitig entdeckt wird.

Zum anderen lässt sich der Mangel an Schilddrüsenhormonen durch eine individuell angepasste Hormonbehandlung gut ausgleichen. Wichtig ist dabei nur, die Schilddrüsenhormone regelmäßig jeden Tag einzunehmen: Dann ist trotz Schilddrüsenunterfunktion ein ganz normales Leben möglich.

Was zeigt der Test auf Schilddrüsenunterfunktion?

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann viele unterschiedliche Symptome verursachen. Unser Online-Test fragt eine ganze Reihe der wichtigsten Symptome einer Unterfunktion ab. Je mehr davon auf Sie zutreffen, desto stärker erhärtet sich der Verdacht, dass Ihre Schilddrüse womöglich zu wenig Schilddrüsenhormone bildet.

Der Test hat aber nur eine begrenzte Aussagekraft. Denn die möglichen Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion zeigen sich nicht immer alle und können zudem unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Hinzu kommt, dass die Beschwerden wenig kennzeichnend sind: Sie können ebenso auf eine andere Erkrankung hinweisen oder eine harmlose Ursache haben.

So verursacht etwa bei älteren Menschen eine Schilddrüsenunterfunktion oft nur wenige Symptome, die eher an eine Depression oder Demenz denken lassen. Der Selbsttest auf Schilddrüsenunterfunktion kann also einen Test bei einer Ärztin oder einem Arzt keinesfalls ersetzen.

Falls Sie laut Test eine Schilddrüsenunterfunktion haben könnten, ist es daher immer ratsam, Ihre Beschwerden ärztlich abklären zu lassen. Als erste Anlaufstelle hierfür eignet sich die hausärztliche Praxis. Dort erhalten Sie bei Bedarf eine Überweisung zur weiterführenden Schilddrüsendiagnostik – zum Beispiel zu einer Fachärztin oder einem Facharzt für Nuklearmedizin oder Innere Medizin.

Zur Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion ist eine Blutuntersuchung nötig, um den TSH-Wert und weitere Schilddrüsenwerte zu bestimmen. Zusätzlich kann die Ärztin oder der Arzt das Blut auf Antikörper testen lassen, die gegen die Schilddrüse gerichtet sind: Sind die Werte erhöht, kann das auf die Autoimmunerkrankung namens Hashimoto-Thyreoiditis hinweisen – die häufigste Ursache für die Unterfunktion der Schilddrüse.

Bei Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt auch eine Untersuchung der Schilddrüse per Ultraschall: So lassen sich Knoten und sonstige Veränderungen am Schilddrüsengewebe feststellen. Je nach Befund kann die Ärztin oder der Arzt anschließend weitere Untersuchungen veranlassen – etwa eine Szintigrafie oder eine Feinnadelpunktion.

Verwendete Quellen:
  • Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion). Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Stand: 8.9.2021)
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 2.7.2021)
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Online-Informationen des Öffentlichen Gesundheitsportals Österreichs: www.gesundheit.gv.at (Stand: 31.3.2021)
  • Schilddrüsenunterfunktion. Online-Informationen des Berufsverbands Deutscher Internistinnen und Internisten e. V.: www.internisten-im-netz.de (Stand: 18.8.2017)
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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