Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeGesundheitKrankheiten & SymptomeMagen-Darm-Erkrankungen

Divertikulitis: Das sind die Ursachen


Divertikulitis – diese Ursachen stecken dahinter

Von Geraldine Nagel

Aktualisiert am 05.12.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
Qualitativ geprüfter Inhalt

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ein Mann hält sich den schmerzenden Bauch.
Setzen plötzlich dumpfe und anhaltende Schmerzen im Unterbauch ein (meist links), kann es sich um eine Divertikulitis handeln. Was verursacht sie? (Quelle: RealPeopleGroup/Getty Images)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen
Symbolbild für einen TextEx-Skirennfahrerin ist totSymbolbild für einen TextErdbeben: Opferzahl steigt dramatisch anSymbolbild für einen TextKugel trifft Radfahrer in den Helm
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Eine Divertikulitis kann mit starken Schmerzen und Komplikationen wie einer Eiteransammlung einhergehen. Was löst die Entzündung im Darm aus?

Das Wichtigste im Überblick


  • Alter und Veranlagung als Ursachen
  • Ballaststoffarme Ernährung ist größter Risikofaktor
  • Weitere Risikofaktoren für Darmdivertikel
  • Warum entzünden sich Divertikel überhaupt?

Bei einer Divertikulitis haben sich im Darm sogenannte Divertikel entzündet. Das sind kleine Ausstülpungen der Darmwand, die vor allem im Dickdarm entstehen. Liegen diese vor, ohne Beschwerden zu verursachen, sprechen Fachleute von einer Divertikulose. Grundlage dafür, dass sich überhaupt eine Divertikulitis entwickeln kann, ist also erst einmal das Vorhandensein von Divertikeln.

  • Divertikulitis: Diese Symptome sind typisch
  • Ernährung: Was man bei Divertikulitis essen darf
  • Divertikulitis und Alkohol: Das gilt es zu beachten

Warum sich bei manchen Menschen Divertikel im Darm bilden, ist noch nicht vollends geklärt. Wahrscheinlich liegen die Ursachen jedoch in einer Kombination aus altersbedingten Veränderungen, Ernährung und anderen Lebensstilfaktoren sowie einer persönlichen Veranlagung. Das heißt, manche Faktoren können Betroffene selbst beeinflussen und so das Risiko für Divertikel im Darm (und dadurch indirekt auch für eine Divertikulitis) senken.

Alter und Veranlagung als Ursachen

Grundsätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit für Divertikel im Darm mit dem Alter. Denn mit zunehmendem Alter kommt es im Darm zu physiologischen Veränderungen, in deren Folge die Darmwand schwächer wird.

Häufigkeit von Darmdivertikeln

Etwa 13 von 100 Menschen unter 50 Jahren weisen Divertikel auf; zwischen 50 und 70 Jahren sind es bereits 30 von 100 Menschen. Im Alter von 70 bis 85 Jahren liegen bei etwa jedem Zweiten Divertikel im Darm vor und bei Menschen über 85 Jahren finden sich diese in etwa 66 von 100 Fällen. In letzter Zeit zeichnet sich zudem ein Trend zu Divertikeln in jüngerem Lebensalter ab.

Kommt es öfters zu hartem Stuhlgang, etwa durch häufige Verstopfung, übt dieser beim Passieren des Darms stärkeren Druck auf die Darmwand aus. Ist die Darmwand bereits geschwächt, können sich nun unter Umständen Ausstülpungen in der Darmwand bilden: die sogenannten Divertikel.

Das passiert insbesondere im s-förmigen Sigma häufig, also jenem Abschnitt im Dickdarm, der vor dem Mastdarm liegt. Denn dort verläuft der Darm kurviger, sodass die Kombination aus schwacher Darmwand und erhöhtem Druck hier am ehesten zu Folgen führen kann.

Illustration Divertikulitis
Entzünden sich Divertikel im Darm, handelt es sich um eine Divertikulitis. (Quelle: VectorMine/Getty Images)

Daneben gibt es auch erbliche Faktoren, die Divertikel im Darm begünstigen und mit zu den Ursachen zählen können. So steigt etwa das Risiko für Darmdivertikel, wenn in der Familie weitere Fälle von Divertikulose vorkommen – insbesondere, wenn sich diese bei den Betroffenen schon in jüngerem Alter entwickelt hat.

Ballaststoffarme Ernährung ist größter Risikofaktor

Im Vergleich zu weichem Stuhl wandert harter Stuhl viel langsamer durch den Dickdarm. Die Darmwand muss mehr Kraft und Druck aufwenden und sich stärker zusammenziehen, um den festen Stuhl voranzuschieben. Harter Stuhl kann deshalb begünstigen, dass Divertikel im Darm entstehen.

Einer der Hauptrisikofaktoren für Darmdivertikel ist daher eine Ernährung, die wenig Ballaststoffe enthält. Eine ballaststoffreiche Ernährung trägt dazu bei, dass der Stuhl weicher und voluminöser wird. Passiert weicher Stuhl den Darm, entsteht dabei deutlich weniger Druck auf die Darmwand. Eine ballaststoffarme Ernährung hingegen begünstigt harten Stuhl und Verstopfung und kann zu den Ursachen einer Divertikulose und indirekt auch einer Divertikulitis zählen.

Weitere Risikofaktoren für Darmdivertikel

Neben einer ballaststoffarmen Ernährung scheinen weitere Faktoren Darmdivertikel und dadurch letztlich auch eine Divertikulitis zu begünstigen. Dazu zählen wahrscheinlich der häufige Verzehr von rotem Fleisch, starkes Übergewicht, mangelnde Bewegung, häufige Verstopfung und Rauchen.

Warum entzünden sich Divertikel überhaupt?

Viele Menschen haben Divertikel, ohne dass diese Beschwerden verursachen. Divertikel werden jedoch häufig schlecht durchblutet und die darin liegende ausgebeulte Darmschleimhaut wird unzureichend mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt. Das kann entzündliche Prozesse grundsätzlich begünstigen.

Zu einer Divertikelentzündung, also einer Divertikulitis, kommt es jedoch erst, wenn sich in den Ausbuchtungen keimhaltiger Stuhl ablagert, verhärtet und diese verschließt. Der derart eingeschlossene harte Stuhl kann das umliegende Gewebe reizen oder sogar verletzen. So können Entzündungen ihren Anfang nehmen, die sich entweder auf die Divertikel beschränken oder auch auf die umgebende Darmwand übergehen.

Weshalb manche Menschen mit Darmdivertikeln eine Divertikulitis bekommen, andere aber nicht, ist wissenschaftlich gesehen unklar. Statistisch gesehen entwickelt etwa einer von 100 Menschen mit Divertikeln im Darm (unabhängig vom Alter) im Laufe von 10 Jahren eine Divertikulitis.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Abrufdatum: 28.11.2022)
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten: "Divertikelkrankheit/Divertikulitis" (PDF). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 021/20 (Stand: November 2021)
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Norovirus bei Kindern – was tun?
Von Geraldine Nagel
Von Wiebke Posmyk
A
AffenpockenAnalfissurAnalthromboseAtheromAugenzucken

















t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website