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Urlaub mit Hund: Tipps und Tricks – darauf sollten Sie achten

Land, Strand oder Stadt  

Urlaub mit dem Hund: Worauf Sie achten sollten

24.01.2020, 15:27 Uhr | jb, t-online.de

Urlaub mit Hund: Tipps und Tricks – darauf sollten Sie achten. Border-Collie am Strand (Quelle: Getty Images/happyborder)

Strandurlaub: Achten Sie beim Ausflug mit Ihrem Hund ans Meer darauf, dass auch Hundestrände vorhanden sind. (Quelle: happyborder/Getty Images)

Der Urlaub steht an. Den eigenen Hund während der Zeit in eine Tierpension zu geben, ist für viele Hundebesitzer keine Option. Denn eine Reise mit dem Hund ist oftmals problemlos möglich. So geht's.

Wenn Sie auf Reisen nicht auf die Begleitung Ihres Vierbeiners verzichten möchten, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten. 

Was ist das passende Reiseziel für den Urlaub?

Sie können mit Ihrem Hund Urlaub am Strand, in den Bergen oder auf dem Land machen. Auch Städtetripps sind möglich. Achten Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels aber auf die Fitness Ihres Hundes. Wanderurlaube und Städtetripps können für ältere oder teilweise in ihrer Mobilität eingeschränkte Hunde sehr anstrengend sein. Hier empfiehlt sich ein Urlaub auf dem Land oder am Strand. Zudem haben Sie bei diesen Reisezielen häufiger die Chance, Ihren Hund frei laufen zu lassen. In Städten herrscht fast immer Leinenzwang, teilweise sogar Maulkorbzwang.

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Achtung
In Naturschutzgebieten sowie in der Brut- und Setzseit dürfen Sie Ihren Hund nicht unangeleint laufen lassen. Erkunden Sie sich vor der Buchung Ihrer Reise, ob vor Ort ausreichend Auslaufmöglichkeiten vorhanden sind.

Strandurlaub mit dem Hund

Möchten Sie mit Ihrem Hund Urlaub am Strand machen, sollten Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels darauf achten, dass ein Hundestrand vorhanden ist.

Ideale Urlaubsorte sind beispielsweise

  • Dänemark,
  • die Nord- und Ostsee,
  • Polen oder
  • Holland.

Ein ebenfalls beliebtest Reiseziel mit Hund ist Spanien. Beachten Sie allerdings, dass hier die Temperaturen vor allem im Sommer sehr hoch sein können. Der Sand heizt sich entsprechend auf und kann die Pfoten Ihres Hundes verbrennen. 

Top-5-Hundestrände in Deutschland

  1. Norderney: An drei Stellen der Insel gibt es ausgewiesene Hundestrände. Allerdings besteht auch hier eine Anleinpflicht. Auf der Wiesenfläche "Alter Fliegerhorst" darf Ihr Hund dann aber auch ohne Leine herum tollen. 
  2. Sylt: 15 hundefreundliche Strandabschnitte gibt es auf der Insel. Und einen Hundestrand ohne Leine? Im Zeitraum vom 1. November bis 14. März stehen alle Sylter Strände zum Auslauf zur Verfügung. Eine Anleinpflicht gilt dann nur an stark frequentierten Stränden. 
  3. Timmendorfer Hundestrand an der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste: Hier darf Ihr Hund von der Leine. Und in den Wintermonaten vom 1. Oktober bis zum 30. April können Sie den gesamten Timmendorfer Strand mit Ihrem Hund besuchen.
  4. Grömitz in Schleswig-Holstein: Hier finden Sie zwei Hundestrände ohne Anleinpflicht. Auch die Grömitzer Steilküste oder die zahlreichen Wanderwege rund um das Städtchen eignen sich für Ausflüge mit Hund.

Hundeurlaub auf dem Land oder Bauernhof

Ausgedehnte Spaziergänge entlang von Feldern und Wiesen können Sie während Ihres Urlaubs auf dem Land machen. Hat Ihr Hund keine Angst vor großen Tieren wie Kühen und Pferden, können Sie Ferien auf dem Bauernhof machen. 

Ideale Urlaubsorte in Deutschland sind beispielsweise 

  • Altes Land,
  • Heide,
  • Havelland,
  • Ludwigslust oder 
  • Kraichgau.

Aber auch in Holland, Schweden oder Frankreich finden Sie hundefreundliche Ferienhäuser und Bauernhöfe.

Unser Tipp
Wenn Sie auf der Suche nach geeigneten Orten für einen hundefreundlichen Urlaub auf dem Land sind, können Sie direkt nach Feriendörfern schauen. Einige Ressorts und Dörfer sind speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche von Hundebesitzern ausgelegt. Hier finden Sie zudem andere Hundefreunde, mit denen Sie gemeinsame Ausflüge machen können. Ihr Hund wird sich sicherlich über die Gesellschaft anderer Hunde freuen.

Städtereise mit dem Hund

Einen Ausflug in die Stadt mit Ihrem Hund ist nur zu empfehlen, wenn er bereits Erfahrungen mit Stadtlärm und großen Menschenmassen gesammelt hat und mit diesen gut klar kommt. Zudem sollte Ihr Hund gut auf die gängigen Kommandos hören. Erkunden Sie sich vor Ihrer Städtereise, ob Ihr Hund vor Ort gegebenenfalls einen Maulkorb tragen muss. Achten Sie zudem darauf, seine Hinterlassenschaften umgehend wegzuräumen. In den meisten europäischen Städten drohen Bußgelder von bis zu 200 Euro.

Unser Tipp
Wenn Ihr Hund nicht seekrank wird und keine große Scheu vor Wasser hat, können Sie auch einmal einen Urlaub auf dem Hausboot machen.

In einigen Städten und Regionen fallen spezielle Gebühren für Hunde an. Diese müssen dann direkt vor Ort beglichen werden. 

Wie finde ich die richtige Unterkunft? 

Es gibt spezielle Buchungsseiten im Internet, auf denen hundefreundliche Ferienwohnungen und Ferienhäuser angeboten werden. Übernachten Sie in einem Hotel, können Sie im Reisebüro nach hundefreundlichen Anbietern fragen. Zudem bieten viele Hotelsuchmaschinen im Internet entsprechende Auswahlfilter. Bei Ihren Suchergebnissen werden dann nur Hotels angezeigt, die Hunde auf den Zimmern erlaubten. 

Haben Sie eine hundefreundliche Unterkunft gefunden, informieren Sie Ihren Gastgeber oder das Hotelmanagement über die Rasse und Größe Ihres Hundes.

Was muss ich für die Reise mit meinem Hund wissen?

Möchten Sie mit Ihrem Hund ins Ausland verreisen, ist ein ausreichender Impfschutz wichtig. Innerhalb Deutschlands entfällt aufgrund der Standardimpfung diese Regelung zwar, doch für manche Reisen ins Ausland bedarf es sogar eines EU-Heimtierausweises mit bestimmten Impfnachweisen, um mit Ihrem Hund einreisen zu dürfen. 

Warum benötigt mein Hund einen Heimtierausweis?

Neben einem ausreichenden Impfschutz bestehen in einigen Ländern für Ihren Hund bestimmte Einreisebestimmungen. Innerhalb der Europäischen Union sind die Einreisebestimmungen für Hunde nahezu überall vereinheitlicht. Für den Grenzübertritt innerhalb der EU mit Ihrem Hund benötigen Sie den Heimtierausweis. Dieser blaue Ausweis, den alle deutschen Tierärzte ausstellen dürfen, dient in erster Linie der Tollwutvorbeugung. Der Heimtierausweis gibt an, dass Ihr Tier über einen wirksamen Impfschutz verfügt. Wichtig ist, dass das Dokument Ihrem Tier eindeutig zugeordnet ist. Das bedeutet, dass Ihr Hund einen Mikrochip oder eine entsprechende Tattowierung mit der Kennzeichnungsnummer, die auch im Ausweis vermerkt ist, verfügt.

Die Kosten für die Ausstellung des Heimtierausweises sind in der Gebührenordnung für Tierärzte (GTO) geregelt.

Hund: Auch der Vierbeiner sollte sich im Urlaub wohl fühlen. (Quelle: Getty Images/Chalabala)Hund: Auch der Vierbeiner sollte sich im Urlaub wohl fühlen. (Quelle: Chalabala/Getty Images)

Heimtierausweise – Wichtige Ausnahmen und Sonderregelungen

Der Heimtierausweis ist in den meisten EU-Ländern, darunter auch Norwegen, Schweiz, Island sowie in den Kleinstaaten Liechtenstein, Monaco, Andorra, San Marino und der Vatikanstadt, gültig.

Ausnahmen bilden jedoch Großbritannien, Irland, Schweden und Malta. In diesen Ländern ist während der Schutzfrist zusätzlich ein Tollwutbluttest notwendig. Außerdem müssen Sie nachweisen können, dass Behandlungen gegen Bandwürmer und Zecken vorliegen, rät die "Bundestierärztekammer" auf ihrer Internetpräsenz. (Winterurlaub mit Hund: Tipps zu Planung und Zielen)

Wie lange vor dem Urlaub muss ich zum Tierarzt? 

Wenn Sie Ihren Hund vor dem Urlaub ausreichend impfen lassen wollen, sollten Sie sich an bestimmte Fristen halten. Eine Ausreise mit Ihrem Tier ist erst ab dem 21. Tag nach der erfolgten Impfung (Schutzfrist) möglich. Außerdem müssen Sie rechtzeitig zu dem Tag, an dem die Wiederholungsimpfung notwendig ist, zurück sein. Diese Frist hängt immer vom jeweils verwendeten Impfstoff ab und kann in einigen Fällen sogar bis zu einem Jahr betragen. Trotzdem: Erkunden Sie sich vor Reiseantritt unbedingt noch mal bei Ihrem Tierarzt.

Braucht mein Hund eine Versicherung für den Urlaub?

Für die Reise mit Ihrem Hund sollten Sie darauf achten, dass Ihre Hundehaftpflichtversicherung gültig ist. Wenn Sie ins Ausland reisen, sollten Sie zudem die Reichweite kontrollieren: Für welche Länder gilt ein Versicherungsschutz bei Personen- und Sachschäden? In welcher Höhe sind diese abgedeckt?

Weiterhin kann eine Reiserücktrittsversicherung für den Hund sinnvoll sein. Besonders wenn Sie für Ihren Vierbeiner zusätzliche Kosten leisten müssen, beispielsweise für Flug- oder Bahntickets.

Darüber hinaus sollten Sie die Krankenversicherung für Ihren Hund überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Das gilt, wie auch bei der Hundehaftpflichtversicherung, besonders für Reisen außerhalb Deutschlands.

Hund: Sachschäden sollte die Hundehaftpflichtversicherung auch während Ihrer Reise abdecken. (Quelle: Getty Images/smrm1977)Hund: Sachschäden sollte die Hundehaftpflichtversicherung auch während Ihrer Reise abdecken. (Quelle: smrm1977/Getty Images)

Wie transportiere ich meinen Hund?

Erkundigen Sie sich bei einem Urlaub mit dem Hund im Vorfeld genau darüber, welche Regeln für welches Reiseland gelten. Zudem ist es Ihre Pflicht, für einen sicheren und angenehmen Transport Ihres Tieres zu sorgen. (Hunde in der Bahn: Tipps für die Urlaubsreise)

Stellen Sie sich zuerst die Frage, ob Ihr Hund überhaupt in der gesundheitlichen Verfassung ist, um eine Reise anzutreten. Weiterhin sollten die klimatischen Bedingungen vor Ort in Ihre Überlegungen einfließen. Hunde mit dichten, langen Haaren oder dunklem Fell könnten erheblich unter der Hitze des Südens leiden. (Fliegen mit Hund: Planung und Vorbereitung)

Packliste: Was braucht mein Hund alles im Urlaub?

Auch für Ihren Hund sollten Sie eine Art "Koffer" packen. Futter- und Wassernäpfe sowie Hundespielzeug gelten neben dem Heimtierausweis und den Versicherungsunterlagen als absolut unverzichtbare Utensilien. Ein Überblick:

  • Transportbehälter oder Hundekorb
  • Lieblingsdecke
  • Hundereiseapotheke
  • Telefonnummer des heimischen Tierarztes
  • Adresse eines Tierarztes vor Ort (erkunden Sie sich vorab über dessen Anwesenheit)
  • Leine mit Halsband mit internationalen Kontaktdaten
  • Maulkorb
  • Doggybags
  • Futter- und Wassernäpfe
  • Hundefutter
  • Hundespielzeug
  • Knochen, Leckerlis
  • Kamm, Bürste
  • Zexkenkamm, Zeckenzange
  • Handtuch 

Was hilft gegen die Übelkeit meines Hundes auf der Urlaubsreise?

Außerdem kann es hilfreich sein, wenn Sie in ausreichendem Maße für das gewohnte und bewährte Hundefutter sorgen. Zu guter Letzt achten Sie darauf, dass der Hund einige Stunden vor der Reise im Auto nicht allzu viel zu fressen bekommt. Ein voller Magen kann zu Übelkeit bis hin zum Erbrechen führen. So transportieren Sie Ihren Hund während der Urlaubsreise richtig.

Darüber hinaus sollte der Hund in einer speziellen Transportbox Platz finden, damit für ihn die Reise in den Urlaub sicher und bequem vonstatten geht. (Kreuzfahrt mit Hund: Urlaubsangebote für Tierbesitzer)

Wohin mit dem Hund, wenn er nicht mit kann?

Wenn Ihr Hund nicht mit auf Reisen kann, gilt es, eine entsprechende Unterkunft für Ihn während Ihrer Abwesenheit zu finden. Ideal sind Hundesitter und Tierpensionen. 

Damit sich Ihr Hund wohl fühlt, sollten in der Pension genügend Betreuer vorhanden sein, die sich mit Ihrem Tier beschäftigen. Denn vor allem Auslauf und Bewegung sind für Hunde sehr wichtig – allerdings auch ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. 

Verwendete Quellen:
  • Ein Herz für Tiere Media GmbH
  • Hundeurlaub
  • Ferien mit Hund
  • eigene Recherche
  • Hundestrand.eu
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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