Sie sind hier: Home > Leben > Reisen > Reisetipps >

Das sind die skurrilsten Gesetze und Regeln beliebter Reiseziele

Sonnencreme verboten  

Das sind die skurrilsten Gesetze beliebter Reiseländer

01.07.2019, 19:05 Uhr | srt/Hans-Werner Rodrian/Gerd Otto-Rieke

Das sind die skurrilsten Gesetze und Regeln beliebter Reiseziele. Frau benutzt Sonnencreme: In Sonnenschutzlotionen sind Substanzen enthalten, die der Tier- und Pflanzenwelt des Meeres schaden können.  (Quelle: Getty Images/Ljubaphoto)

Frau benutzt Sonnencreme: In Sonnenschutzlotionen sind Substanzen enthalten, die der Tier- und Pflanzenwelt des Meeres schaden können. (Quelle: Ljubaphoto/Getty Images)

In anderen Ländern herrschen nicht nur andere Sitten – sondern auch eigene Gesetze. Auch wenn manche merkwürdig anmuten: Wenn Sie gegen die Regeln verstoßen, drohen empfindliche Strafen.

Wer in die weite Welt aufbricht, der sollte sich bewusst sein, dass im Ferienland nicht alles so geregelt ist wie daheim. Damit es nicht zu einem Konflikt mit dem Gesetz kommt, sollten Sie sich an eine Reihe von Regeln halten, die Sie in Deutschland wohl kaum erwarten würden. 

Österreich: Wo essen verboten ist

Die österreichische Hauptstadt hat ein Essverbot in U-Bahnen eingeführt. Das gibt es in öffentlichen Verkehrsmitteln seit Langem bereits in vielen Städten der Welt, wie etwa in Berlin, Basel oder Singapur. 

Ägypten: Warnwesten verboten

Auf Kosten der Verkehrssicherheit geht womöglich eine Regelung in Ägypten. Präsident Al-Sisi hat den freien Verkauf von gelben Warnwesten verboten – aus Angst vor Protestmärschen wie in Frankreich. 

Palau: Keine Sonnencreme erlaubt

Um die Korallenriffe zu schützen, will der pazifische Inselstaat Palau ab 2020 Sonnencreme verbieten. In den Sonnenschutzlotionen sind nämlich bis zu zehn chemische Substanzen enthalten, die der Tier- und Pflanzenwelt des Meeres schaden. Künftig soll auf die Einfuhr oder den Verkauf verbotener Sonnencremes ein Bußgeld von umgerechnet 880 Euro fällig werden. 

Jamaika: Keine Plastiktüten 

Plastikmüll an Jamaikas Küste: Auf der Karibikinsel sind seit Jahresbeginn viele Produkte aus Kunststoff verboten.  (Quelle: Getty Images/Narvikk)Plastikmüll an Jamaikas Küste: Auf der Karibikinsel sind seit Jahresbeginn viele Produkte aus Kunststoff verboten. (Quelle: Narvikk/Getty Images)

Auf der Karibikinsel Jamaika sind seit 1. Januar 2019 zahlreiche Plastikprodukte verboten. Für Urlauber bedeutet das unter anderem, dass Plastiktüten, Schaumstoffbehälter für Getränke und Essen sowie Plastikstrohhalme nicht mehr erhältlich sind. 

Großbritannien: Briefmarke richtig herum aufkleben

Wer eine Postkarte nach Hause schreibt, der sollte beim Frankieren in Großbritannien aufpassen. Aus Respekt vor der Queen ist es nicht nur unschicklich, sondern verboten, eine Briefmarke mit ihrem Konterfei falsch herum aufzukleben.

Frankreich: kein Abschiedskuss am Bahnsteig

Bereits seit dem Jahr 1910 ist es in Frankreich nicht mehr erlaubt, Abschiedsküsse am Bahnsteig auszutauschen. Damit reagierte der Gesetzgeber einst auf Zugverspätungen, weil sich Paare vor der Abfahrt nicht trennen konnten, und dadurch immer wieder Verzögerungen hervorriefen.

USA: Bierflasche verstecken und Vorsicht im Straßenverkehr

In den Vereinigten Staaten ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit tabu. Das gilt auch für Strände, Parks und Flaniermeilen. Schon das sichtbare Tragen alkoholischer Getränke kann strafbar sein. Skurril: Wenn der Kassierer im Laden unter 21 Jahre alt ist, dann müssen Sie in New York den Alkohol selber scannen und in die Tüte packen.

Vater wickelt Kind: Alle neuen öffentlichen Toiletten in New York müssen Wickeltische in den Männer-WCs bereitstellen.  (Quelle: Getty Images/LumiNola)Vater wickelt Kind: Alle neuen öffentlichen Toiletten in New York müssen Wickeltische in den Männer-WCs bereitstellen. (Quelle: LumiNola/Getty Images)

New York City will mit Gesetzen auch der Kunststofflawine zu Leibe rücken. Für Schnellimbisse und Straßenhändler ist es deshalb mittlerweile verboten, Essen und Getränke in Einwegschaumstoffbehältern zu verkaufen. Eine gute Nachricht gibt es aber für Eltern, die mit Babys unterwegs sind: Alle neuen öffentlichen Toiletten in New York müssen neuerdings Wickeltische in den Männer-WCs bereitstellen. 

Passanten, die Handys beim Gehen verwenden oder Kopfhörer tragen, gefährden sich und andere. Schon 2017 hatte Honolulu auf Hawaii Bußgelder für Smartphonenutzer eingeführt – die kalifornische Kleinstadt Montclair folgte nach. Fußgänger, die ihr Mobilgerät benutzen, während sie die Straße überqueren, werden mit bis zu 500 US-Dollar bestraft. Und in der US-Hauptstadt Washington kostet es Radfahrer, die mit beidseitig eingestöpselten Ohrhörern erwischt werden, 50 US-Dollar Geldbuße. 

Singapur: Kaugummi verboten

Die als besonders reinlich bekannte Stadt hat seit 1992 die Herstellung und den Verkauf von Kaugummis verboten, um Straßen, Busse und U-Bahnen sauber zu halten. Laut Auswärtigem Amt ist sogar die private Einfuhr untersagt. Zuwiderhandlungen können auch für Touristen zu Geldstrafen von mehr als 150 Euro führen.

Russland: Waschen Sie Ihren Mietwagen

In Russland genießt das ordentliche Erscheinungsbild von Autos oberste Priorität. Ist nämlich der (Miet-)Wagen zu schmutzig, droht ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. In der Hauptstadt Moskau kontrollieren Polizisten penibel, ob Nummernschild und Windschutzscheibe sauber genug sind.

Emirate: E-Zigaretten daheim lassen

Immer noch vorsichtig sein sollten Urlauber mit E-Zigaretten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Verkauf von E-Zigs und Liquids ist seit Februar 2019 zwar nicht mehr strafbar. Wer aber in der Öffentlichkeit beim Rauchen von E-Zigaretten ertappt wird, muss weiter mit einer Geldstrafe von bis zu 2.000 Dirham (rund 480 Euro) rechnen. Verboten ist das Rauchen unter anderem in kulturellen Einrichtungen, Schulen und Einkaufszentren. Zu den Emiraten gehören unter anderem Dubai, Abu Dhabi und Ras-Al-Khaimah.

Griechenland: Keine Steine mitnehmen

Apollotempel in Griechenland: Touristen dürfen keine Steine aus Griechenland mitnehmen.  (Quelle: Getty Images/Namaki)Apollotempel in Griechenland: Touristen dürfen keine Steine aus Griechenland mitnehmen. (Quelle: Namaki/Getty Images)

In Griechenland ist es unter strenger Strafe verboten, Steine von antiken Stätten mitzunehmen. Dies gilt nicht nur für Teile der Akropolis, sondern auch für völlig unverfängliche Kiesel. Wer erwischt wird, kann schnell mal die Nacht in der Polizeistation verbringen und muss hinterher auch noch das archäologische Gutachten bezahlen.

Sri Lanka: Kein Tattoo zeigen

Das Spiel mit religiösen Symbolen kann überall auf der Welt gefährlich werden. Eine britische Touristin reiste jüngst mit ihrer Buddha-Tätowierung auf dem Arm nach Sri Lanka. Erboste Mönche meldeten dies der Polizei als unangemessen – die Frau wurde des Landes verwiesen.

Italien: am Trevibrunnen nicht picknicken

Die Stadtväter in Italiens Altstädten wünschen sich, dass die Touristen ihr Geld im Restaurant ausgeben und nicht mitgebrachte Speisen vor Sehenswürdigkeiten essen. Wer in Rom am Rand des Trevibrunnens picknickt, der wird von Polizisten mit Trillerpfeifen verscheucht. In Florenz und auf Capri werden die Freitreppen vor den Kirchen um die Mittagszeit sogar nass gespritzt, damit sich niemand hinsetzt. Und Einkaufen bei illegalen Straßenhändlern kostet bis zu 7.000 Euro Strafe.



Deutschland: Strandburgen abends beseitigen

Auch in Deutschland gibt es unerwartete Vorschriften: So macht das Bauen von Strandburgen zwar Spaß, ist aber an vielen Stränden verboten. In Binz auf Rügen oder auf Fehmarn sind zumindest kleine Burgen erlaubt, die abends wieder zugeschüttet werden, damit nachts keine Menschen in Löcher oder über Sandberge stolpern. Gänzlich verboten ist Burgenbauen auf Sylt – angeblich, um Rettungsfahrzeuge nicht zu behindern.

Verwendete Quellen:
  • Reiseredaktion srt

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal