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Treffen in Wladiwostok: Kremlchef Putin will mit Kim über Atomprogramm reden

Treffen in Wladiwostok  

Kremlchef Putin will mit Kim über Atomprogramm reden

23.04.2019, 19:18 Uhr | dpa

Treffen in Wladiwostok: Kremlchef Putin will mit Kim über Atomprogramm reden. Vorbereitung auf das Treffen: Ein Arbeiter bringt an einer Straße auf der Insel Russki vor Wladiwostok die Flaggen von Russland und Nordkorea an.

Vorbereitung auf das Treffen: Ein Arbeiter bringt an einer Straße auf der Insel Russki vor Wladiwostok die Flaggen von Russland und Nordkorea an. Foto: Naoya Osato/Kyodo News/AP. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Der russische Präsident Wladimir Putin trifft an diesem Donnerstag Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Russland. Das bestätigte Präsidentenberater Juri Uschakow nach monatelangen Spekulationen am Dienstag in Moskau, wie die russische Agentur Interfax meldete.

Bei den Gesprächen in der ostrussischen Hafenstadt Wladiwostok in der Nähe der Grenze zu Nordkorea soll es demnach um das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm gehen.

"Der Schwerpunkt der Gespräche wird natürlich eine politische und diplomatische Lösung für das Atomwaffenproblem der koreanischen Halbinsel sein", sagte Uschakow. "In den vergangenen Monaten hat sich die Situation rund um die Halbinsel etwas stabilisiert", meinte er. Dies sei größtenteils Nordkorea zu verdanken, weil es keine weiteren Atomtests vorgenommen habe. Vor diesem Hintergrund hätten sich auch die Beziehung zu Südkorea und den USA zu normalisieren begonnen.

Während Kim sich mit Putin trifft, sind die Spannungen zwischen Nordkorea und der US-Regierung noch präsent. Die Führung in Pjöngjang machte in der vergangenen Woche ihrem Unmut Luft - unter anderem wegen der unnachgiebigen Position der US-Regierung bei den gegen Nordkorea verhängten Sanktionen. Sie will außerdem nicht mehr mit US-Außenminister Mike Pompeo über ihr umstrittenes Atomprogramm verhandeln. Pompeo wies diese Forderung zurück.

Moskau setzt sich für eine Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für ein Entgegenkommen Pjöngjangs beim umstrittenen Atomprogramm ein. Ende Februar hatte Kim US-Präsident Donald Trump getroffen. Die Begegnung war vorzeitig abgebrochen worden. Beide konnten sich nicht auf zentrale Fragen der atomaren Abrüstung Nordkoreas einigen. Erst kürzlich hatte Trump einen weiteren Gipfel für möglich erklärt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der für Nordkorea zuständige US-Sondergesandte Stephen Biegun in Moskau Vize-Außenminister Igor Morgulow getroffen. Beide Seiten hätten ihr Ziel einer vollständigen und kontrollierbaren Denuklearisierung Nordkoreas bekräftigt, teilte die US-Botschaft danach mit. Zuletzt hatten nordkoreanische Staatsmedien über einen neuen Waffentest berichtet.

Bislang hatten Russland und Nordkorea Vorbereitungen auf ein Treffen Putins mit Kim zwar bestätigt, aber weder Angaben zum Ort noch zum Zeitpunkt der Begegnung gemacht. Ein Kremlsprecher begründete dies wiederholt mit Sicherheitsbedenken. Aus Wladiwostok gab es zuletzt Bilder, dass Straßen mit Flaggen beider Länder geschmückt wurden.

Kim werde an diesem Mittwoch in einem gepanzerten Zug gegen 10.00 Uhr (Ortszeit, 2.00 Uhr MESZ) an einer russischen Grenzstation erwartet, schrieb Interfax zuvor unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. An dem Bahnhof mit dem Namen Hassan werde Kim einen kurzen Stopp einlegen und ein Haus besuchen, wo sich bereits sein Vater Kim Jong Il und Großvater Kim Il Sung bei Reisen kurzzeitig aufhielten.

Russland hatte Kim bereits im Mai vergangenen Jahres eingeladen. Damals überreichte Außenminister Sergej Lawrow die Einladung in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Seither war immer wieder über den Zeitpunkt eines Treffens spekuliert worden.

Zuletzt war es im Jahr 2011 zu einem Gipfel zwischen den Staatsoberhäuptern Russlands und Nordkoreas gekommen. Damals hatte sich der mittlerweile gestorbene Kim Jong Il mit Dmitri Medwedew getroffen. Medwedew ist aktuell Ministerpräsident.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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