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Krim: Russischer Geheimdienst nimmt Frau fest – Spionageverdacht

Spionage für die Ukraine?  

Russischer Geheimdienst nimmt Frau auf der Krim fest

29.11.2019, 13:06 Uhr | dpa

Krim: Russischer Geheimdienst nimmt Frau fest – Spionageverdacht. Die Zentrale FSB: Vor einer Woche wurde auch ein russischer Armeeangehöriger festgenommen, ebenfalls wegen Spionageverdachts (Archivbild). (Quelle: imago images/Hansjörg Hörseljau)

Die Zentrale FSB: Vor einer Woche wurde auch ein russischer Armeeangehöriger festgenommen, ebenfalls wegen Spionageverdachts (Archivbild). (Quelle: Hansjörg Hörseljau/imago images)

Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat der russische Geheimdienst FSB eine Frau wegen Hochverrats festgenommen. Sie soll geheime Daten des russischen Militärs an die Ukraine weitergegeben haben.

Wegen Hochverrats und Spionage für die Ukraine hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB eine Frau auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim festgenommen. Sie sei von ukrainischen Geheimdienstlern angeworben worden, um geheime Militärdaten an das Verteidigungsministerium in Kiew weiterzugeben, teilte der FSB am Freitag in Moskau mit.

Die russische Staatsbürgerin sei in der Küstenstadt Sewastopol festgenommen worden. Details zur Identität der Frau und zu den Vorwürfen nannte der Geheimdienst nicht. Der Verdächtigen drohen im Fall einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft.

Russland hatte sich die Krim 2014 nach einem international nicht anerkannten Referendum einverleibt. Die Ukraine fordert seither von Russland die Rückgabe der Halbinsel.

Angst vor Spitzeln auf der Krim

Seit der Annexion hat das russische Militär seine Präsenz auf der Krim deutlich ausgebaut und spricht von einer "uneinnehmbaren Festung". Besonders groß ist aber die Angst vor Spitzeln. Nach dem Beitritt zu Russland hatten auch die früheren ukrainischen Beamten in den Behörden russische Pässe angenommen.
 

 
Der FSB hatte erst vorige Woche auch einen russischen Armeeangehörigen in Rostow am Don festgenommen, der ebenfalls für die Ukraine spioniert haben soll.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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