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Die perfide Logik der russischen Cyber-Kriegsführung

Von t-online, mk

25.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Geflüchtete aus der Ukraine an der Grenze zu Polen: "Die Mitteilungen waren meistens bedrohlich oder demoralisierend".
Geflüchtete aus der Ukraine an der Grenze zu Polen: "Die Mitteilungen waren meistens bedrohlich oder demoralisierend". (Quelle: Kacper Pempel/Reuters-bilder)
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Für die russische Invasionsarmee wäre es wohl kein Problem, der Ukraine einfach das Internet zu kappen. Bislang hat es aber nur einzelne Cyber-Attacken gegeben. Fachleute vermuten dahinter eine brutale Taktik.

Russland ist berüchtigt für seine Fähigkeiten in der Cyber-Kriegsführung, das hat nicht zuletzt die Ukraine seit 2014 mehrmals erfahren müssen. Schon vor der jetzigen Invasion haben Fachleute vor breit angelegten Hacker-Angriffen auf die ukrainische Netzinfrastruktur gewarnt. Die sind bislang aber ausgeblieben, noch können die Menschen im Land telefonieren und sich über soziale Medien austauschen.


Das dramatische Ausmaß des Ukraine-Kriegs

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Das ist nach Ansicht von Fachleuten aber keine Zurückhaltung und auch kein Versäumnis – sondern Teil der psychologischen Kriegsführung des Kreml. "Das sind Methoden, die im Grunde jede Armee nutzt, es geht darum, das Schlachtfeld propagandistisch vorzubereiten", sagte Steve Hall, der frühere CIA-Chef für Russland, "Daily Beast". "Früher hat man Flugblätter hinter den feindlichen Linien abgeworfen, heute lässt sich solche Propaganda viel einfacher über das Internet verbreiten. Sie dient dazu, den Kampfgeist der Verteidiger zu schwächen".

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"Niemand will, dass eure Kinder zu Waisen werden"

Die Logik erscheint perfide: Wenn der Krieg seinen Schrecken entfalten soll, müssen die Menschen in der Lage sein, Fotos und Videos von den russischen Angriffen zu verbreiten – und damit Angst und Schrecken. Das geht aber nur, solange das Internet funktioniert. Ist der Stecker einmal gezogen, sitzen die Menschen in einem Informationsloch. "Das ist Teil einer hybriden Kriegsführung, die uns alle unter Spannung halten soll", sagte der ukrainische Informationsminister Oleksander Tkatschenko dem Sender Sky News.

Schon nach Beginn des Krieges gegen die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine 2014 berichteten ukrainische Soldaten von russischen Propagandamitteilungen auf ihren Handys. Die lasen sich beispielsweise so: "Man wird eure Leichen erst finden, wenn der Schnee geschmolzen ist!", "Zieht ab, und ihr könnt leben" oder "Niemand will, dass eure Kinder zu Waisen werden". Die Nachrichtenagentur AP hat das Phänomen in mehreren Artikeln dokumentiert.

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Wer steckt hinter den Propaganda-Nachrichten?

"Die Mitteilungen waren meistens bedrohlich oder demoralisierend", sagte der ukrainische Panzersoldat Roman Khashurin AP. "Oft hieß es, unsere Kommandeure hätten uns verlassen und wir seien nur Kanonenfutter." Jetzt sind es offenbar nicht nur Soldaten, die solche Mitteilungen bekommen – sondern Zivilisten im ganzen Land: "Noch ist Zeit, euer Leben zu retten und das Einsatzgebiet der russischen Truppen zu verlassen", soll eine der Nachrichten gelautet haben, wie das ukrainische Nachrichtenportal "Focus" berichtet.

Wer genau hinter diesen Nachrichten steckt, ist laut AP schwierig herauszufinden. Ein großer ukrainischer Netzanbieter sei zu dem Ergebnis gekommen, dass sie von simulierten Funkmasten ausgingen – High-Tech-Geräte, die auch die US-Armee in Afghanistan und Irak einsetzte, um Terroristen über ihre Handydaten aufzuspüren. Nach Angaben von AP hat die russische Armee diese Geräte in Drohnen installiert, die aus der Luft bis zu 2.000 Handys gleichzeitig mit Mitteilungen bombardieren können. Moskau bestreitet freilich seit Jahren jede Einflussnahme auf die Kämpfe in der Ukraine.

Bislang sind die befürchteten Angriffe auf die ukrainische Netzinfrastruktur ausgeblieben. Anfang der Woche wurden aber die Seiten des Verteidigungsministeriums und mehrere staatliche Banken gehackt. "Wir glauben, dass die russische Regierung dafür verantwortlich ist", sagte die für Cyber-Sicherheit zuständige stellvertretende Nationale Sicherheitsberaterin der US-Regierung, Anne Neuberger. Die Auswirkungen des Angriffs seien begrenzt gewesen. Es sei jedoch mit weiteren und schwereren Cyberattacken zu rechnen, sagte sie.

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