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Rote Nägel führen zur Identifizierung von getöteter Ukrainerin

Von Jonas Rogge

07.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Fahrradfahrer unter Beschuss: Als ein Zivilist in der Stadt Butscha unterwegs ist, greifen auf offener Straße mehrere Panzer an. (Quelle: t-online)
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Unter russischer Besatzung starben im ukrainischen Butscha zahlreiche Zivilisten. Das Foto einer Toten mit auffälliger Maniküre ging um die Welt. So konnte sie nun offenbar identifiziert werden.

Die grausamen Bilder von toten Zivilisten aus Butscha, einem Vorort der ukrainischen Haupstadt Kiew, haben international für Erschütterung gesorgt. Moskau behauptet, die Gräueltaten seien nach dem Abzug russischer Truppen inszeniert worden. Doch Videos aus dem Ort ließen bald erkennen, dass zur Zeit der russischen Besatzung Menschen auf offener Straße niedergeschossen wurden. Die Identität einer Fahrradfahrerin in einer dieser Aufnahmen konnte nun offenbar aufgeklärt werden.

Das Foto einer Hand mit rot lackierten Fingernägeln hat dabei den Ausschlag für die Identifizierung der 52-jährigen Frau gegeben. Nachdem es in sozialen Medien große Verbreitung gefunden hatte, erreichte es auch eine Kosmetikerin im Ort und eine Tochter der Verstorbenen. Beide waren sich sicher: Es handelt sich um die Hand von Iryna Filkina.

Butscha, Ukraine: Die roten Fingernägel führten zur Identifizierung der 52-jährigen, die auf dem Heimweg mutmaßlich vom russischen Militär erschossen wurde.
Butscha, Ukraine: Die roten Fingernägel führten zur Identifizierung der 52-jährigen, die auf dem Heimweg mutmaßlich vom russischen Militär erschossen wurde. (Quelle: Zohra Bensemra/Reuters-bilder)

Iryna Filkina wollte aus Butscha fliehen

Die Familie war bereits am 5. März über den Tod der Mutter informiert worden – doch erst das Foto brachte Gewissheit, wie eine ihrer Töchter gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN berichtet. Demnach hatte Filkina in den Tagen vor ihrer Tötung mit anderen Bewohnern Zuflucht in einem Einkaufszentrum gesucht. Sie hatte sich wohl schon entschieden, Butscha zu verlassen.

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Nachdem sie bei einer der Evakuierungen aber keinen Platz in einem der Autos fand, habe sie sich entschieden, auf dem Fahrrad nach Hause zu fahren – entgegen der flehentlichen Bitte der Tochter, die sie vor der Gefahr durch die Besatzer warnte. Auf dem Heimweg wurde Filkina mutmaßlich vom russischen Militär erschossen.

Ob ihre Tochter, die sich zurzeit in Polen aufhält, ihre Mutter persönlich beerdigen kann, ist vorerst ungewiss. Lokale Einsatzkräfte sind nach Angaben des Bürgermeisters weiterhin mit der Bergung von Toten und mit der Suche nach Minen beschäftigt. Doch die 26-Jährige will ihre Geschichte erzählen. Sie plant im Namen ihrer Mutter eine Stiftung zu gründen, die jungen Ukrainern bei der Bewältigung der Kriegsschäden unterstützen soll.

Hinweise auf Kriegsverbrechen verdichten sich

Der Fall der 52-Jährigen steht exemplarisch für das Schicksal der zahlreichen Zivilisten, die in der Kleinstadt unter russischer Besatzung getötet wurden. Nach Angaben örtlicher Behörden wurden bislang 320 Leichen geborgen. Auf Twitter veröffentlichte auch die ukrainische Journalistin Katerina Sergatskova die Identität der getöteten Frau. Sie kommentiert: "Russen töten Iryna und Hunderte Menschen wie sie. Nur weil sie Ukrainer waren."

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Die Kleinstadt Butscha wurde am 27. Februar, in den ersten Tagen der Invasion, von den russischen Einheiten erobert und etwa einen Monat lang von ihnen kontrolliert. Nach dem Ende der Bombardierungen eroberten ukrainische Einheiten die Stadt am vergangenen Donnerstag zurück.

Sie fanden zahlreiche Tote in ziviler Kleidung in den Straßen vor. Dabei verdichten sich die Hinweise auf Kriegsverbrechen durch das russische Militär. Die EU kündigte an, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof Ermittler zu entsenden, die Beweise für die verübten Gräueltaten sichern sollen.

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Von Lisa Becke, Daniel Mützel
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