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Putins Schlacht um den Donbass

dpa, Von Ulf Mauder und Christoph Driessen

29.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Wladimir Putin: Der russische Präsident hatte am 24. Februar nach eigenen Worten eine "Spezial-Operation" in der Ukraine gestartet.
Wladimir Putin: Der russische Präsident hatte am 24. Februar nach eigenen Worten eine "Spezial-Operation" in der Ukraine gestartet. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)
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Die russische Armee macht im Donbass Fortschritte. Ein Experte sieht dafür vor allem zwei Ursachen und äußert sich zu der vielleicht wichtigsten Frage: Wie wird Putin jetzt weitermachen?

Von einer extrem schweren Lage im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass spricht Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Während die Hauptstadt am Sonntag bei Sonne und friedlich ihren 1.540. Geburtstag feiert und Bürgermeister Vitali Klitschko freudig in einem Videoclip gratuliert, geht die blutige Schlacht um die Städte in den Regionen Luhansk und Donezk weiter. Besonders heftig toben die Gefechte um Sjewjerodonezk, das seit der Machtübernahme durch prorussische Separatisten 2014 in Luhansk als neue Gebietshauptstadt dient. Sie steht allem Anschein nach kurz vor dem Fall.


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Noch halte der Widerstand und wehe die ukrainische Flagge in der Stadt, die vor dem Krieg 100.000 Einwohnern hatte. Der Gouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, widersprach Berichten aus Russland, nach denen Sjewjerodonezk vollständig eingenommen sei. Trotzdem ist die Lage bedrohlich. Russische Truppen haben die Stadt fast komplett umstellt. Sie wollen nach dem Fall der 280 Kilometer südlich gelegenen Hafenstadt Mariupol dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den nächsten Kriegserfolg bescheren.

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Der Fall von Sjewjerodonezk hätte weitreichende Konsequenzen

Fällt Sjewjerodonezk, ist der Weg frei zum nächsten Kriegsziel, der vollen Einnahme der Region Donezk. Dort drohen schwerste Kämpfe um die symbolträchtigen Bastionen Slowjansk und Kramatorsk. Auf halber Strecke dorthin haben die russischen Truppen schon den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Lyman eingenommen, rund 40 Kilometer von Kramatorsk entfernt. Beobachter auch im Westen sehen die russischen Truppen nach fast 100 Tagen Krieg und einem verlustreichen Start inzwischen deutlich schlagkräftiger.

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Die jüngsten militärischen Erfolge der Russen im Donbass lassen sich nach Einschätzung des Militärexperten und Politologen Carlo Masala auf zwei Ursachen zurückführen: Erstens fehle es den Ukrainern an schweren Waffen. Zweitens hätten die Russen ihre Strategie erfolgreich geändert. "Im Gegensatz zum bisherigen Kriegsverlauf gehen sie nicht mehr an breiten Abschnitten der Front vor, sondern ziehen ihre Truppen zusammen, um an kleinen Stücken der Front voranzukommen. Dadurch haben sie derzeit eine personelle Überlegenheit", sagte der Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München der Deutschen Presse-Agentur.

Für die Ukraine stelle sich nun die Frage, ob sie bestimmte Gebiete aufgebe, weil ansonsten die Gefahr bestehe, dass dort Truppen eingekesselt würden und dann vielleicht in Kriegsgefangenschaft gerieten. Ganz entscheidend für den weiteren Kriegsverlauf sei allerdings, welchen Erfolg die von der Ukraine für Juni angekündigte Gegenoffensive haben werde, sagte Masala.

Forderung nach schweren Waffen weiter laut

Die ukrainische Führung unter Selenskyj forderte auch am Wochenende wieder eindringlich die Lieferung schwerer Waffen, darunter vor allem Mehrfachraketenwerfer, mit denen die russischen Truppen im Osten zurückgedrängt werden sollen. Selenskyj will den Konflikt auf dem Schlachtfeld gewinnen. Er lehnt russische Forderungen nach einem Verzicht auf die ostukrainischen Gebiete und die von Russland 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim kategorisch ab.

Zwar zeigte sich Putin am Samstag bei einem Telefonat mit Kanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron offen für einen Dialog mit der Ukraine. Aber die Verhandlungen liegen weiter auf Eis. Der Militärexperte Masala sieht bisher keinen Grund für Putin, sich auf Gespräche einzulassen. "Es läuft für ihn." Putin werde erst dann ernsthaft zu verhandeln beginnen, wenn er befürchten müsse, durch eine Fortführung des Krieges mehr zu verlieren als zu gewinnen.

Als sicher gilt auch, dass Putin nicht abrücken wird von seinen immer wieder genannten Hauptzielen, die Gebiete Luhansk und Donezk komplett der ukrainischen Kontrolle zu entreißen. Besetzt haben russische Truppen zudem bereits die südukrainische Region Cherson, die sich durch Grenzen und eine Pufferzone zum Rest der Ukraine abgeschottet hat. Dort und im Gebiet Saporischschja haben die moskautreuen Behörden nach einem Erlass Putins über die vereinfachte Verleihung russischer Staatsbürgerschaften nun mit der Vergabe von Pässen begonnen.

Angriffe in Kiew geplant?

Wie weit Putin und seine Truppen gehen, darüber wird auch in Russland spekuliert. In Moskau und Kiew ist immer wieder zu hören, es gehe Russland letztlich auch um die Hafenstadt Odessa und darum, die Ukraine komplett vom Schwarzen Meer abzutrennen. Sie hätte dann keinen Zugang mehr zu den Weltmeeren. Klarheit gibt es allerdings nicht.

Der Militärexperte Masala meinte zu Putins Zielen: "Ob es ihm reicht, der Ukraine den Donbass und die Landbrücke zur Krim zu entreißen – was immerhin 15 bis 20 Prozent des Territoriums der Bundesrepublik Deutschland entsprechen würde – oder ob er mehr will, das wissen wir nicht. Er hat mehr angekündigt." Es gebe auch Spekulationen, wonach Putin auch wieder Angriffe auf die Hauptstadt Kiew ausführen wolle.

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Von Martin Küper
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