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China: Was ist die "Neue Seidenstraße"? – erklärt in drei Minuten

Internationale Konferenz  

Chinas "Neue Seidenstraße" – erklärt in drei Minuten

26.04.2019, 19:32 Uhr | AFP

 (Quelle: Reuters)
Chinas Xi wirbt für umstrittene "Neue Seidenstraße"

Das milliardenschwere Großprojekt soll Handelswege zwischen Asien, Afrika und Europa vereinfachen. Kritiker befürchten, dass China vor allem seinen Einfluss in der Welt ausweiten will. (Quelle: Reuters)

Chinas Staatspräsident zuversichtlich: Xi wirbt für Chinas Mega-Projekt in Peking. (Quelle: Reuters)


Zum "Seidenstraßen"-Gipfel in Peking sind Vertreter aus 150 Ländern angereist. Was genau hat China mit dem Megaprojekt vor? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Seit fünf Jahren arbeitet China an dem Projekt "Neue Seidenstraße". Nun sind Vertreter aus 150 Ländern zur internationalen Konferenz "Neue Seidenstraße" nach Peking gereist. 37 Staaten schickten sogar einen Staats- oder Regierungschef. Chinas Präsident Xi Jinping eröffnete das Treffen persönlich – und versuchte, die wachsende Kritik an dem Infrastrukturprojekt zu zerstreuen.

Doch was verbirgt sich hinter der "Neuen Seidenstraße"? Hier sind die wichtigsten Fakten im Überblick:

Was ist die "Neue Seidenstraße"?

Die "Neue Seidenstraße", 2013 von Xi ins Leben gerufen, soll in Anlehnung an die historischen Routen zwischen Mittelmeerraum und Ostasien neue Handels- und Verkehrsnetze zwischen den Kontinenten aufbauen. China finanziert dabei ein Netz aus neuen Häfen, Eisenbahnlinien, Straßen und Industrieparks in Asien, Afrika und Europa. Peking will damit Absatzmärkte an sich binden.

Seit 2013 hat die Regierung insgesamt rund 80 Milliarden investiert, wie Xiao Weiming sagt, ein Verantwortlicher des Projekts. Hinzu kamen demnach zwischen 175 und 265 Milliarden Euro an Krediten verschiedener Banken.

Wer macht mit?

Chinas Außenminister Wang Yi sagte vergangene Woche, 126 Länder und 29 internationale Organisationen hätten bereits Verträge mit Peking im Rahmen der "Neuen Seidenstraße" geschlossen. Das bedeutet aber nicht in jedem Fall die volle Unterstützung des Projekts – oft geht es auch nur um kleinere Verträge über eine Zusammenarbeit in Drittländern.

Xi Jinping spricht während der Eröffnungsfeier des "Seidenstraßen"-Gipfels: Zu der Konferenz reisten Vertreter aus 150 Ländern an. (Quelle: dpa/kyodo)Xi Jinping spricht während der Eröffnungsfeier des "Seidenstraßen"-Gipfels: Zu der Konferenz reisten Vertreter aus 150 Ländern an. (Quelle: kyodo/dpa)

Welche Eisenbahnprojekte gibt es schon?

Der Bahn-Express für den Transport von Gütern zwischen China und Europa wurde schon 2011 eröffnet und verbindet mittlerweile 62 Städte in der Volksrepublik mit 51 Städten in Europa. Seitdem gab es 14.691 Fahrten von Güterzügen.

Der Wert der Fracht übersprang im Jahr 2018 den Wert von 30 Milliarden Euro. Allerdings: 94 Prozent der Züge starteten vollbeladen in China – nur 73 Prozent kamen vollbeladen aus Europa dorthin zurück.

Im Bau ist eine 414-Kilometer-Bahnlinie zwischen China und Laos; sie soll in Thailand weiterführen zu den Häfen des Landes. Die chinesische Provinz Yunnan wird so zur Drehscheibe für chinesische Produkte für Südostasien.

In Kenia ist die Eisenbahnverbindung "Seidenstraße" schon fertig. Sie verbindet die Hauptstadt Nairobi mit der Hafenstadt Mombasa am Indischen Ozean.

Welche Handelsstraßen und Häfen gehören dazu?

In Pakistan wurde der "Wirtschaftskorridor" zwischen dem Hafen Gwadar am Arabischen Meer und Kashgar in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang eröffnet. Bestandteil sind eine knapp 400 Kilometer lange Autobahn von Peshawar nach Karachi, die dieses Jahr fertig werden soll, ein Flughafen und ein Krankenhaus in Gwadar und Wasserkraftwerke.

Pakistan hofft auf eine Ankurbelung seiner Wirtschaft; China kann schneller und einfacher Öl aus den arabischen Staaten einführen.

 
Was sagen Kritiker?

Kritiker warnen davor, dass finanziell verwundbare Länder in eine Schuldenfalle und wachsende chinesische Abhängigkeit geraten können. Zudem profitieren demnach vor allem chinesische Unternehmen – sie bauen die Schienenwege und Straßen mit chinesischen Arbeitskräften und betreiben Häfen oder Kraftwerke. Der Schutz der Umwelt werde nicht berücksichtigt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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