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Syrien: Paris und London wollen Soldaten schicken – Berlin nicht

USA fordert Unterstützung  

Syrien: Paris und London wollen Soldaten schicken – Berlin nicht

10.07.2019, 08:17 Uhr | dpa, nhr

Syrien: Paris und London wollen Soldaten schicken – Berlin nicht. Soldaten in Syrien: Die USA fordern zur Unterstützung Bodentruppen aus Deutschland. (Quelle: Reuters)

Soldaten in Syrien: Die USA fordern zur Unterstützung Bodentruppen aus Deutschland. (Quelle: Reuters)

Die USA fordern internationale Soldaten zur Unterstützung ihrer Bodentruppen in Syrien. London und Paris stimmen nun zu, die Bundesregierung hingegen hatte der Bitte zuvor eine Absage erteilt. 

Frankreich und Großbritannien haben nach einem Medienbericht einer Bitte der US-Regierung zugestimmt und wollen zusätzliche Soldaten nach Syrien schicken.

Die beiden Regierungen würden sich zu einer geringfügigen Erhöhung ihrer Truppenzahl von 10 bis 15 Prozent verpflichten, zitierte das Magazin "Foreign Policy" einen US-Regierungsvertreter. Aus dem Pentagon gab es keine Bestätigung für den Bericht. Ein Sprecher verwies auf Anfrage an die Regierungen in Frankreich und Großbritannien.

Die Bundesregierung hatte der US-Bitte um deutsche Bodentruppen für den Einsatz gegen den IS eine Absage erteilt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, dass die Regierung nur die bisherigen militärischen Beiträge zur Anti-IS-Koalition – "Tornado"-Aufklärungsjets, ein Tankflugzeug und Ausbilder im Irak – fortführen wolle. Auf Nachfrage fügte er hinzu: "Wenn ich sage, dass die Bundesregierung es ins Auge fasst, ihre bisherigen Maßnahmen im Rahmen der Anti-IS-Koalition fortzuführen, dann zählen dazu bekanntlich keine Bodentruppen."

Deutsche Soldaten sollen US-Truppen zum Teil ersetzen

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hielt sich zuvor bedeckter. Sie sagte im ZDF, wenn die Lage es erfordere, über zusätzliches Engagement zu reden, dann sei das zu "diskutieren, wenn es so weit ist und mit Blick auf die Situation". 
 

 
Die Debatte darüber war von dem US-Diplomaten James Jeffrey ausgelöst worden. Der Sonderbeauftragte für Syrien und die Anti-IS-Koalition hatte die Bundesregierung bei einem Besuch in Berlin um zusätzliche Unterstützung für den Kampf gegen den IS gebeten: "Wir wollen von Deutschland Bodentruppen, um unsere Soldaten teilweise zu ersetzen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa


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