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Griechenland: Regierung rechnet mit Ankunft Tausender Flüchtlinge

Registrierzentren überfüllt  

Griechenland rechnet mit Ankunft Tausender Flüchtlinge

19.09.2019, 17:40 Uhr | dpa

Griechenland: Regierung rechnet mit Ankunft Tausender Flüchtlinge. Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos (Archivbild): Die Zahl der Migranten auf den griechischen Mittelmeerinseln ist seit April deutlich gestiegen. (Quelle: imago images/ZUMA Press)

Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos (Archivbild): Die Zahl der Migranten auf den griechischen Mittelmeerinseln ist seit April deutlich gestiegen. (Quelle: ZUMA Press/imago images)

Eine Änderung der türkischen Flüchtlingspolitik sorgt für Befürchtungen in Griechenland. Das EU-Mitglied geht davon aus, dass deswegen Tausende weitere Flüchtlinge ins Land kommen.

Der stellvertretende griechische Bürgerschutzminister Giorgos Koumoutsakos geht davon aus, dass die aktuell hohen Flüchtlingszahlen noch weiter steigen könnten. "Tausende Migranten haben sich in und um (die westtürkische Stadt) Izmir versammelt und wollen übersetzen", sagte Koumoutsakos am Donnerstag im griechischen Rundfunk. Am Dienstag hatten 800 Migranten illegal zu den griechischen Inseln übergesetzt, am Mittwoch erneut 562.

Auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Kos und Leros ist die Zahl der Migranten mittlerweile von 14.000 im April auf 27.700 Menschen angestiegen. Athen vermutet, dass die Entwicklung mit einer neuen Flüchtlingspolitik der Türkei zusammenhängt. Demnach will Ankara Tausende Migranten aus Istanbul entfernen und in Auffanglager nahe der syrischen Grenze bringen. Um das zu vermeiden, wagten die Menschen die gefährliche Reise über das Meer Richtung EU.

Griechische Bürgermeister warnen vor Zusammenstößen

Auf den betroffenen griechischen Inseln sind die Registrierzentren längst restlos überfüllt. Die örtlichen Bürgermeister warnen angesichts der angespannten Situation vor dramatischen Entwicklungen wie etwa Zusammenstößen zwischen Migranten und Inselbewohnern.
 

 
Der im März 2016 in Kraft getretene Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass die EU alle Flüchtlinge und Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Die Bearbeitung der Asylanträge kommt wegen Personalmangels jedoch bis heute nur mühsam voran. Die neue konservative griechische Regierung, die seit Juli im Amt ist, hat angekündigt, die Verfahren zu beschleunigen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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