Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikAuslandKrisen & Konflikte

Armenien und Aserbaidschan melden neue Gefechte


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextRBB-Mitarbeiter treten in StreikSymbolbild für einen TextDAZN-Kommentator (24) ist totSymbolbild für ein VideoJetzt kommt die WetterwendeSymbolbild für einen TextFeuer: Großeinsatz in Kölner HochhausSymbolbild für einen TextUkraine soll Streumunition erhaltenSymbolbild für einen TextTumulte bei Debatte um AsylunterkunftSymbolbild für einen Text14-jährige Ukrainerin vermisstSymbolbild für einen TextStar-Anwalt will Schuhbeck rettenSymbolbild für einen TextHandball: WM-Star bricht sich die HandSymbolbild für einen TextReal lässt Bundesliga-Transfer platzenSymbolbild für einen TextBrauerei muss nach 130 Jahren schließenSymbolbild für einen Watson TeaserFunkstille von Nackt-Model aufgeklärtSymbolbild für einen TextSpielen Sie das Spiel der Könige
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Armenien und Aserbaidschan melden neue Gefechte

Von dpa, afp, cck

07.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Demonstration in Armenien für Bergkarabach am 5. November: Die armenische und aserbaidschanische Regierung melden neue Gefechte an der Grenze.
Demonstration in Armenien für Bergkarabach am 5. November: Die armenische und aserbaidschanische Regierung melden neue Gefechte an der Grenze. (Quelle: Alexander Patrin/Imago Images)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Die Waffenruhe ist brüchig: Aserbaidschan und Armenien melden kurz vor den Friedensverhandlungen neue Gefechte. Vor zwei Monaten hatte Aserbaidschan sein Nachbarland angegriffen.

Wenige Tage vor geplanten Friedensgesprächen zwischen Armenien und Aserbaidschan in Washington haben sich beide Seiten neue Provokationen an der Grenze vorgeworfen. Aserbaidschanische Einheiten hätten in der Nacht das Feuer auf den östlichen Teil der Grenze eröffnet, teilte das armenische Verteidigungsministerium am Montag mit. Es habe keine Opfer gegeben. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium sprach von Angriffen mit Kleinwaffen der armenischen Einheiten. Auch Baku machte keine Opfer geltend.

Die Außenminister von Armenien, Ararat Mirsojan, und Aserbaidschan, Jeyhun Bayramov, sollen am Sonntag mit US-Verteidigungsminister Antony Blinken zusammentreffen.

Neue Dimension in jahrealtem Konflikt

Aserbaidschan hatte am 13. September in sein Nachbarland angegriffen. In den vergangenen Jahren war es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen beiden Staaten gekommen, im Zentrum stand dabei Bergkarabach. 1990 sagte sich diese Region, die mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, von Aserbaidschan los. Nach einem Krieg mit Aserbaidschan verlor Armenien 2020 die Kontrolle über einen Großteil des Gebiets.

Im September hatten die Kämpfte allerdings nicht in Bergkarabach stattgefunden, Aserbaidschan griff erstmals das armenische Staatsgebiet an. Beobachter sprachen deswegen von einer neuen Dimension (hier lesen Sie mehr dazu). Bei den Kämpfen im September wurden 286 Menschen getötet. Sie konnten nur unter großem Druck der Vereinten Nationen, der EU und anderer Akteure gestoppt werden.

Diplomaten gehen davon aus, dass Aserbaidschans autoritäre Führung ausnutzte, dass Russland mit dem Krieg gegen die Ukraine beschäftigt ist. Nach dem Bergkarabach-Krieg 2020 leitet Russland eine Friedensmission in der Region. Derzeit gilt eine Waffenruhe, die allerdings brüchig zu sein scheint.

Auch Russland versucht, zu verhandeln

Neben den USA versucht derzeit auch Russland in dem Konflikt zu verhandeln. Ein Spitzentreffen vergangene Woche brachte allerdings kaum Fortschritte zu einer Lösung. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am 31. Oktober den armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan und den aserbaidschanischen Staatschef Ilham Aliyev. Ein Friedensvertrag zwischen Armenien und Aserbaidschan sei nötig, erklärten die drei Spitzenpolitiker. Die russische Regierung sei bereit, den Weg dorthin zu unterstützen.

Es gab aber keine konkreten Vorschläge, wie eine Friedenslösung für die beiden Staaten und für die Armenier im aserbaidschanischen Gebiet Bergkarabach aussehen könnte. Bergkarabach wurde in dem Papier gar nicht erwähnt. In einer gemeinsamen Erklärung wurde allerdings vereinbart, auf Drohungen und Gewalt bei der Lösung von Konflikten zu verzichten. Beide Staaten akzeptierten die staatliche Souveränität und die Grenzen des jeweils anderen Landes, hieß es darin.

Russland ist im Südkaukasus traditionell die Schutzmacht Armeniens, überwachte aber für beide Seiten auch die Waffenstillstandsvereinbarungen von 2020. Aserbaidschan wird von der Türkei unterstützt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
"Sie alle leben in Angst, dass Putin sie umbringt"
  • Marc von Lüpke-Schwarz
Von Marc von Lüpke
ArmenienRusslandUSAWashington

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website