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Fluchtziel Deutschland: Kein Industriestaat nimmt mehr Menschen auf

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Fluchtziel Deutschland  

Kein Industriestaat nimmt mehr Menschen auf

19.06.2017, 17:59 Uhr | dru, dpa

Fluchtziel Deutschland: Kein Industriestaat nimmt mehr Menschen auf. Migranten im zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten ehemaligen Neckermann-Gebäude in Frankfurt am Main. (Quelle: dpa/Boris Roessler)

Migranten im zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten ehemaligen Neckermann-Gebäude in Frankfurt am Main. (Quelle: Boris Roessler/dpa)

Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie im vergangenen Jahr. Die meisten von ihnen wurden in Ländern aufgenommen, die selbst kaum das Nötigste haben. Doch auch Deutschland liegt bei der Flüchtlingsaufnahme weit vorn.

Insgesamt 65,5 Millionen entwurzelte Menschen zählte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) im vergangenen Jahr, 300 000 mehr als 2015. Darunter waren 22,5 Millionen Menschen, die über Grenzen gingen und 40,4 Millionen Vertriebene, die in einem anderen Teil ihrer Heimatländer Unterschlupf fanden. Seit 1997 hat sich die Flüchtlingszahl damit praktisch verdoppelt.

Syrien hat die meisten Flüchtlinge

Allein in Syrien mussten zwei Drittel der Einwohner ihre Heimat verlassen, berichtete UNHCR am Montag in Genf. Rund sieben Millionen blieben innerhalb der Landesgrenzen, 5,5 Millionen flohen ins Ausland – vor allem in die Türkei. Das Nato-Partnerland ist mit knapp 2,9 Millionen Vertriebenen das weltweit größte Aufnahmeland.

Aus Afghanistan flohen knapp 2,5 Millionen Menschen, aus dem bettelarmen Südsudan knapp 1,5 Millionen. In Afrika liegen sieben von zehn Ländern, aus denen die meisten Menschen vertrieben wurden.


Mehr interessante Grafiken finden Sie bei Statista.

Arme Länder am stärksten belastet

Was auffällt: Die Flüchtlingskrise betrifft vor allem Länder, die selbst zu den armen bis ärmsten Ländern der Welt gehören. Vier von fünf Flüchtlingen kamen in Ländern wie Uganda, Äthiopien, Kongo und Kenia unter. Industrieländer tauchen in der Top Ten bis auf Deutschland und die Türkei gar nicht auf.

"Dies ist keine Krise der reichen Welt, sondern eine Krise der Entwicklungsländer", betonte der Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi.


Kontroverse um Flüchtlingsaufnahme in Europa

In Europa leben in keinem Land so viele Flüchtlinge, wie in Deutschland. Laut UNHCR hatten im vergangenen Jahr 669.482 Menschen bei uns einen Flüchtlingsstatus. Auf Platz zwei folgte Frankreich mit 304.546, danach Schweden mit 230.164 registrierten Schutzsuchenden. Über 100.000 Flüchtlinge lebten noch in Italien (147.370), Großbritannien (118.995) und den Niederlanden (101.744).


Im September 2015 war vereinbart worden, die in der EU ankommenden Flüchtlinge auf die Mitgliedsländer zu verteilen. Mehrere Staaten aber weigerten sich, Schutzsuchende aufzunehmen. Die EU-Kommission strengt deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen, Ungarn und Tschechien an. Ungarns Regierung sprach daraufhin von Erpressung und uneuropäischem Verhalten.

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