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Syrien: Nach Tod türkischer Soldaten schwört Erdogan Rache

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Verluste der Türkei in Syrien  

Erdogan: "Wir befinden uns in einem Krieg"

11.02.2018, 14:20 Uhr | dpa, pdi, AFP, AP

Syrien: Nach Tod türkischer Soldaten schwört Erdogan Rache. Recep Tayyip Erdogan hat den Kurden nach dem Abschuss eines türkischen Hubschraubers Rache geschworen. (Quelle: dpa)

Recep Tayyip Erdogan hat den Kurden nach dem Abschuss eines türkischen Hubschraubers Rache geschworen. (Quelle: dpa)

In Nordsyrien tobt weiter der Kampf zwischen dem türkischen Militär und der Kurdenmiliz YPG. Dabei werden elf türkische Soldaten getötet. Nach einem Hubschrauber-Abschuss schwört Erdogan Rache.

Die Türkei hat drei Wochen nach dem Beginn ihrer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG im Norden Syriens ihre bislang schwersten Verluste erlitten. Wie die Streitkräfte mitteilten, wurden am Samstag insgesamt elf türkische Soldaten getötet, darunter zwei, die beim Absturz eines Hubschraubers in der Region Afrin ums Leben kamen. Wie die anderen Soldaten starben, blieb zunächst offen. Elf weitere wurden verletzt.

Recep Tayyip Erdogan signiert eine türkische Drohne: Bei der Offensive in Nordsyrien hat die Türkei bereits über 20 Soldaten sowie einen Hubschrauber und einen Panzer verloren. (Quelle: dpa)Recep Tayyip Erdogan signiert eine türkische Drohne: Bei der Offensive in Nordsyrien hat die Türkei bereits über 20 Soldaten sowie einen Hubschrauber und einen Panzer verloren. (Quelle: dpa)

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirm erklärte, die Ursache des Absturzes sei nicht vollständig klar. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte hingegen vor Mitgliedern der Regierungspartei AKP, der Hubschrauber sei beim Einsatz gegen die Kurden in Afrin abgeschossen worden. Er drohte den Verantwortlichen: "Wir befinden uns in einem Krieg. Wir werden Verluste haben, aber wir werden auch für Verluste sorgen", sagte Erdogan.

"Sie werden den Preis dafür zahlen"

Ein Sprecher der Kurdenmiliz YPG erklärte, seine Truppen hätten den Hubschrauber getroffen. Seit Beginn der türkischen Operation in dem Gebiet vor drei Wochen wäre es das erste Mal, dass ein türkischer Hubschrauber abgeschossen wurde. Der Hubschrauber ist das erste Fluggerät, dessen Verlust die Türkei seit Beginn der Operation gemeldet hat. Erdogan sagte dazu: "Wir mögen einen Helikopter verlieren, aber sie werden den Preis dafür zahlen."

Beerdigung eines türkischen Soldaten: Bei der türkischen Offensive gegen die kurdische Miliz YPG kommt das türkische Militär nur langsam voran. (Quelle: dpa)Beerdigung eines türkischen Soldaten: Bei der türkischen Offensive gegen die kurdische Miliz YPG kommt das türkische Militär nur langsam voran. (Quelle: dpa)

Türkische Truppen und syrische Verbündete gehen in der Region gegen die YPG vor. Bei der Miliz handelt es sich um den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Für die USA und andere westliche Staaten war die Gruppe hingegen in den vergangenen Jahren ein entscheidender Verbündeter im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Seit Beginn der Operation wurden 25 türkische Soldaten getötet.

277 Zivilisten getötet

Die Gesamtsituation in Syrien ist in den vergangenen Wochen wegen der türkischen Militäroperation und anderen Entwicklungen wieder zerfahrener geworden. Die syrische Regierung hat ihre Angriffe auf zwei der größten und wichtigsten verbliebenen Oppositionsgebiete, die nordwestliche Provinz Idlib und Ost-Ghuta bei Damaskus, forciert. Dabei gab es Hunderte Tote und Verletzte.

Luftangriffe in Ost-Ghuta: Das Bild soll einen Helfer der Organisation "Weißhelme" mit seinem verletzten Sohn auf dem Arm zeigen. (Quelle: AP/dpa/Syrian Civil Defense White Helmets)Luftangriffe in Ost-Ghuta: Das Bild soll einen Helfer der Organisation "Weißhelme" mit seinem verletzten Sohn auf dem Arm zeigen. (Quelle: Syrian Civil Defense White Helmets/AP/dpa)

UN-Menschenrechtskommissar Said Raad al-Hussein forderte am Samstag, dass die internationale Gemeinschaft dringend handeln müsse. Die vergangene Woche sei in Syrien "einer der blutigsten Zeiträume des gesamten Konflikts" gewesen, erklärte er. Zu den Angriffen hätten auch Attacken auf neun medizinische Einrichtungen gezählt. 277 Zivilisten seien zwischen dem 4. und 9. Februar in Idlib und Ost-Ghuta getötet worden. Es gebe zudem Berichte über den Einsatz von Giftgas in Wohngebieten durch die Regierung.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • AP
  • afp
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