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Syrien: Türkei und Iran greifen trotz UN-Resolution weiter an

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Trotz UN-Resolution zu Syrien  

Türkei und Iran greifen weiter an

25.02.2018, 14:35 Uhr | AFP

Syrien: Türkei und Iran greifen trotz UN-Resolution weiter an. Ghuta in Syrien: Trotz einer UN-Resolution soll die Stadt weiter angegriffen werden. (Quelle: Uncredited/Syrian Civil Defense White Helmets/AP/dpa)

Ghuta in Syrien: Trotz einer UN-Resolution soll die Stadt Berichten zufolge weiter angegriffen werden. (Quelle: Uncredited/Syrian Civil Defense White Helmets/AP/dpa)

Gerade hat die UNO eine Resolution für eine unverzügliche Waffenruhe in Syrien verabschiedet, jetzt betätigen Türkei und Iran, dass sie weiter gegen sogenannte Extremisten vorgehen.

Trotz der UN-Resolution für eine Waffenruhe in Syrien gehen die Kämpfe zwischen dem türkischen Militär und der Kurdenmiliz YPG in der nordwestsyrischen Region Afrin weiter. Das türkische Militär und verbündete Rebellen seien unterstützt von Luftangriffen weiter vorgerückt und hätten mehrere Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit.

Der Sender "CNN Türk" berichtete, die Offensive werde fortgesetzt. Das türkische Militär habe fünf weitere Dörfer eingenommen. Die am vergangenen 20. Januar begonnene Offensive richtet sich gegen die mit den USA verbündete Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien. Ankara betrachtet die YPG als syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation.

Weiterhin Luftangriffe und Artilleriebeschuss

Auch an anderen Orten in Syrien wird trotz des Aufrufs zur Waffenruhe weiter gekämpft. Die Luftwaffe habe am Morgen zwei Angriffe auf das Gebiet am Rande der Hauptstadt Damaskus geflogen, teilte wiederum die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Angriffe trafen demnach Randbezirke von Duma, der größten Stadt in Ost-Ghuta.

Insgesamt sei die Gewalt in dem belagerten Gebiet in den ersten Stunden nach der Abstimmung des UNO-Sicherheitsrats in New York zwar zurückgegangen. Trotzdem aber gebe es weiterhin Luftangriffe und Artilleriebeschuss, so die Syrische Beobachtungsstelle. Gar von einer möglichen Bodenoffensive ist ferner die Rede.

"Säuberung wird fortgesetzt"

Auch der mit dem syrischen Diktator Baschar al-Assad verbündete Iran hat weitere Offensiven in den Vororten der syrischen Hauptstadt Damaskus angekündigt. Dies betreffe Angriffe auf "Terroristen", so Militärstabschef Mohammed Bakeri am Sonntag nach einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim.

Ansonsten würden sich sein Land und Syrien an die UN-Resolution halten, in der eine 30-tägige Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland gefordert wird. So sollen Hilfslieferungen und die medizinische Versorgung sichergestellt werden. Der General erklärte, die Vororte von Damaskus stünden zum Teil unter Kontrolle von "Terroristen". "Dort wird die Säuberung fortgesetzt."  Extremisten wie etwa von der Nusra-Front seien nicht Gegenstand der Feuerpause.

"Absolute Verpflichtung", Zivilisten zu schützen

Nach tagelangen zähen Verhandlungen hatte der UN-Sicherheitsrat am Samstag eine Resolution für eine einmonatige Waffenruhe in Syrien verabschiedet. Das Gremium stimmte nach mehrfachen Verschiebungen wegen russischer Einwände einstimmig für eine baldige Feuerpause zur Ermöglichung von Hilfslieferungen sowie für ein Ende der Belagerung von Ost-Ghuta und anderer Gebiete.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres mahnte eine "unverzügliche" und "dauerhafte" Umsetzung der Waffenruhe an. Er erinnerte alle Konfliktparteien an ihre "absolute Verpflichtung", Zivilisten zu schützen.

Hunderte Tote, darunter viele Kinder

Ost-Ghuta steht seit einer Woche unter massivem Beschuss der Regierungstruppen. Seither wurden nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle bereits mehr als 500 Zivilisten getötet, darunter mehr als hundert Kinder. Knapp 400.000 Menschen sind in dem Gebiet eingeschlossen.

Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Angaben von einem Netzwerk aus Informanten in Syrien, ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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