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Laut Russland: Chlor aus Deutschland in Syrien gefunden


Chemiewaffen
Russland: Chlor aus Deutschland in Syrien gefunden

Von ap, pdi

Aktualisiert am 20.04.2018Lesedauer: 2 Min.
Russische Militärpolizisten stehen neben Militärfahrzeugen in der Region Ost-Ghuta in der Nähe der Stadt Duma: Die syrische Armee konnte mit russischer Unterstützung die Provinz einnehmen.Vergrößern des BildesRussische Militärpolizisten stehen neben Militärfahrzeugen in der Region Ost-Ghuta in der Nähe der Stadt Duma: Die syrische Armee konnte mit russischer Unterstützung die Provinz einnehmen. (Quelle: dpa-bilder)
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Im syrischen Ost-Ghuta starben mutmaßlich Dutzende Menschen bei einem Giftgasangriff. Der Westen beschuldigte Assad und griff an. Nun findet Russland angeblich Chlor-Kanister, die aus Deutschland sein sollen.

Syrische Regierungstruppen haben nach Angaben des russischen Außenministeriums Chlor aus Deutschland in Ost-Ghuta gefunden. Bei der Befreiung der Region seien "Kanister mit Chlor, der schlimmsten chemischen Waffe, aus Deutschland" aufgetaucht, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

In der in Ost-Ghuta liegenden Stadt Duma fand Anfang April ein mutmaßlicher Giftgasangriff mit Dutzenden Toten statt, bei dem auch Chlor zum Einsatz gekommen sein soll. Die USA, Großbritannien und Frankreich machten syrische Regierungstruppen dafür verantwortlich und griffen deren mutmaßliche Chemiewaffenstätten an.

Syrien und Russland dementieren, dass syrische Regierungskräfte für den mutmaßlichen Giftgasangriff verantwortlich sind. Sie haben versucht, den Verdacht auf die Rebellen zu lenken, die nach dem Angriff aufgaben und abzogen. Der Angriff in Duma sei von Großbritannien inszeniert worden, sagte das russische Verteidigungsministerium aber auch an einem Punkt. Ein russischer General bestritt, dass in der ehemaligen Rebellenhochburg Duma Chemiewaffen gefunden worden seien.

Russisches Militär untersucht westliche Marschflugkörper

Nach dem westlichen Luftangriff sind dem russischen Militär eigenen Angaben zufolge zwei nicht explodierte Marschflugkörper in die Hände gefallen. Die Waffen seien zur Untersuchung nach Russland gebracht worden. Das sagte eine Quelle im Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax. Besonders interessant seien die Steuerung und die radarabweisende Oberfläche der gut erhaltenen Marschflugkörper.

Die USA, Frankreich und Großbritannien hatten in der Nacht zum Samstag Ziele in Syrien beschossen und dies mit Vergeltung für einen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma begründet. Er geht nach westlicher Einschätzung auf das Konto der syrischen Regierung. US-Präsident Donald Trump hatte vorher in einem Tweet den Einsatz von Raketen angekündigt, die "schön und neu und smart" seien.

Die USA setzten bei dem Angriff Marschflugkörper der US-Typen JASSM (von Bombern) und Tomahawk (von Schiffen) ein. Britische und französische Flugzeuge feuerten in Europa entwickelte Marschflugkörper des Typs Scalp (Storm Shadow) ab, eine französische Fregatte zudem die neue Skalp-Marineversion MdCN.

Nach Militärangaben der westlichen Länder trafen die Marschflugkörper genau ihre Ziele. Das russische Verteidigungsministerium erklärt dagegen, die syrische Luftabwehr habe 71 von 103 Geschossen abgefangen und zerstört. Belege dafür wurden nicht präsentiert. Russland und der Iran sind in Syrien die militärischen Schutzmächte der Regierung.

Verwendete Quellen
  • AP
  • dpa
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