Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Krisen & Konflikte >

Streit um US-Pastor: Türkei wirft USA gezielten Wirtschaftskrieg vor

Streit um Sanktionen  

Türkei wirft USA gezielten Wirtschaftskrieg vor

23.08.2018, 06:20 Uhr | rtr, dpa, aj

Streit um US-Pastor: Türkei wirft USA gezielten Wirtschaftskrieg vor. Recep Tayyip Erdogan: Der wirtschaftliche Druck der USA stürzt die ohnehin schwächelnde türkische Wirtschaft in zusätzliche Probleme. (Quelle: dpa)

Recep Tayyip Erdogan: Der wirtschaftliche Druck der USA stürzt die ohnehin schwächelnde türkische Wirtschaft in zusätzliche Probleme. (Quelle: dpa)

Die USA seien dabei, einen weltweiten Handelskrieg anzuzetteln, sagt Erdogans Sprecher. Zuvor hatte Trumps Sicherheitsberater die weitere Inhaftierung des US-Pastor Brunson als "schweren Fehler" bezeichnet.

Die Regierung in Ankara hat den USA vorgeworfen, einen gezielten Wirtschaftskrieg gegen die Türkei zu führen. Dies bewiesen die jüngsten Aussagen des Nationalen Sicherheitsberaters der USA, erklärte der Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan in einer schriftlichen Stellungnahme an die Nachrichtenagentur Reuters.

Der Nationale Sicherheitsberater und enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hatte Reuters zuvor gesagt, die Türkei habe mit der Festnahme von Brunson einen "schweren Fehler" begangen. Der Pastor müsse ohne Bedingungen und sofort freigelassen werden.

Wegen des Streits um Brunson und den im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen haben die USA und die Türkei einander mit Strafzöllen überzogen. Die Türkei sieht in Gülen den Drahtzieher des Putschversuchs 2016 und fordert seine Auslieferung. Brunson wirft sie Kontakte zu Gülen vor. Der wirtschaftliche Druck der USA stürzt die ohnehin schwächelnde türkische Wirtschaft in zusätzliche Probleme. Beide Staaten sind wie Deutschland Mitglied der Nato. 


USA zetteln weltweiten Wirtschaftskrieg an

Zudem hätten die USA gezeigt, dass sie mit ihren Sanktionen und wirtschaftlichen Strafmaßnahmen einen weltweiten Handelskrieg anzetteln wollten, hieß es in der Stellungnahme aus der Türkei weiter.

Die jüngste US-Politik stehe im Widerspruch zu den Prinzipen und Werten des Sicherheitsbündnisses Nato. Der Erdogan-Sprecher verbat sich zudem eine Einmischung der USA in die Abläufe der türkischen Justiz im Fall des inhaftierten US-Pastors Andrew Brunson.

Ende September wird Erdogan zu einem umstrittenen Besuch in Deutschland erwartet. SPD-Chefin Andrea Nahles bekräftigte ihre Forderung, dem Land zu helfen. "Die Wirtschafts- und Finanzkrise in der Türkei ist durch die US-Sanktionen erheblich verschärft worden und kann zur echten Bedrohung werden. 

Verwendete Quellen:
  • Reuters, dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie die neue Herbst-Winter-Business-Kollektion
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal