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Nowitschok-Giftanschlag: Dritter russischer Agent im Fall Skripal angeblich identifiziert

Nowitschok-Giftanschlag  

Dritter russischer Agent im Fall Skripal angeblich identifiziert

11.10.2018, 03:21 Uhr | rtr, dpa, aj

Nowitschok-Giftanschlag: Dritter russischer Agent im Fall Skripal angeblich identifiziert. CCTV-Aufnahmen der zwei Verdächtigen im Fall Skripal in London: Sergej Skripal soll bereits Jahre vor dem Giftanschlag auf ihn beschattet worden sein.  (Quelle: AP/dpa)

CCTV-Aufnahmen der zwei Verdächtigen im Fall Skripal in London: Sergej Skripal soll bereits Jahre vor dem Giftanschlag auf ihn beschattet worden sein. (Quelle: AP/dpa)

Die Enthüllungen im Fall Skripal gehen weiter: Nun ist der Name eines dritten Beteiligten im Gespräch. Sergej Skripal soll bereits Jahre vor dem Giftanschlag beschattet worden sein.

Eine russische Nachrichten-Website hat im Fall des Giftanschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal den Namen eines dritten Beteiligten ins Gespräch gebracht.

Demnach könnten die britischen Ermittler demnächst einen Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU mit dem Namen Sergej Fedotow als weiteren Beteiligten im Zusammenhang mit dem Anschlag nennen, berichtete am Mittwoch die Website "Fontanka", die sich selbst als Petersburger Internetzeitung bezeichnet. Eine Quelle nannte die Zeitung nicht.

Skripal und seine Tochter Julia wurden nach britischen Angaben mit dem in dem Sowjetunion entwickelten Giftstoff Nowitschok fast getötet. Großbritannien wirft Russland vor, hinter dem Anschlag zu stecken. Die Regierung in Moskau bestreitet dies. Skripal hatte für den britischen Geheimdienst gearbeitet, war in Russland zu einer Haftstrafe verurteilt worden und wurde später nach Großbritannien abgeschoben.

Bereits im September hatte die britische Zeitung "Telegraph" berichtet, die Polizei habe einen dritten russischen Geheimdienstmitarbeiter identifiziert, der vermutlich zur Vorbereitung des Anschlags eingesetzt worden sei. Einen Namen nannte die Zeitung nicht.

Zuvor hatte das britische Recherchenetzwerk "Bellingcat" nach eigenen Angaben die Identität der beiden verdächtigen Russen aufgedeckt, die Moskau als Zivilisten bezeichnet hatte. Bei ihnen handelt es sich demnach um Alexander Jewgeniewitsch Mischkin und Anatoli Tschepiga, die beide Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU sein sollen.

Der Militärarzt Mischkin habe 2014 von Putin persönlich den Ehrentitel "Held der russischen Föderation" erhalten, hatte Bellingcat am Dienstag erklärt. Er sei unter dem Decknamen Alexander Petrow tätig gewesen - unter dem Namen Petrow hatte die britische Polizei nach dem Mann gefahndet.


Verdächtiger Dr Alexander Yevgenyevich Mishkin: Der russische Militärarzt soll unter einer falschen Identität nach Salisbury in England gereist sein. (Quelle: AP/dpa/Bellingcat)Verdächtiger Alexander Mischkin: Der russische Militärarzt soll unter einer falschen Identität nach Salisbury in England gereist sein. (Quelle: Bellingcat/AP/dpa)


Russland will den Vermutungen nicht nachgehen

Moskau gibt sich zu den Vorwürfen äußerst wortkarg. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch zu Erkenntnissen, wonach Präsident Wladimir Putin einen der beiden russischen Verdächtigen mit einem hohen Orden ausgezeichnet haben soll, dazu werde er nicht Stellung nehmen. Russland werde dem nicht nachgehen und habe von der britischen Seite auch "keinen offiziellen Auftrag" dazu.

Mischkins mutmaßlichen Komplizen hatte Bellingcat bereits Ende September als den GRU-Agenten Anatoli Tschepiga identifiziert. Auch er soll die Auszeichnung erhalten haben - möglicherweise ebenfalls von Putin persönlich. Der Kreml hatte bereits zu diesen Rechercheergebnissen keinen Kommentar abgegeben. Allerdings hatte Peskow bestritten, dass Putin den Oberst Tschepiga mit dem Orden "Held der Russischen Föderation" auszeichnete.

Verwendete Quellen:
  • Reuters
  • dpa

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