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Drohender Handelskrieg: China will US-Forderungen sofort umsetzen

Abbau von Handelsbarrieren  

China will US-Forderungen sofort umsetzen

06.12.2018, 10:37 Uhr | AFP

Trump: China reduziert Zölle auf US-Importautos (Screenshot: dpa)
Trump: China reduziert Zölle auf US-Importautos

Es zeichnet sich eine gewisse Entspannung im Handelsstreit ab. 

Handelsstreit: Chinas Führung hatte zuletzt die Einfuhrzölle für US-Importautos abgebaut. (Quelle: Reuters)


Wird der Handelskrieg doch noch abgewendet? Nach Entspannung auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires will China nun die Forderungen der USA nach Handelserleichterungen umsetzen – und zwar sofort.

China hat angekündigt, die mit den USA auf dem G20-Gipfel vereinbarten Handelserleichterungen sofort umzusetzen. Dies betreffe landwirtschaftliche Produkte, Energie, Autos und andere Waren, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking.

Chinas Staatschef Xi Jinping hatte US-Präsident Donald Trump am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires zugesagt, Handelsbarrieren abzubauen, um neue Strafzölle zu vermeiden.

Die USA setzten China zugleich eine Frist: Wenn Peking den Forderungen nach einem Abbau von Handelsbarrieren nicht binnen 90 Tagen nachkomme, sollten die Strafzölle wie geplant steigen. Trump selbst drohte auf Twitter: Entweder es gebe einen echten Deal, oder gar keinen. 

"Je schneller desto besser"

Schon am Mittwoch hieß es dazu aus Peking, China werde mit der Umsetzung bestimmter Punkte beginnen, bei denen es einen Konsens gebe – "je schneller desto besser".

Nach Angaben Chinas wollen beide Seiten zudem über den Schutz geistigen Eigentums, Zusammenarbeit bei Technologien, den Zugang zu Märkten und fairen Handel diskutieren. Dabei werde "hart daran gearbeitet werden, einen Konsens zu erreichen", hieß es bei einer Pressekonferenz in Peking.

Details zu den konkreten Maßnahmen Chinas wurden allerdings nicht genannt. Das Weiße Haus hatte nach der Verständigung auf den Waffenstillstand mitgeteilt, dass China zugesagt habe, eine "sehr erhebliche" Menge an Gütern aus der Landwirtschaft, dem Energiebereich und Industrieprodukten zu kaufen, um dadurch das Handelsdefizit der USA gegenüber China zu verringern.

Weltweite Befürchtungen vor Wirtschaftskrise

Trump hatte dieses Defizit immer wieder in scharfen Worten angeprangert und Peking "unfaire Wirtschaftspraktiken" vorgeworfen. Im Juli drohte er an, Strafzölle auf alle chinesischen Importe zu verhängen, die 2017 einen Wert von 505 Milliarden Dollar erreichten. Der sich hochschaukelnde Konflikt der beiden größten Volkswirtschaften schürte dabei weltweit Befürchtungen vor den negativen Auswirkungen auf die internationalen Warenströme und möglichen Konjunktureinbrüchen.

 

 
Nach dem Treffen in Argentinien pries Trump die Verständigung mit Peking als großen Schritt vorwärts in den Beziehungen der USA zu China. "Sehr gute Dinge werden passieren", schrieb der US-Präsident vor einigen Tagen. Die US-Verhandlungen erfolgten dabei aus einer Position großer Stärke. China habe allerdings gleichfalls "viel zu gewinnen wenn ein Deal vollendet wird". Zugleich erklärte er, China habe zugesagt, Zölle auf US-Autos "zu reduzieren und abzuschaffen".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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