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Iran schickt Drohbrief an die USA: "Militäraktion umgehend erwidern"

"Militäraktion umgehend erwidern"  

Iran schickt Drohbrief an die USA

18.09.2019, 14:07 Uhr | dpa , pdi, AFP

 (Quelle: Reuters)
Iran schickt Drohbrief an die USA – Trump reagiert mit neuen Strafen

In einem offiziellen Schreiben an die USA hat das iranische Außenministerium jegliche Beteiligung an den Angriffen auf saudische Ölanlagen zurückgewiesen. Donald Trump drohte per Twitter dennoch neue Sanktionen gegen den Iran an. (Quelle: t-online.de)

Angriffe auf saudische Ölanlagen: Der Iran wies eine Beteiligung zurück, doch Trump spricht dennoch neue Drohungen aus. (Quelle: t-online.de)


Nach den Öl-Attacken in Saudi-Arabien ist die Lage in der Region weiterhin hochexplosiv. Der Iran streitet eine Beteiligung ab und schickt neue Drohungen in Richtung USA. Präsident Ruhani macht Trump schwere Vorwürfe.

In einem offiziellen Schreiben an die USA hat das iranische Außenministerium jegliche Beteiligung an den Angriffen auf saudische Ölanlagen zurückgewiesen. "Der Iran hat mit dem Angriff nichts zu tun", heißt es in dem Brief, der den USA über die Schweizer Botschaft in Teheran zugestellt wurde. Die Schweiz vertritt im Iran die diplomatischen Interessen der USA. "Falls gegen den Iran eine (Militär-)Aktion ausgeübt werden sollte, werden wir die umgehend erwidern und die Dimensionen wären nicht limitiert", heißt es in dem Schreiben, aus dem die Nachrichtenagentur Irna am Mittwoch zitierte. Es soll der Schweizer Botschaft schon am Montag übergeben worden sein.

Am vergangenen Samstag wurden saudische Ölanlagen aus der Luft angegriffen und in Brand gesetzt. Die Huthi-Rebellen im Jemen, die in dem Land immer wieder von der saudischen Luftwaffe attackiert werden, bekannten sich zu den Angriffen. Die USA bezichtigen aber den Iran.

Auch Irans Präsident Hassan Ruhani bestritt am Mittwoch jede iranische Beteiligung an den Angriffen. Die Unterstellungen der USA seien absurd und auch für die internationale Gemeinschaft unglaubwürdig. "Neben den politischen und wirtschaftlichen Sanktionen kommen die USA nun auch mit Unterstellungen gegen den Iran", fügte Ruhani hinzu. Die Amerikaner schicken nach den Worten von Ruhani Schießpulver in die Region und machen dann andere Länder dafür verantwortlich, wenn es knallt. Die Jemeniten hätten das legitime Recht, sich gegen die Vernichtung ihres Landes zu wehren – und als Warnung auch industrielle Ziele anzugreifen. "Diese Warnungen sollten ernst genommen und das Kriegsfeuer im Jemen sollte ein für allemal gelöscht werden", sagte Ruhani weiter.

"Diesen Krieg beenden"

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif kritisierte die US-Politik im Jemen und forderte ein Ende des Krieges dort. "Die USA zeigen sich unbeteiligt, wenn ihre Alliierten vier Jahre lang gnadenlos Babys bombardieren, aber regen sich furchtbar auf, wenn die Opfer mit der Bombardierung von Ölraffinerien reagieren", twitterte er. Die USA würden ihre Augen vor der Wahrheit verschließen, wenn sie glaubten, dass die Jemeniten nach mehr als vier Jahren Kriegsverbrechen nicht zurückschlagen würden, so der iranische Chefdiplomat. Zudem sei es den Amerikanern wohl peinlich, dass Waffenlieferungen in dreistelliger Milliardenhöhe an ihre Verbündeten die jemenitischen Angriffe nicht hätten stoppen können. "Aber nun den Iran zu beschuldigen, wird auch nichts ändern. (...) Die einzige Lösung ist, diesen Krieg zu beenden", schrieb Sarif weiter.


US-Regierungsvertreter erklärten erst am Dienstag, dass die USA über gesicherte Erkenntnisse für die Verantwortung des Iran für die Angriffe verfügten. Am Mittwoch wird US-Außenminister Mike Pompeo in Saudi-Arabien erwartet. Pompeo will dort über die Reaktion auf die Luftangriffe beraten, wie Vizepräsident Mike Pence ankündigte.

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse darüber, wer hinter den Luftangriffen auf seine Ölanlagen steht. Sein Land kenne die Drahtzieher nicht, sagte der saudi-arabische Energieminister, Prinz Abdulasis bin Salman, am Dienstagabend vor Journalisten in Dschidda.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und afp

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