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Iran-Konflikt: Trump widerspricht Ruhani – Ende der Sanktionen für Gespräche?

Konflikt mit Iran  

Ende der Sanktionen für Gespräche? Trump widerspricht Ruhani

27.09.2019, 18:39 Uhr | rtr

Iran-Konflikt: Trump widerspricht Ruhani – Ende der Sanktionen für Gespräche? . Hassan Ruhani und Donald Trump: Der US-Präsident widerspricht seinem iranischen Amtskollegen. (Quelle: imago images)

Hassan Ruhani und Donald Trump: Der US-Präsident widerspricht seinem iranischen Amtskollegen. (Quelle: imago images)

Hat Donald Trump dem Iran angeboten, alle Sanktionen aufzuheben, wenn Teheran direkte Gespräche aufnimmt? Das behauptet Irans Präsident Hassan Ruhani. Trump dementiert.  

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat nach seiner Rückkehr von der UN-Vollversammlung von einem angeblichen Angebot der USA zur Aufhebung von Sanktionen berichtet. US-Präsident Donald Trump reagierte prompt und bestritt, dass es ein solches Angebot gegeben habe.

Ruhani ließ auf seiner offiziellen Internetseite mitteilen, die USA hätten im Gegenzug für Gespräche mit der Teheraner Führung ein Ende sämtlicher Sanktionen in Aussicht gestellt. Trump schrieb daraufhin auf Twitter: "Der Iran wollte, dass ich die gegen ihn verhängten Sanktionen aufhebe, damit es ein Treffen gibt. Ich sagte, natürlich, nein." 

Ruhani: Vorstoß nicht in einer akzeptablen Art

In der Erklärung Ruhanis heißt es weiter, die Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister Boris Johnson und der französische Präsident Emmanuel Macron seien in New York anwesend gewesen und hätten darauf gedrungen, dass ein Treffen stattfindet. "Und Amerika sagt, ich hebe die Sanktionen auf", teilte Ruhani mit. Die Art der Strafmaßnahmen, die beendet werden sollten, habe zur Debatte gestanden. "Und sie haben eindeutig gesagt, wir heben alle Sanktionen auf."

Allerdings sei dieser Vorstoß nicht in einer akzeptablen Art erfolgt, kritisierte Ruhani. Angesichts der geltenden Strafmaßnahmen und "der vergifteten Atmosphäre des maximalen Drucks" könne niemand den Ausgang von Verhandlungen vorhersagen.

Bundesregierung fordert Kurswechsel des Irans

Die Bundesregierung zeigte sich unterdessen enttäuscht über Irans Umgang mit dem Atomabkommen und forderte einen Kurswechsel in Teheran. Anfang der Woche hatte sich Kanzlerin Angela Merkel mit Ruhani in New York getroffen. Hintergrund war die Hoffnung der Europäer, das mit Russland und China ausgehandelte Atomabkommen mit dem Iran zu retten.
 

 
Das Atomabkommen soll den Iran davon abhalten, Atomwaffen zu entwickeln. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte wie Merkel am Rande der UN-Vollversammlung die Hoffnung geäußert, dass Ruhani sich mit US-Präsident Donald Trump treffen wird.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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