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Macron und Merkel üben Druck auf Putin aus

Krise in Nordsyrien  

Macron und Merkel üben Druck auf Putin aus

21.02.2020, 00:27 Uhr | dpa

Macron und Merkel üben Druck auf Putin aus. Angela Merkel und Emmanuel Macron in Brüssel: Die Bundeskanzlerin und der französische Staatschef wollen in der Syrien-Krise vermitteln. (Quelle: AP/dpa/Olivier Matthys)

Angela Merkel und Emmanuel Macron in Brüssel: Die Bundeskanzlerin und der französische Staatschef wollen in der Syrien-Krise vermitteln. (Quelle: Olivier Matthys/AP/dpa)

Angela Merkel und Emmanuel Macron haben ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen in Idlib gefordert. In einem Telefonat boten sie Wladimir Putin ein gemeinsames Treffen mit Recep Tayyip Erdogan an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron haben sich in einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin besorgt über die katastrophale humanitäre Lage in der schwer umkämpften syrischen Provinz Idlib geäußert. Beide Politiker erklärten sich in dem Gespräch dazu bereit, Putin und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu treffen, um eine politische Lösung zu erreichen. Dies teilte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, am Donnerstag mit.

Merkel und Macron forderten demnach ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und einen ungehinderten humanitären Zugang zu den Bedürftigen. Russland ist die wichtigste Schutzmacht des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad. Der Kreml erklärte, es seien "wirksame Maßnahmen" gegen die terroristische Bedrohung wichtig. Dabei sollten aber die Souveränität und territoriale Intergrität Syriens beachtet werden. Zudem warnte Putin vor negativen humanitären Folgen für die Bevölkerung. Diese müssten verhindert werden.

Bereits zuvor hatte Emmanuel Macron hat die Angriffe syrischer Regierungstruppen auf Idlib scharf verurteilt und den UN-Sicherheitsrat zum Handeln aufgerufen. In Brüssel beklagte er, schon seit Wochen vollziehe sich dort ein humanitäres Drama.

Hunderttausende Menschen auf der Flucht

Die Lage in Idlib war zuletzt eskaliert. Nach UN-Angaben flohen seit Anfang Dezember rund 900.000 Syrer vor den heranrückenden Regierungstruppen und Gewalt. Regierungstruppen hatten im vergangenen Jahr eine Offensive auf die letzte große Rebellenhochburg um die Stadt begonnen. Trotz einer Waffenruhe setzten sie die Angriffe in den vergangenen Wochen fort und konnten größere Gebiete einnehmen.

Dominiert wird Idlib von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Syrien und sein Verbündeter Russland argumentieren, sie bekämpften in der Region Terroristen. Allerdings kämpfen dort auch gemäßigtere Rebellen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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