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Joe Biden: Obamas Stellvertreter will jetzt selbst US-Präsident werden

Joe Biden verkündet Kandidatur  

Obamas Stellvertreter will jetzt selbst US-Präsident werden

25.04.2019, 13:01 Uhr | t-online.de, dpa, AFP, TiK

Joe Biden: Obamas Stellvertreter will jetzt selbst US-Präsident werden. Obama und Biden: Der ehemalige Stellvertreter von Obama, Joe Biden, will jetzt selbst Präsident werden. (Quelle: Reuters)

Obama und Biden: Der ehemalige Stellvertreter von Obama, Joe Biden, will jetzt selbst Präsident werden. (Quelle: Reuters)

Joe Biden, der frühere Stellvertreter von Barack Obama, will zur nächsten US-Präsidentschaftswahl antreten: Es könnte zu einem Duell zwischen Donald Trump und ihm ums Weiße Haus kommen.

Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden will für die Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2020 antreten. Das kündigte der 76-Jährige am Donnerstag auf Twitter an.

Biden ist seit mehr als 45 Jahren in der Politik, von 2009 bis 2017 war er Vizepräsident unter Präsident Barack Obama. Er gilt als bodenständiger Politiker, der bei der demokratischen Basis besonders bei älteren, moderaten und afroamerikanischen Wählern beliebt ist.

Biden ruft dazu auf, eine zweite Amtszeit von Trump zu verhindern

"Wir befinden uns im Kampf um die Seele dieses Landes", erklärte der 76-Jährige in einer im Internet verbreiteten Videobotschaft. Er rief die Wähler auf, Trump eine zweite Amtszeit zu verweigern.

Mit ihm gibt es nun insgesamt 20 demokratische Präsidentschaftsbewerber. Dabei beginnen die parteiinternen Vorwahlen bei den Demokraten erst im kommenden Jahr. 

Monatelang war über eine Kandidatur Bidens spekuliert worden. Er selbst heizte die Spekulationen durch verschiedene Aussagen regelmäßig weiter an, ohne sich aber festzulegen. Biden steigt nun vergleichsweise spät in das interne Rennen seiner Partei ein.

Biden fast durchgehend auf Platz 1 bei Umfragen unter Demokraten

19 weitere demokratische Anwärter gibt es bereits. Dazu gehören die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar sowie der frühere Arbeitsminister Julian Castro, der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der aufstrebende Bürgermeister aus Indiana, Pete Buttigieg, und der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten war und damals Hillary Clinton unterlag.

In Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern landete Biden in den vergangenen Wochen fast durchgehend auf Platz eins, obwohl er seine Kandidatur noch gar nicht erklärt hatte. Er wurde dort bislang als potenzieller Bewerber gelistet. Sanders liegt in den Umfragen hinter Biden auf Platz zwei, die anderen Bewerber folgen erst mit deutlichem Abstand.

Mehrere Frauen erhoben in den letzten Wochen Vorwürfe gegen Joe Biden

Die Aussagekraft dieser frühen Erhebungen ist allerdings begrenzt. Bis zur entscheidenden Phase des Rennens ist es noch lange hin. Die parteiinternen Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die eigentliche Wahl im November 2020 festlegen, beginnen erst im Februar 2020 in Iowa.
 

 
Kurz vor der Verkündung seiner Kandidatur war Biden zuletzt auf negative Weise in die Schlagzeilen geraten: In den vergangenen Wochen gingen mehrere Frauen mit Vorwürfen gegen ihn an die Öffentlichkeit. Sie beklagten, Biden habe sich ihnen gegenüber in der Vergangenheit übergriffig verhalten – etwa durch ungebetene körperliche Nähe oder ungewollte Liebkosungen wie ein Tätscheln des Oberschenkels oder einen Kuss auf den Hinterkopf. Der Demokrat gelobte daraufhin öffentlich Besserung und versprach, er werde künftig "aufmerksamer und respektvoller sein mit dem persönlichen Raum von Menschen".

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