Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Trumps Schwiegersohn für Friedensnobelpreis vorgeschlagen

Von Stefan Rook

Aktualisiert am 02.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Jared Kushner mit Donald Trump: Der Schwiegersohn des Ex-US-Präsidenten wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
Jared Kushner mit Donald Trump: Der Schwiegersohn des Ex-US-Präsidenten wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. (Quelle: Kevin Lamarque/Reuters-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextHeftige Unwetter erwartetSymbolbild für einen TextRad-Star schießt Korken ins GesichtSymbolbild für einen TextBericht: Barça-Star ist Nagelsmanns WunschspielerSymbolbild für einen Watson TeaserRTL-Star verkündet Neuigkeiten mit sexy FotosSymbolbild für einen TextApples ehemaliger KI-Chef geht zu GoogleSymbolbild für einen TextVirus-Alarm in Hostel: Schulkinder krankSymbolbild für einen TextArbeitsmarkt erholt sich von KriseSymbolbild für einen Text"Der letzte Bulle"-Star ist schwangerSymbolbild für einen TextHelfer soll Ukrainerin missbraucht habenSymbolbild für einen TextMafia-Verdacht bei Bahn-TochterSymbolbild für einen TextSchwerer Unfall: Nur Baby bleibt unverletzt

Donald Trump hätte ihn gerne gehabt, aber nicht bekommen. Nun wird sein Schwiegersohn Jared Kushner für den Friedensnobelpreis nominiert. Ob es dafür wirklich einen Grund gibt, ist umstritten.

Alan Dershowitz ist in den USA ein legendärer Anwalt und treuer Trump-Anhänger, der den ehemaligen US-Präsidenten auch in seinem ersten Amtsenthebungsverfahren verteidigt hat. Nun setzt er sich dafür ein, dass Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zusammen mit seinem ehemaligen Stellvertreter Avi Berkowitz den Friedensnobelpreis bekommt. Als ehemaliger Professor an der Harvard Law School ist Dershowitz dazu berechtigt, Individuen oder Organisationen für den Friedensnobelpreis zu nominieren.

Das Argument von Dershowitz für die Nominierung: Kushner habe sich in seiner Aufgabe als Berater seines Schwiegervaters als Wegbereiter "historischer Abkommen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten" hervorgetan. Er schreibt zur Begründung: "Kushner und Berkowitz reisten durch die ganze Region, trafen sich mit Staatschefs und ihren Mitarbeitern, setzten sich für den Frieden ein und fixierten am Ende alle Details." Doch die Abkommen, an denen Kushner beteiligt war, werden kontrovers diskutiert.

"Monty-Python-Version eines Friedensabkommens"

Kushner und Berkowitz gelten als Schlüsselfiguren in den Abkommen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Bahrain, dem Sudan sowie Marokko. Die Deals wurden international zwar als diplomatische Annäherung zwischen den Ländern betrachtet, sind jedoch umstritten. Vor allem das Abkommen mit Marokko wurde kritisch aufgenommen, da die USA als Zugeständnis an Marokko dessen Annexion von Westsahara anerkannten.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Absturz von Boeing in China mit 132 Toten war wohl kein Unfall
China, Region Guangxi: Bei den Bergungsarbeiten suchen Einsatzkräfte weiterhin nach dem Daten-Flugschreiber, der Aufschluss über die Unglücksursache geben soll.


Die sogenannten "Abraham-Abkommen" sind zudem keine wirklichen Friedensverträge. Zwischen den beteiligten Ländern hatte es bereits zuvor informelle Beziehungen gegeben. Im Krieg untereinander befanden sie sich nicht. Kritiker bezeichneten die gesamten Abkommen als nicht umsetzbar und als eine "Monty Python-Version eines Friedensabkommens zwischen Israel und den Palästinensern".

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Vom israelisch-palästinensischen Konflikt ist in den Dokumenten kaum die Rede. Israel hat nur zugesagt, die geplante Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen, auszusetzen. Die neue US-Regierung unter Joe Biden hat zudem vor, alle Rüstungsdeals der Trump-Administration, unter anderem mit Saudi-Arabien und den VAE, genau zu untersuchen.

Als besonders groß werden daher Kushners Chancen auf den Friedensnobelpreis nicht eingeschätzt. Außerdem wird die Auszeichnung erst im Oktober verliehen. Bis dahin muss Trump erst einmal sein zweites Amtsenthebungsverfahren überstehen. Auch der Einfluss und die Rolle seines Ex-Beraters und Schwiegersohns werden da noch einmal genauestens beleuchtet werden.

Weitere Artikel

Ex-Berater John Bolton
"Für Trump sieht es persönlich und finanziell nicht gut aus"
Trump und Bolton im Weißen Haus (2018): "Sieht für ihn persönlich und finanziell nicht gut aus."

Turbo-Initiativen aus dem Weißen Haus
Biden wickelt Trumps Erbe ab
Joe Biden im Oval Office: 17 Dekrete in den ersten Stunden unterschrieben.

Team für Amtsenthebungsverfahren schrumpft
Donald Trump verliert weitere Anwälte
Donald Trump winkt bei der Ankunft in Palm Beach (Archivbild). Zwei seiner Anwälte haben jetzt ihre Mandate niedergelegt.


Neben Kushner und Berkowitz wurden auch der russische Putin-Kritiker Alexej Nawalny, die Umweltaktivistin Greta Thunberg, die Anti-Rassismus-Bewegung Black Lives Matter und die Weltgesundheitsorganisation WHO für den Friedensnobelpreis nominiert.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
Donald TrumpJared KushnerMarokkoUSA
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website