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Andrea Nahles: Neue SPD-Fraktionschefin erklärt ihren "in die Fresse"-Spruch


Pöbel-Kommentar gegen Union
Nahles erklärt ihren "in die Fresse"-Spruch

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 28.09.2017Lesedauer: 2 Min.
Andrea Nahles steht wegen einer umstrittenen Äußerung gegen die Union in der Kritik.Vergrößern des BildesAndrea Nahles steht wegen einer umstrittenen Äußerung gegen die Union in der Kritik. (Quelle: dpa-bilder)
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Kaum zur neuen SPD-Fraktionschefin gewählt, steht Andrea Nahles schon im Zentrum einer angeregten Debatte auf Twitter. Dabei geht es nicht um Inhaltliches, sondern um ihre Äußerung, nun bekämen die bisherigen Regierungspartner von der Union "in die Fresse".

Unter dem Hashtag #IndieFresse debattieren Nutzer, ob Nahles jeglichen Anstand verloren oder aber einfach nur einen Witz gemacht habe. Da interessiert auch Nahles Erklärung nicht mehr, der Spruch sei nur lustig gemeint gewesen: "Ich hab am Rande des Kabinettes einen Spruch gemacht und die Kolleginnen und Kollegen der CDU/CSU haben darüber gelacht. Also, ich glaube, das ist klar als Scherz erkennbar", hatte sie erklärt. Für so manche aber offenbar nicht.

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Einige Nutzer zogen Parallelen zu der umstrittenen Aussage des AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland, der nach der Bundestagswahl angekündigt hatte, seine Partei werde Kanzlerin Angela Merkel und die Regierung nun jagen. Andere beklagten, Nahles' Stil - ein Wettbewerb um das niedrigste Niveau - treibe Menschen von der Politik weg. Sie nähere sich so dem Niveau von US-Präsident Donald Trump oder dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan an. Ein anderer gab zu bedenken, ob Nahles' Erklärung, ihr Spruch sei ein Scherz gewesen, nun tatsächlich ernst zu nehmen sei. Wieder andere aber ärgerten sich über die Aufregung. Schließlich sei doch klar erkennbar gewesen: Nahles habe nur gescherzt.

"Hinterhof-Jargon"

Der parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer (CDU), hat Nahles für ihre derben Äußerungen in Richtung Union kritisiert. "Wenn Frau Nahles mit diesem üblen Hinterhof-Jargon weitermacht, wird die SPD bald deutlich unter 20 Prozent rutschen", sagte er der "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe). "Wir als Union werden uns einer drohenden Verrohung der Sitten im Bundestag klar entgegenstellen."

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