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Wahlleiter warnt: Hohe Gefahr von Cyberangriffen


Wahlleiter warnt: Hohe Gefahr von Cyberangriffen

Von dpa, afp
25.07.2021Lesedauer: 2 Min.
Glasfaserkabel vor Desktop (Symbolbild): Es besteht eine hohe Gefahr für Cyberangriffe bei der Bundestagswahl.Vergrößern des BildesGlasfaserkabel vor Desktop (Symbolbild): Es besteht eine hohe Gefahr für Cyberangriffe bei der Bundestagswahl. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)
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Der Bundeswahlleiter sieht eine hohe Gefahr für Cyberangriffe und Falschmeldungen während der Bundestagswahl. Die deutschen Behörden seien aber gewappnet.

Bundeswahlleiter Georg Thiel hält die Gefahr von Cyberangriffen zur Bundestagswahl für "hoch". "Unsere Fachleute gehen allein im Bereich IT von etlichen potenziellen Risiken aus. Die Spanne aller theoretisch denkbaren Vorfälle ist entsprechend breit", sagte er der "Welt am Sonntag".

Thiel sieht die deutschen Behörden dennoch gewappnet. Zur Vorbereitung arbeite er mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, dem Verfassungsschutz und dem Bundeskriminalamt zusammen. Es seien "aufwendig Vorkehrungen" getroffen worden. "Angefangen bei einem Szenario, in dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine Corona-Erkrankung ausfallen, bis hin zu einer echten Cyberattacke. Für alle Fälle haben wir Gegenmaßnahmen geplant", sagte Thiel der Zeitung.

Vorkehrungen gegen Falschmeldungen

Die Teams in seiner Behörde und im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seien im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 personell verstärkt worden.

Auch die Verbreitung von Falschinformationen in den Online-Netzwerken ist ein weiteres potenzielles Problem. Es sei zum Beispiel denkbar, "dass am Wahltag behauptet wird, die Wahllokale würden ausnahmsweise schon um 15 Uhr schließen".

"Für solche Fälle haben wir mit wichtigen sozialen Medien und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten genaue Vorkehrungen getroffen und können schnell reagieren, um solche Meldungen richtigzustellen", sagte Thiel, der auch Chef des Statistischen Bundesamts ist.

Mehr Briefwähler erwartet

Zudem rechnet der Bundeswahlleiter wegen der Corona-Pandemie mit einem deutlichen Anstieg des Anteils der Briefwähler. Das habe sich bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt bereits gezeigt. Die Bundestagswahl ist am 26. September.

Anders als in den USA bestehe in Deutschland aber kaum Gefahr, dass die Legitimität der Briefwahl in Zweifel gezogen würde. "Aktuell sehen wir keine gezielten Kampagnen in diesem Bereich", sagte Thiel der "Welt". Seine Behörde sei nach der US-Wahl in den Online-Netzwerken aktiv aufgetreten, "um falschen Behauptungen, die Unsicherheiten schüren wollen, entgegenzuwirken."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP und dpa
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