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SPD-Wahlkampfspot: Scholz weicht brisanter Frage mehrfach aus


Umstrittener SPD-Wahlkampfspot
Scholz weicht brisanter Frage achtmal aus

Von dpa, pdi, cck

Aktualisiert am 17.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Olaf Scholz: Der SPD-Kanzlerkandidat möchte sich nicht zu einem Wahlkampfspot seiner Partei äußern.Vergrößern des BildesOlaf Scholz: Der SPD-Kanzlerkandidat möchte sich nicht zu einem Wahlkampfspot seiner Partei äußern. (Quelle: dpa)
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Stephan Lamby hat in seiner neuen Dokumentation die Kanzlerkandidaten über Monate begleitet. Ein Ausschnitt zeigt nun SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, den eine Frage in Bedrängnis bringt.

Es war ein Wahlkampfspot, den die SPD nur einmal zeigte. Hart griffen die Sozialdemokraten darin die Union an: "Wer Armin Laschet und die CDU wählt, wählt erzkatholische Laschet-Vertraute, für die Sex vor der Ehe ein Tabu ist." Die Empörung war vor allem aus den Reihen der Union enorm. Der Spot verschwand schnell wieder aus dem Netz, er sei ohnehin nur für eine einmalige Vorführung gedacht gewesen, heißt es aus SPD-Kreisen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist nun mehrfach der Frage ausgewichen, warum dieser Wahlkampfspot nicht mehr vorgeführt wird. "Der Kampagnenleiter hat mir berichtet, dass er genau einmal ausgestrahlt wurde", sagte Scholz in der Dokumentation "Wege zur Macht". Als der Dokumentarfilmer Stephan Lamby ihn wiederholt fragte, warum die SPD den Spot nicht mehr zeigen wolle und ob Scholz von dem Video gewusst habe, beantwortete Scholz die Frage mehrfach nicht.

Scholz wich fünfeinhalb Minuten aus

Achtmal, verrät Lamby, hat er Scholz danach gefragt. Fünfeinhalb Minuten lang wich Scholz ihm aus, bis Lamby genervt aufgab. Die eine in die Dokumentation übernommene Minute macht dennoch Scholz' größte Schwäche deutlich: das "scholzomatische" Hinwegreden über eigene Versäumnisse. Auch von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock veröffentlichte er bereits vorab jeweils einen Ausschnitt.

Laschet ist darin zu zwei verschiedenen Zeitpunkten zu sehen. Einmal im April und dann noch einmal fünf Monate später. In dem früheren Ausschnitt sagt er, er wolle keinen Lagerwahlkampf. In dem späteren Ausschnitt erklärt er: "Rot-Rot-Grün würde uns außenpolitisch, innenpolitisch und wirtschaftspolitisch wirklich in eine Katastrophe führen."

In der Vorabveröffentlichung mit Annalena Baerbock geht es um ihr Buch, das wegen Plagiaten in die Kritik geraten war. Lamby möchte wissen, ob sie es besser nicht geschrieben hätte. "Rückblickend würde ich manche Entscheidungen anders treffen", antwortet Baerbock.

Lamby hat sich mit seinen Dokumentarfilmen über alle Bundestagswahlkämpfe seit 1998 eine Art Backstage-Pass für die deutsche Politik erarbeitet, über den wohl kein anderer Journalist verfügt. Er darf Blicke hinter die Kulissen der Regierungen und Parteien werfen, die sonst verschlossen bleiben. Alle drei Kanzlerkandidaten ließen sich für den neuesten Film über Monate von Lamby und seinem Team begleiten. Die ARD strahlt den 75-Minüter am Montag (20. September) um 20.15 Uhr aus, in der ARD-Mediathek steht er schon ab Sonntag bereit.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Twitter
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