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Empörung über CDU-Chef Armin Laschet: "Zählt nicht, was Wähler wollen?"

MEINUNGLeser zum Regierungspoker  

Empörung über Laschet: "Zählt nicht, was Wähler wollen?"

Von Mario Thieme

28.09.2021, 10:36 Uhr
Laschet: Können mit Ergebnis nicht zufrieden sein

Der Ausgang der Bundestagswahl sei noch völlig unklar, sagte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Unzufrieden mit Ergebnis: Armin Laschet reagiert auf die deutlichen CDU-Verluste bei der Bundestagswahl. (Quelle: Reuters)


Armin Laschet will Kanzler werden, daraus macht er keinen Hehl. Trotz der Wahlniederlage will er in den kommenden Wochen eine Regierung unter seiner Führung bilden. Die t-online-Leser haben eine deutliche Meinung.

Während des Wahlkampfs zeigte sich Armin Laschet überzeugt, der bessere Kanzler als seine Mitstreiter Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Die Grünen) zu sein. Die Wähler haben jedoch anders entschieden: CDU und CSU liegen knapp hinter den Sozialdemokraten.

An Laschets Ambitionen auf das Kanzleramt hat dieses Ergebnis jedoch nichts geändert. Das machte der Ministerpräsident von NRW nicht zuletzt in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF deutlich. Bei den t-online-Lesern sorgt das für Empörung. Ihre Stimmen im Überblick:

t-online-Leser Jürgen Beller: "Laschet ist der große Wahlverlierer! Aber er fühlt sich berufen, die neue Regierung zu bilden. Damit würde der Wählerwille auf den Kopf gestellt." Beller findet es zudem verlogen, dass Markus Söder sich jetzt voll hinter seinen Kollegen stellt, obwohl er doch sein größter Gegner sei. Er glaubt, Söder würde Laschet vor sich hertreiben. "Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde."

t-online-Leser Andreas Ruthe: "Bin sehr erschüttert zu hören, dass ein Herr Laschet andenkt, der Kanzler für uns zu sein. Hier spiegelt sich das Abbild der Machtbesessenheit. Er wird der FDP und den Grünen alles geben wollen, um Kanzler zu sein. Es geht ihm nicht um uns Menschen in diesem Land, sondern nur um seine Position."

"Umfragewerte sind eindeutig"

"Mit welcher Selbstverständlichkeit Herr Laschet einen Regierungsauftrag angehen möchte, ist schon zweifelhaft", findet Michael Fiegler. Jörg Sonntag sieht das ähnlich: "Die Wähler wollen keinen Laschet (Umfragewerte sind eindeutig). Oder zählt es nicht, was die Wähler wollen?", fragt er rhetorisch.

t-online-Leserin Renate Dietrich beklagt den Umgang des CDU-Vorsitzenden mit dem Wahlergebnis: "Der Laschet war und ist nicht imstande, seine Niederlage einzugestehen! Typisch und üblich für die Schwarzen." 

Karl-Heinz Brandt pflichtet dem bei und spricht von einer Schande, "wenn ein Verlierer Kanzler wird, der weder seine persönliche Niederlage eingesteht, noch Demut gegenüber dem Wählerwillen zeigt". 

Reinhard Schandelle erinnert Laschets Verhalten an Altkanzler Gerhard Schröder, der im Wahlkampf 2005 "bei einem viel geringeren Verlust als Zweiter den Anspruch erhob, doch wieder Kanzler zu werden. Heute erhebt der große Wahlverlierer, obwohl er hinter der SPD liegt und in Umfragen der unbeliebteste mögliche Kanzler ist, ohne kritische Nachfrage einfach den Anspruch, Kanzler zu werden."

t-online-Leser Oliver Paskowski kündigt sogar an: "Wenn Laschet Kanzler wird, wähle ich nie wieder, denn dann fühle ich mich betrogen."

"Laschet wird der künftige Kanzler. Das ist auch richtig so"

Anders sieht das t-online-Leser Günter Pfaff: "Als CDU-Mitglied bin ich nicht unzufrieden mit der Wahl. Rot-Grün-Rot wurde Gott sei Dank verhindert. Olaf Scholz glaubt, mit seinen Skandalen die Wahl gewonnen zu haben. Die SPD-Mitglieder in der zweiten Reihe sind teilweise jedoch eine Katastrophe. Armin Laschet kann es besser mit der FDP, die auch keine Steuererhöhungen will. Die Grünen mit Habeck haben bereits Kooperationsbereitschaft mit CDU und FDP signalisiert. Also wird Laschet der künftige Kanzler. Das ist auch richtig so."

"Jetzt regen sich viele auf, weil Laschet versucht, doch noch Kanzler zu werden. Ich persönlich halte das nicht für richtig, aber es ist sein gutes Recht, es zu versuchen", findet t-online-Leser Robert Weiler und unterstellt den meisten "Nörglern", zu vergessen, dass im Fall Willy Brandt schon einmal ein Kandidat Kanzler wurde, dessen Partei bei einer Bundestagswahl nicht das beste Ergebnis erzielte.

Verwendete Quellen:
  • Einsendungen von t-online-Lesern

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