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"Merkels 'Wir schaffen das!' war nur ein wohlfeiler Slogan"

  • Marc von LĂŒbke-Schwarz
  • Florian Harms
Von Marc von LĂŒpke und Florian Harms

Aktualisiert am 20.04.2021Lesedauer: 8 Min.
Musliminnen: Einwanderung könne eine Bedrohung fĂŒr die Rechte der Frauen in Europa sein, warnt die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali.
Musliminnen: Einwanderung könne eine Bedrohung fĂŒr die Rechte der Frauen in Europa sein, warnt die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali. (Quelle: IPON/imago-images-bilder)
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Muslimische Einwanderung nach Deutschland kann eine Gefahr fĂŒr die Rechte europĂ€ischer Frauen sein, meint Ayaan Hirsi Ali. Hier erklĂ€rt sie, warum deutsche Werte so wichtig sind.

Hunderttausende Muslime sind seit 2015 nach Deutschland eingewandert, das Zusammenleben verlÀuft nicht immer problemlos. Gerade Frauen und die Errungenschaft der Gleichberechtigung sieht die international bekannte Frauenrechtlerin und Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali in Europa bedroht. Denn die Stellung der Frauen sei in vielen muslimischen LÀndern anders als etwa in Deutschland.

HĂ€rtere Strafen fĂŒr sexuelle Gewalttaten fordert Hirsi Ali auf der einen Seite, Assimilation der muslimischen Einwanderer an die Mehrheitsgesellschaft auf der anderen. Angesichts der gesellschaftlichen VersĂ€umnisse und einer falschen Tabuisierung durch die Politik sei eine Integration dieser Menschen nicht mehr einfach möglich. Was aber dann? Ein GesprĂ€ch ĂŒber die Grenzen der Toleranz, die Selbstbestimmung der Frauen und die Nutzlosigkeit von Appellen.

t-online: Frau Hirsi Ali, die deutsche Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren verĂ€ndert. Hunderttausende Menschen kamen im Zuge der FlĂŒchtlingskrise 2015 ins Land, Bundeskanzlerin Angela Merkel versprach: "Wir schaffen das!" Wie lautet Ihr Fazit heute, fĂŒnfeinhalb Jahre spĂ€ter: Hat Deutschland es geschafft, die FlĂŒchtlinge aus muslimischen Staaten zu integrieren?

Ayaan Hirsi Ali: Nein, Deutschland hat das nicht einmal ansatzweise geschafft. Merkels "Wir schaffen das!" war nur ein wohlfeiler Slogan. Solche Parolen auszusprechen ist immer viel leichter, als eine effiziente Politik zu betreiben.

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Wie hÀtte denn eine effiziente Politik ausgesehen?

Nehmen Sie die sexuellen Angriffe arabischer und nordafrikanischer MĂ€nner auf Frauen am Silvesterabend 2015 in Köln: Die sind nicht wirklich aufgearbeitet worden, stattdessen wurden die Frauen weitgehend alleingelassen – und allen anderen Frauen in Deutschland wurde damit signalisiert: Im Zweifel schĂŒtzt der Staat euch nicht.

Na ja, es gab damals eine große mediale und politische Debatte.

Aber es hat sich doch kaum etwas geĂ€ndert! Solche Angriffe könnten heute immer noch geschehen, weil viele junge MĂ€nner den Eindruck haben, sie könnten sich das in Deutschland ungestraft erlauben. Es ist immer dasselbe in Westeuropa: Sobald eine Debatte aufkommt, dass die Regeln, Werte und Kultur eines Landes auch fĂŒr Einwanderer gelten sollen, wird sie schnell abgewĂŒrgt. Die politische Reaktion auf die sexuellen Übergriffe in Köln 2015 war erbĂ€rmlich.

Ayaan Hirsi Ali, geboren 1969 in Somalia, ist Politikwissenschaftlerin, Frauenrechtlerin und Islamkritikerin. Mit 22 Jahren sollte sie zwangsverheiratet werden, Hirsi Ali floh nach Europa. Von 2003 bis 2006 war sie Mitglied des Parlaments der Niederlande, spĂ€ter ging sie in die USA und nahm die amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft an. Ihre BĂŒcher wie "Ich klage an" oder "Reformiert euch!" avancierten zu internationalen Bestsellern. Nun erscheint mit "Beute. Warum muslimische Einwanderung westliche Frauenrechte bedroht" Hirsi Alis neuestes Werk in Deutschland.

Sie meinen die Kölner OberbĂŒrgermeisterin Henriette Reker?

Frau Reker empfahl damals Frauen, sicherheitshalber Abstand zu fremden MĂ€nnern zu halten. Damit hat sie die TĂ€ter-Opfer-Rolle umgekehrt. Die Frauen haben doch nichts Falsches getan, sie wollten einfach nur Silvester feiern! Aber die Angreifer haben sich gegenĂŒber den Frauen so verhalten, wie es in ihren HerkunftslĂ€ndern viel zu oft der Fall ist. Das Signal der deutschen Politik an die ĂŒbergriffigen mĂ€nnlichen Einwanderer war fatal. Stattdessen hĂ€tte in aller Deutlichkeit klargestellt werden mĂŒssen: Ihr Einwanderer mĂŒsst euch an die deutschen Regeln halten, Punkt!

In Ihrem neuen Buch "Beute" warnen Sie davor, dass die Einwanderung in westeuropÀische LÀnder die Rechte der Frauen bedrohe.

Viele der Migranten in Westeuropa stammen aus muslimischen LĂ€ndern. Das Problem fĂŒr Frauen besteht darin, dass sie in vielen muslimischen LĂ€ndern in "gut" und "schlecht" eingeteilt werden. "Gute" Frauen sind in dieser Denkweise verschleiert, keusch und tugendhaft, sie kĂŒmmern sich aufopferungsvoll um Haushalt und Kinder und haben einen Ehemann oder Verwandten als "BeschĂŒtzer". "Schlechte" Frauen, die sich nicht an diese Konventionen halten, werden oft als Beute betrachtet. In dieser chauvinistischen Denkweise sind "schlechte" Frauen selbst schuld, wenn sie sexuell angegriffen werden, weil sie sich nicht "richtig" verhalten.

Aber diese Sichtweise haben ja beileibe nicht alle Muslime.

SelbstverstĂ€ndlich nicht. Die Mehrheit der Muslime wĂŒrde niemals einer Frau gegenĂŒber aggressiv werden. Aber zu viele junge MĂ€nner aus muslimischen HerkunftslĂ€ndern eben leider schon! Der Grund ist die unselige Haltung, dass "schlechte" Frauen eine Beute seien.

Ayaan Hirsi Ali: Die Frauenrechtlerin fordert seit langer Zeit Reformen im Islam.
Ayaan Hirsi Ali: Die Frauenrechtlerin fordert seit langer Zeit Reformen im Islam. (Quelle: Boness/IPON/ullstein-bild)

Wie kommt es zu dieser Haltung?

Viele junge MĂ€nner aus muslimischen LĂ€ndern kennen europĂ€ische Frauen zunĂ€chst vor allem aus zwei Quellen: Hollywood- und Pornofilmen. Da werden Frauen als willige, untertĂ€nige Gespielinnen dargestellt. Wenn sie dann nach Deutschland kommen, treffen diese MĂ€nner auf Frauen, die sich offensichtlich nicht an die "Regeln" fĂŒr "gute" Frauen halten und oft auch keinen sichtbaren mĂ€nnlichen Begleiter haben. Also haben sie den Eindruck, diese Frauen seien genauso "verfĂŒgbar" wie in den Filmen. So kommt es zu sexuellen Gewalttaten. Die Ereignisse von Köln 2015 und auch die vielen VergewaltigungsfĂ€lle, die ich in meinem Buch beschreibe, geschahen ja nicht von ungefĂ€hr. Die MentalitĂ€t vieler junger muslimischer FlĂŒchtlinge gegenĂŒber Frauen ist ein großes Problem fĂŒr westeuropĂ€ische Staaten.

Können Sie diese These mit Zahlen belegen?

Nehmen wir DĂ€nemark, dort verzeichnet die nationale Statistikbehörde bei Gerichtsurteilen, ob der TĂ€ter "nichtwestlicher" Abstammung oder Herkunft ist. Ein hoher Anteil der Verurteilungen wegen Sexualdelikten, davon rund zwei FĂŒnftel der Verurteilungen wegen Vergewaltigung, entfĂ€llt dabei auf "nichtwestliche" Einwanderer und ihre Nachkommen. Dabei betrĂ€gt deren Bevölkerungsanteil in DĂ€nemark nur 13 Prozent. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache.

Können bessere Integrationsprogramme helfen, das Problem zu lösen?

FĂŒr eine Integration der muslimischen Einwanderer ist es zu spĂ€t. Sie mĂŒssen sich an das Wertesystem der westlichen LĂ€nder assimilieren.

Also eine Anpassung unter Aufgabe ihrer eigenen Kultur?

Wenn Sie als westlicher Mann mit Ihrer Frau nach Afghanistan oder in einen Staat im Nahen Osten umziehen, mĂŒssen Sie sich doch auch anpassen. Ihre Frau braucht dort einen mĂ€nnlichen Begleiter, wenn sie irgendwohin will. Menschen können sich anpassen – und das können und mĂŒssen auch muslimische Einwanderer in westeuropĂ€ischen Staaten tun.

Damit wĂŒrden wir aber doch dieselben gesellschaftlichen ZwĂ€nge ĂŒbernehmen wie in restriktiven Gesellschaften. Unser Wertesystem in Europa basiert auf Toleranz: Hier darf jeder seinen Lebenswandel selbst bestimmen.

Das ist genau das Problem! Die Toleranz geht zu weit. Sie lĂ€sst zu, dass einzelne MĂ€nner das Recht von Frauen auf Selbstbestimmung und Unversehrtheit verletzen. Je lĂ€nger ihr dieses Problem in Deutschland ignoriert, desto grĂ¶ĂŸer wird es. Viele der jungen MĂ€nner sind voller Energie, aber arbeitslos. Sie haben hier oft keine familiĂ€re Anbindung. Irgendjemand muss ihnen aber deutlich machen, dass in ihrer neuen Heimat Regeln und Werte gelten. Und dass sie nicht ihre eigenen Gesetze machen oder die ihrer HerkunftslĂ€nder mitbringen können.

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Wie genau sollte die Assimilation Ihrer Meinung nach denn aussehen?

In verpflichtenden Kursen sollte nicht nur die Landessprache vermittelt werden, sondern auch die Werte des jeweiligen Landes. Insbesondere in Bezug auf die Rechte der Frauen. Jeder, der hierherkommt, muss wissen: Wer Frauen oder Homosexuellen gegenĂŒber gewalttĂ€tig wird, wird bestraft. Und auch Anfeindung muss konsequent geahndet werden, sonst macht sich der Staat lĂ€cherlich.

Und was sollte nach Ihrer Ansicht mit Zugewanderten geschehen, die diese Regeln verletzen?

Wer sich wiederholt nicht an die Regeln hÀlt, muss gehen. So hart es auch klingt. Ich sage nicht, dass jeder Einwanderer die Verfassung komplett kennen sollte. Es muss aber jeder wissen, was er tun darf und was nicht. Die Sache verhÀlt sich doch so: Diese Menschen kommen aus eigenem Entschluss hierher. Sie wollen in Deutschland oder einem anderen europÀischen Land leben und sich eine Zukunft aufbauen. Die Aufgabe der Deutschen besteht darin, den Einwanderern ihre kulturellen Werte zu vermitteln. Und die Aufgabe der Einwanderer ist es, diese Werte zu achten.

Angela Merkel: 2015 besuchte die Bundeskanzlerin eine Aufnahmeeinrichtung fĂŒr FlĂŒchtlinge.
Angela Merkel: 2015 besuchte die Bundeskanzlerin eine Aufnahmeeinrichtung fĂŒr FlĂŒchtlinge. (Quelle: Metodi Popow/imago-images-bilder)

Werte sind das eine, Regeln das andere. Sollte Deutschland Ihrer Ansicht nach auch Gesetze verschÀrfen?

Unbedingt. Wie in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern ist auch in Deutschland das Strafjustizsystem nicht fĂŒr eine Massenimmigration ausgelegt, wie sie 2015 in Deutschland stattgefunden hat. Ich beschreibe in meinem Buch verschiedene sexuelle Straftaten an Frauen, die von muslimischen Einwanderern begangen worden sind: nicht nur Morde, auch Vergewaltigungen und Verletzungen. Wenn junge MĂ€nner dafĂŒr vergleichsweise milde Strafen bekommen, etwa nur drei oder fĂŒnf Jahre GefĂ€ngnis, sehen sie das nicht als richtige Strafe an. Denn in ihren HerkunftslĂ€ndern sind hĂ€ufig viel hĂ€rtere Bestrafungen ĂŒblich.

Sie verlangen aber doch nicht ernsthaft, dass Deutschland das Strafjustizsystem autokratischer Staaten ĂŒbernehmen soll?

NatĂŒrlich nicht, aber harte Verbrechen mĂŒssen hart bestraft werden. Und ein GefĂ€ngnisaufenthalt muss immer eine Strafe sein. Ich habe den Eindruck, dass viele inhaftierte junge MĂ€nner das nicht so empfinden.

Warum wurde es in Deutschland so lange vermieden, ĂŒber die Probleme der Einwanderung offen zu diskutieren?

Es ist fast ĂŒberall in Westeuropa dasselbe: Lange Zeit wollte die Politik die Probleme nicht wahrhaben, man glaubte, die Leute wĂŒrden sich schon irgendwie integrieren. Das ist im Kern die Aussage von Angela Merkels Satz "Wir schaffen das!". Aber Appelle reichen eben nicht, zumal, wenn sie sich nur an die Mehrheitsgesellschaft richten. Wenn manche Zugewanderte sich einer Integration verweigern, muss die Politik schnell und konsequent handeln. Zum GlĂŒck hat die Debatte in Deutschland ja nun begonnen, leider eher unfreiwillig durch den Aufstieg der AfD. Man darf das Thema aber nicht Populisten und Extremisten ĂŒberlassen. Die anderen Parteien mĂŒssen sich schnell intensiver mit dem Thema befassen, sonst kommt es nach der Corona-Pandemie mit aller Macht zurĂŒck.

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Könnte es sein, dass wir in Deutschland unsere Werte den Einwanderern nicht gut genug vermitteln können, weil wir sie selbst gar nicht mehr richtig kennen?

Ich habe den Eindruck, ihr Deutsche kennt eure Werte sehr gut. Aber ihr seid sehr zurĂŒckhaltend, sie anderen nahezubringen. Frage ich Deutsche, worin ihre kulturellen Werte bestehen, höre ich oft: Bier und WĂŒrstchen. Ihr solltet ruhig etwas selbstbewusster sein. Bekennt euch offensiv zu eurer Freiheit, eurem Rechtsstaat, der Gleichberechtigung von Mann und Frau!

Spielt die nationalsozialistische Vergangenheit eine Rolle, warum Deutsche ihre Werte so wenig betonen?

Das ist ein Grund. In anderen LĂ€ndern ist es der Kolonialismus, in den USA vor allem die Sklaverei. Aber der Westen hat trotz all dieser Verbrechen Grund, stolz auf sich zu sein: Demokratie und Rechtsstaat, Liberalismus und Gleichberechtigung sind bahnbrechende Errungenschaften, von vielen wissenschaftlichen DurchbrĂŒchen ganz zu schweigen. Wir dĂŒrfen nicht immer nur auf die Dinge schauen, die ohne Zweifel schlecht waren. FĂŒr die Staaten Afrikas und des Nahen Ostens wĂ€re es ein Segen, wĂŒrden dort die westlichen Werte wie Toleranz und Rechtsstaat uneingeschrĂ€nkt gelten. In Europa macht man sich oft keine Vorstellung davon, wie wenig wert ein Leben in vielen anderen LĂ€ndern ist.

Gerade wegen dieser fehlenden Freiheit kommen ja viele Menschen nach Europa.

Richtig, auch bei mir selbst war es damals so. Deshalb verstehe ich nicht, warum die EuropĂ€er nicht viel stĂ€rker fĂŒr ihre Werte eintreten. Dadurch könnte sich das Leben von so vielen Menschen verbessern, vor allem von Frauen. Europa kann dabei helfen, muslimische Frauen zu emanzipieren. Viele Einwanderer halten ja Kontakt zu ihren HerkunftslĂ€ndern. So können sie die in Europa erlernten Werte in die muslimische Welt tragen. Das ist hundertmal produktiver als der "Demokratieexport" durch Appelle oder gar FeldzĂŒge wie in Afghanistan oder damals im Irak.

Was muss konkret geschehen, damit alle muslimischen Frauen in Europa selbst ĂŒber ihr Leben bestimmen können?

Das Erste und Wichtigste ist Bildung. Die Schulpflicht muss fĂŒr Jungen und MĂ€dchen gleichermaßen gelten. Wer MĂ€dchen vom Unterricht abhĂ€lt, muss konsequent bestraft werden. Zweitens sollten alle muslimischen Kinder an einem Sexualkundeunterricht teilnehmen. Ohne Ausnahme. MĂ€dchen mĂŒssen wissen, dass sie allein ĂŒber ihren Körper bestimmen, nicht ihre kĂŒnftigen EhemĂ€nner. Drittens mĂŒssen Zwangsehen, von denen es auch in Europa immer noch viele gibt, unterbunden werden.

Wie lang wird es dauern, bis alle muslimischen Zuwanderer integriert sind?

Das wird ein langer Weg.

Frau Hirsi Ali, vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch.

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